Nichts hilft: Selbst 'idiotensicherer' Spezialstecker schmilzt bei RTX 5090
Trotz MSIs speziell entwickeltem, "idiotensicheren" Stecker kommt es weiterhin zu Problemen bei RTX 5090-Grafikkarten von Nvidia. Ein Nutzer berichtet von einem stark verkohlten Anschluss, obwohl diese Stecker-Variante genau das eigentlich verhindern soll.
Um sicherzustellen, dass Nutzer die Stromstecker bis zum Anschlag in den Anschluss der Karte stecken, damit der Kontakt zwischen den Pins korrekt hergestellt wird, hat MSI extra einen zweifarbigen Stecker entwickelt. Ist der nicht komplett in der Buchse versenkt, ist ein auffälliger grell-gelber Teil des Steckers zu sehen, der Nutzer warnen soll. Doch jetzt ist auch bei dieser vermeintlich sicheren Lösung ein Anschluss verkohlt.
Der Nutzer entdeckte dann bei der Fehlersuche den stark verkohlten Anschluss seines Grafikkarten-Stromkabels. Die Schäden waren so ausgeprägt, dass eine ganze Reihe der 12V-Anschlüsse schwarz verkohlt war. Glücklicherweise blieb die teure Grafikkarte selbst unbeschädigt. So wies der GPU-seitige Anschluss keine sichtbaren Schäden auf, was durch den einwandfreien Betrieb mit einem Ersatzkabel bestätigt wurde.
Etliche der Pins am Stecker sind schwarz verkohlt
VersauteGurke gibt in seinem Post keine genaue Auskunft darüber, ob der Stecker korrekt eingesteckt war. Daher lässt sich über die tatsächliche Ursache der Verbrennungen nur schwer etwas sagen. Doch selbst wenn es sich um einen Nutzerfehler handelt, würde das zeigen, dass das "idiotensichere" Kabel von MSI mit seinem gelben Stecker sein Ziel verfehlt und auch keine wirkliche Lösung des zugrundeliegenden Problems der RTX 5090 ist.
Das bedeutet, dass die GPU nicht erkennen kann, wenn beispielsweise fünf der sechs Pins nicht richtig verbunden sind. Sie kann weder die Stromverteilung ausgleichen, noch sich selbst abschalten. Im schlimmsten Fall können theoretisch bis zu 500 Watt (41,6 Ampere) durch einen einzigen Pin fließen, der eigentlich nur für maximal 9,5 Ampere ausgelegt ist.
Was meint ihr zu diesem anhaltenden Problem mit den RTX 5090-Anschlüssen? Habt ihr selbst Erfahrungen mit überhitzten Steckern gemacht oder spezielle Vorsichtsmaßnahmen getroffen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Auch "idiotensichere" Stecker versagen
Die Liste der RTX 5090-Grafikkarten mit geschmolzenen 16-Pin-Anschlüssen wächst weiter. Bei den ersten berichteten Fällen im Februar wurde die Ursache noch auf die Verwendung von Drittanbieterkabeln geschoben. Doch mittlerweile ist klar, dass auch die Original-Kabel verschmoren. Besitzer der Flaggschiff-GPU basteln mittlerweile sogar schon eigene Adapter mit eingebauten Sicherungen, um ihre teure Grafikkarte vor Schäden zu schützen. Doch auch MSI hat seinen eigenen Stecker im Angebot, der die Probleme verhindern soll. Wie der neueste Nutzer-Bericht jetzt allerdings zeigt, schützt nicht einmal dieses "idiotensichere" Design.Um sicherzustellen, dass Nutzer die Stromstecker bis zum Anschlag in den Anschluss der Karte stecken, damit der Kontakt zwischen den Pins korrekt hergestellt wird, hat MSI extra einen zweifarbigen Stecker entwickelt. Ist der nicht komplett in der Buchse versenkt, ist ein auffälliger grell-gelber Teil des Steckers zu sehen, der Nutzer warnen soll. Doch jetzt ist auch bei dieser vermeintlich sicheren Lösung ein Anschluss verkohlt.
Schaden nach mehreren Monaten
Reddit-Nutzer VersauteGurke verwendete seinem Post auf Reddit zufolge eine MSI Gaming Trio RTX 5090, angeschlossen an ein Corsair HX1500i-Netzteil mit 1500 Watt Leistung. Anstelle des nativen 16-Pin-zu-16-Pin-Kabels verwendete er MSIs gelben Adapter, der vier 8-Pin-PCIe-Stromstecker auf einen 12V-2x6-Anschluss umwandelt. Doch nach etwa zwei Monaten Nutzung traten Probleme auf. So zeigte der Monitor plötzlich die Meldung "DisplayPort nicht verbunden" an, obwohl das System noch lief.Der Nutzer entdeckte dann bei der Fehlersuche den stark verkohlten Anschluss seines Grafikkarten-Stromkabels. Die Schäden waren so ausgeprägt, dass eine ganze Reihe der 12V-Anschlüsse schwarz verkohlt war. Glücklicherweise blieb die teure Grafikkarte selbst unbeschädigt. So wies der GPU-seitige Anschluss keine sichtbaren Schäden auf, was durch den einwandfreien Betrieb mit einem Ersatzkabel bestätigt wurde.
Etliche der Pins am Stecker sind schwarz verkohlt
VersauteGurke gibt in seinem Post keine genaue Auskunft darüber, ob der Stecker korrekt eingesteckt war. Daher lässt sich über die tatsächliche Ursache der Verbrennungen nur schwer etwas sagen. Doch selbst wenn es sich um einen Nutzerfehler handelt, würde das zeigen, dass das "idiotensichere" Kabel von MSI mit seinem gelben Stecker sein Ziel verfehlt und auch keine wirkliche Lösung des zugrundeliegenden Problems der RTX 5090 ist.
Die Ursache des Problems
Das eigentliche Problem liegt nämlich im elektrischen Design der RTX 40- und RTX 50-Serie von Nvidia. Denn während die RTX 30-Serie noch über drei Shunt-Widerstände verfügte, die es der GPU ermöglichten, den Stromfluss über die sechs 12V-Pins in drei separaten Gruppen zu überwachen, wurde diese Fähigkeit bei neueren Generationen entfernt. Die Stromversorgung aller sechs Pins wird nun über eine einzige Quelle konsolidiert.Das bedeutet, dass die GPU nicht erkennen kann, wenn beispielsweise fünf der sechs Pins nicht richtig verbunden sind. Sie kann weder die Stromverteilung ausgleichen, noch sich selbst abschalten. Im schlimmsten Fall können theoretisch bis zu 500 Watt (41,6 Ampere) durch einen einzigen Pin fließen, der eigentlich nur für maximal 9,5 Ampere ausgelegt ist.
Die eigene Grafikkarte schützen
Für Nutzer der leistungsstarken Grafikkarten gibt es einige Möglichkeiten, das Risiko zu minimieren. So sollte auf saubere Anschlüsse ohne Ablagerungen geachtet werden. Wie bereits erwähnt sollte zudem sichergestellt sein, dass der Stecker vollständig versenkt ist und eine ausreichende Kühlung der Grafikkarte besteht. Alternativ können Karten wie die Asus Astral-Familie eine Option sein, die Strommessungen pro Pin ermöglichen und so potenzielle Probleme frühzeitig erkennen können.Was meint ihr zu diesem anhaltenden Problem mit den RTX 5090-Anschlüssen? Habt ihr selbst Erfahrungen mit überhitzten Steckern gemacht oder spezielle Vorsichtsmaßnahmen getroffen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- MSIs 'idiotensichere' Stecker können Schmelzprobleme nicht verhindern
- Nutzer berichtet von verkohltem Anschluss trotz Spezialkabel von MSI
- Grundproblem liegt im elektrischen Design der RTX 40- und RTX 50-Serie
- Neue GPUs können die Stromverteilung über die sechs 12V-Pins nicht überwachen
- Bis zu 500 Watt könnten durch einen einzelnen Pin fließen
- Saubere Anschlüsse und vollständig eingesteckte Kabel verringern das Risiko
- Asus Astral-Karten können Strommessungen pro Pin durchführen
Siehe auch:
- RTX 5090: Prototyp geleakt - Leistungsaufnahme von bis zu 2.400 Watt!
- RTX 5000-Probleme: Seasonic plant Netzteil gegen schmelzende Stecker
- RTX 5060: Nvidia-Grafikkarte verursacht Blackscreens & Systemabstürze
- Geniale Lösung: RTX-Besitzer entwirft Adapter gegen schmelzende Kabel
- Grafikkarte im Mini-Format: Zotac zeigt beeindruckende RTX 5060 SSF
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