US Navy verliert nächste F/A-18 Super Hornet auf einem Flugzeugträger

Ein weiterer Kampfjet der Navy ist von der USS Harry S. Truman ins Rote Meer gestürzt. Nach einer fehlgeschlagenen Landung mussten sich die beiden Besatzungsmitglieder des mehr als 60 Millionen Dollar teuren F/A-18F Super Hornet per Schleudersitz retten.

Erneuter Kampfjet-Verlust im Roten Meer

Die US-Navy hat innerhalb von nur acht Tagen den zweiten Kampfjet von der USS Harry S. Truman verloren. Am Dienstag stürzte eine F/A-18F Super Hornet nach einer fehlgeschlagenen Landung ins Rote Meer. Beide Besatzungsmitglieder konnten sich per Schleudersitz retten und wurden mit leichten Verletzungen von einem Rettungshubschrauber geborgen. Der gut 60 Millionen Dollar teure Kampfjet ging jedoch verloren und versank im Meer.

Nach ersten Untersuchungen versagte bei der Landung das Fangseil-System, das die Maschinen beim Aufsetzen auf dem Flugdeck abbremst. Der Jet konnte nicht rechtzeitig stoppen, beschleunigte in Richtung Bugspitze und stürzte schließlich ins Wasser.

US Navy zeigt den Flugzeugträger USS Harry S. Truman im Einsatz

Vierter Vorfall seit Einsatzbeginn

Wie CNN und die Washington Post berichten, ist das der bereits vierte schwerwiegende Zwischenfall im Zusammenhang mit der USS Harry S. Truman seit Beginn des Einsatzes des Flugzeugträgers im September letzten Jahres. Erst vor einer Woche ging eine F/A-18E Super Hornet verloren, als sie während eines Manövers des Schiffes über Bord ging.

Im Dezember 2024 wurde ein weiterer von der Truman gestarteter F/A-18-Jet versehentlich von einem anderen US-Kriegsschiff, der USS Gettysburg, abgeschossen. Dieser Vorfall löste Bedenken hinsichtlich der Kommunikation zwischen den Kriegsschiffen und Kampfjets in der Region aus. Im Februar 2025 kollidierte die Truman dann im Mittelmeer mit einem Handelsschiff, was zur Entlassung ihres Kommandanten führte.

Die USS Harry S. Truman ist seit Monaten an vorderster Front im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen stationiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Einsatzzeit des Trägers seit seiner Abfahrt aus Virginia im September 2024 bereits zweimal verlängert, zuletzt in der vergangenen Woche.

Laut CNN kam es am selben Tag, an dem der Jet abstürzte, zu einem weiteren Zwischenfall: Die Huthi-Rebellen sollen trotz der von Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe einen Angriff auf die Truman versucht haben. Ob die beiden Vorfälle zusammenhängen, ist bislang unklar.

Zusammenfassung
  • F/A-18F Super Hornet stürzt nach Landungsfehlschlag ins Rote Meer
  • Besatzung rettet sich per Schleudersitz, Jet im Wert von 60 Mio. $ verloren
  • Vierter schwerer Zwischenfall der USS Harry S. Truman seit September 2024
  • Zweiter F/A-18-Verlust innerhalb von acht Tagen vom selben Träger
  • Einsatzzeit des Trägers wurde bereits zweimal verlängert
  • Am selben Tag versuchter Angriff der Huthi-Rebellen auf die USS Truman
  • Möglicher Zusammenhang zwischen Jet-Absturz und Rebellenangriff unklar

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