Teuer, teurer, Nvidia: Hersteller erhöht Preise aller GPUs um bis zu 15 %

Nvidia-Kunden müssen sich wohl auf noch teurere Grafikkarten einstellen. Denn das Unternehmen soll planen, die Preise für fast alle seine Produkte anzuheben. Schuld sind gestiegene Produktions­kosten in den USA. Doch es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer.
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Nvidia erhöht wohl die Preise

Zum Start der Blackwell-Karten im Januar explodierten die Preise der GPUs teilweise. Selbst Ende März verlangten Scalper auf Ebay immer noch horrende Beträge. Erst kürzlich hatte sich der Markt etwas normalisiert. Teilweise waren in den letzten Wochen einige RTX-Modelle sogar unter ihrer UVP zu bekommen. Doch damit könnte es erst einmal wieder vorbei sein.

Denn Nvidia steht aktuell vor mehreren Herausforderungen. Das Unternehmen muss im ersten Quartal 2025 eine Abschreibung von 5,5 Milliarden Dollar (etwa 4,9 Milliarden Euro) verkraften, was unter anderem auf das Verkaufsverbot seiner H20 KI-Chips in China zurückzuführen ist. Aus diesem Grund soll es Preisanpassungen über das gesamte Produktportfolio hinweg geben. Bei Gaming-Grafikkarten liegt die Erhöhung zwischen fünf und zehn Prozent, während KI-GPUs sogar um bis zu 15 Prozent teurer werden.


Wie DigiTimes Taiwan (via Toms Hardware) berichtet, sind diese Preissteigerungen unter anderem auf die Verlagerung der Blackwell-Chip-Produktion in TSMCs US-Werke zurückzuführen. Dies führt zu deutlich höheren Kosten. Da Nvidia über eine starke Marktposition verfügt, können diese Mehrkosten an die Kunden weitergegeben werden.

Höhere Produktionskosten in den USA

Die Fertigung in den amerikanischen Werken von TSMC ist deutlich kostenintensiver als in den etablierten Produktionsstätten in Taiwan. Experten schätzen, dass die Wafer-Produktion in den USA etwa 15 bis 20 Prozent teurer ist. Hinzu kommen höhere Personalkosten und zusätzliche Ausgaben für die Logistik.

Nvidia hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich die Preise für seine High-End-Grafikkarten angehoben. Die GeForce RTX 3090 startete 2020 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.499 Euro, während die RTX 4090 bereits 1.949 Euro kostete. Mit der 2.329 Euro teuren RTX 5090 wurde die 2.000-Euro-Marke dann schon deutlich überschritten.

Hoffnung durch neues Handelsabkommen

Es gibt jedoch auch positive Signale. Das neue Handelsabkommen zwischen den USA und China könnte im Gegenzug wieder für etwas Entspannung sorgen. Die Vereinbarung sieht eine Reduzierung der erst kürzlich verhängten Zölle um 115 Prozent vor. Diese Regelung gilt erst einmal für 90 Tage. Allerdings könnte es einige Zeit dauern, bis sich diese Entwicklung positiv auf die Endkundenpreise niederschlägt.

Die jetzigen Preiserhöhungen treffen auf einen Markt, der sich gerade erst von den extremen Preisschwankungen der vergangenen Jahre erholt hat. Während der Chipkrise und des Krypto-Mining-Booms waren Grafikkarten zeitweise kaum verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen erhältlich. Nun droht eine neue Preisspirale, diesmal jedoch aus anderen Gründen.

Für Spieler und Enthusiasten bedeutet das, dass High-End-Gaming weiterhin ein kostspieliges Hobby bleibt und auf absehbare Zeit sogar wohl noch teurer wird. Besonders Nvidias High-End-Modelle wie die RTX 5090 werden für viele Nutzer unerschwinglich. Alternativen im mittleren Preissegment könnten dadurch an Attraktivität gewinnen.

Was denkt ihr über noch höhere Preise für Nvidia-Grafikkarten? Kommt ein Kauf für euch noch infrage oder plant ihr in Zukunft auf günstigere Alternativen zurückzugreifen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.
Zusammenfassung
  • Nvidia plant Preiserhöhungen für fast alle Produkte um 5-15 Prozent
  • Gründe: Abschreibungen, Verkaufsverbot in China, höhere Produktionskosten
  • Verlagerung der Chip-Produktion in US-Werke verursacht Mehrkosten
  • Neues Handelsabkommen USA-China als kleiner Hoffnungsschimmer
  • Preiserhöhungen treffen auf sich erholenden Markt nach Chipkrise
  • Nvidia hat in den letzten Jahren kontinuierlich die Preise angehoben

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