Nvidia lässt Gamer sitzen: RTX-Produktion fällt wohl KI-Chips zum Opfer
Trotz Rekordumsätzen im Gaming-Segment plant Nvidia offenbar, die Produktion der RTX-50-Serie zu drosseln. Laut Berichten soll die Liefermenge im Juni deutlich sinken. Vermutlich möchte man die Fertigungskapazitäten lieber für den lukrativeren KI-Bereich nutzen.
Denn Nvidia plant offenbar, die Liefermenge an RTX-5000-Grafikkarten im Juni gegenüber dem Mai deutlich zu reduzieren. In China wird mit einer um 20 bis 30 Prozent verringerten Stückzahl gerechnet. Im Rest der Welt könnte es ähnlich kommen. Eine offizielle Begründung dafür gibt es nicht.
Die RTX-50-Serie scheint bei Gamern also trotz hoher Preise, Kritik an der Speicherausstattung, verschmorenden Anschlüssen und fehlenden objektiven Tests gut anzukommen. Dennoch setzt der Konzern offenbar andere Prioritäten.
Nvidia will mit dem jährlichen Rhythmus für neue KI-Hardware Schritt halten und beginnt bereits im dritten Quartal 2025 mit der Fertigung der ersten GB300-Beschleuniger. Als Nachfolger des GB200 setzt der GB300 auf Blackwell Ultra als Refresh innerhalb der Generation und wird noch einmal leistungsfähiger sein als sein Vorgänger.
Nvidia macht mittlerweile den Großteil seines Umsatzes mit KI-Beschleunigern für Rechenzentren. In diesem Bereich wuchs der Umsatz zuletzt um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Gaming-Sparte zwar ebenfalls zulegte, aber mit deutlich geringerem Volumen. Infografik Nvidia, Meta & Microsoft: Diese Tech-Aktien profitieren vom KI-Boom
Langfristig könnte Nvidias Vernachlässigung des Gaming-Geschäfts aber auch Chancen für Intel und AMD eröffnen. Eine schlechte Verfügbarkeit der Geforce-Grafikkarten könnte die Konkurrenzprodukte attraktiver machen, sofern dort die Verfügbarkeit gegeben ist.
Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie stark sich Nvidias Fokus in den letzten Jahren verschoben hat. Der Gaming-Bereich, einst das Kerngeschäft des Unternehmens, scheint nur noch eine Art Mitläufer zu sein. Seine Zukunft sieht der Konzern rund um CEO Jensen Huang klar im KI-Segment, selbst wenn das bedeutet, dass man die treue Gaming-Kundschaft verliert.
Was haltet ihr von Nvidias Strategie? Würdet ihr bei steigenden Preisen auf Konkurrenzprodukte von AMD oder Intel umsteigen oder lieber auf ältere Modelle zurückgreifen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Nvidia bremst wohl die RTX-Produktion
Eigentlich gab es vor einem Monat erste Anzeichen dafür, dass sich der Markt für die Grafikkarten von Nvidia endlich entspannt. So sanken erstmals seit der Präsentation der ersten Karten im Januar Nachfrage und Preis der Blackwell-GPUs. Doch schon kurz darauf machte eine Nachricht die Runde, Nvidia plane, die Preise für seine RTX-50-Serie im Schnitt um 15 Prozent anzuheben. Ein neues Gerücht scheint nun die Erklärung für diesen Schritt zu liefern.Denn Nvidia plant offenbar, die Liefermenge an RTX-5000-Grafikkarten im Juni gegenüber dem Mai deutlich zu reduzieren. In China wird mit einer um 20 bis 30 Prozent verringerten Stückzahl gerechnet. Im Rest der Welt könnte es ähnlich kommen. Eine offizielle Begründung dafür gibt es nicht.
Weniger Geforce-Kraten trotz Rekorden
Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Nvidia im Gaming-Bereich gerade Rekordumsätze verzeichnet. Mit den neuen Blackwell-basierten GeForce-Modellen konnte das Unternehmen zuletzt starke Zahlen vorlegen. Tatsächlich erreichte die Gaming-Sparte mit 3,8 Milliarden Dollar (etwa 3,35 Milliarden Euro) Umsatz ein historisch gutes Ergebnis.Die RTX-50-Serie scheint bei Gamern also trotz hoher Preise, Kritik an der Speicherausstattung, verschmorenden Anschlüssen und fehlenden objektiven Tests gut anzukommen. Dennoch setzt der Konzern offenbar andere Prioritäten.
KI statt Gaming
Laut Gazlog (via Wccftech) wird auf der chinesischen Website Board Channels spekuliert, dass der neue KI-Grafikchip GB300 für die Produktionsdrosselung verantwortlich ist. Dieser setzt wie die Gaming-Blackwell-Grafikkarten auf TSMCs 4NP-Fertigung.Nvidia will mit dem jährlichen Rhythmus für neue KI-Hardware Schritt halten und beginnt bereits im dritten Quartal 2025 mit der Fertigung der ersten GB300-Beschleuniger. Als Nachfolger des GB200 setzt der GB300 auf Blackwell Ultra als Refresh innerhalb der Generation und wird noch einmal leistungsfähiger sein als sein Vorgänger.
Kampf um begrenzte Fertigungskapazitäten
Der Grund für die Produktionsdrosselung der GeForce-Karten könnten also die begrenzten Produktionskapazitäten bei TSMC sein. Nvidia muss entscheiden, welche Chips bevorzugt von den 4N-Produktionslinien laufen sollen. Angesichts der hohen Margen im KI- bzw. Datencenter-Sektor könnte man sich dafür entschieden haben, dedizierte Gaming-Grafikkarten auf die Ersatzbank zu schieben.Nvidia macht mittlerweile den Großteil seines Umsatzes mit KI-Beschleunigern für Rechenzentren. In diesem Bereich wuchs der Umsatz zuletzt um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Gaming-Sparte zwar ebenfalls zulegte, aber mit deutlich geringerem Volumen. Infografik Nvidia, Meta & Microsoft: Diese Tech-Aktien profitieren vom KI-Boom
Höhere Preise für Gamer erwartet
Für Spieler verheißt die vermeintlich geplante Produktionsdrosselung nichts Gutes. Denn falls sich die Gerüchte bestätigen, müssen Gamer wohl erneut mit steigenden Grafikkartenpreisen rechnen.Langfristig könnte Nvidias Vernachlässigung des Gaming-Geschäfts aber auch Chancen für Intel und AMD eröffnen. Eine schlechte Verfügbarkeit der Geforce-Grafikkarten könnte die Konkurrenzprodukte attraktiver machen, sofern dort die Verfügbarkeit gegeben ist.
Diese Entwicklung zeigt einmal mehr, wie stark sich Nvidias Fokus in den letzten Jahren verschoben hat. Der Gaming-Bereich, einst das Kerngeschäft des Unternehmens, scheint nur noch eine Art Mitläufer zu sein. Seine Zukunft sieht der Konzern rund um CEO Jensen Huang klar im KI-Segment, selbst wenn das bedeutet, dass man die treue Gaming-Kundschaft verliert.
Was haltet ihr von Nvidias Strategie? Würdet ihr bei steigenden Preisen auf Konkurrenzprodukte von AMD oder Intel umsteigen oder lieber auf ältere Modelle zurückgreifen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Trotz Rekordumsatz im Gaming-Segment plant Nvidia, die Produktion zu drosseln
- Liefermenge der RTX-50-Serie soll im Juni um 20 bis 30 Prozent sinken
- Fertigungskapazitäten werden vermutlich für lukrativeren KI-Bereich genutzt
- Gaming-Sparte erreichte mit 3,8 Milliarden Dollar ein historisch gutes Ergebnis
- Begrenzte Produktionskapazitäten bei TSMC zwingen Nvidia zu Prioritäten
- KI-Beschleuniger GB300 auf Blackwell-Basis geht in Massenproduktion
- Spieler müssen bei reduzierter Produktion mit steigenden Grafikkartenpreisen rechnen
Siehe auch:
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