Trump vermutet "Hexenjagd" und meint, dass Signal "defekt" sei

Nach dem Messenger-Leak von Militärplänen über Signal sucht das Weiße Haus nach Erklärungen. US-Präsident Donald Trump spricht von einer "Hexenjagd" und äußert Zweifel an der Sicherheit der App. Die Sache könnte dennoch juristische Folgen haben.
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"Signalgate": Trump zweifelt an Messenger-Sicherheit

Der Skandal um versehentlich geleakte Militärpläne in einer Signal-Gruppe zieht weitere Kreise. US-Präsident Donald Trump äußerte nun laut AP öffentlich Zweifel an der Sicherheit des Messengers: "Ich weiß nicht, ob Signal funktioniert. Ich denke, Signal könnte defekt sein", erklärte der 78-Jährige. Die Aussage folgt auf die Enthüllung, dass hochrangige Regierungsmitarbeiter sensible Details zu Militärschlägen gegen die Huthis in einer Signal-Gruppe diskutierten.

Bundesrichter James Boasberg reagierte prompt und verfügte am Donnerstag, dass alle Signal-Nachrichten aus dem Zeitraum vom 11. bis 15. März gesichert werden müssen. Die betroffenen Behörden müssen bis Montag in einem Statusbericht darlegen, welche Schritte sie zur Sicherung der Kommunikation unternommen haben.

Laut der Nachrichtenagentur steht besonders Trumps nationaler Sicherheitsberater Mike Waltz im Zentrum der Affäre. Er hatte versehentlich den Chefredakteur des Atlantic, Jeffrey Goldberg, in die Gruppe "Houthi PC Small Group" aufgenommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte dort detaillierte Zeitpläne für Militärschläge gegen Huthi-Stellungen im Jemen geteilt.

Sicherheitsexperten weisen Trumps Zweifel an der Signal-Technik indes zurück. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers gilt als sicher, zudem speichert Signal selbst kaum Nutzerdaten. Anders als kommerzielle Messenger wird Signal von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben und verzichtet weitgehend auf Datensammlung.

Weiter Sicherheitslücken

Parallel zum Signal-Skandal deckte das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel auf, dass persönliche Kontaktdaten mehrerer Regierungsmitglieder, darunter E-Mail-Adressen und Telefonnummern, öffentlich im Internet auffindbar waren. Dies wirft zusätzliche Fragen zur digitalen Sicherheitspraxis der Administration auf.

Wie bewertet ihr die aktuelle Debatte um Signal? Liegt das Problem eher bei der Technik oder beim Umgang damit? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns.

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Zusammenfassung
  • Trump zweifelt an der Sicherheit von Signal nach Leak von Militärplänen
  • Bundesrichter ordnet Sicherung aller Signal-Nachrichten vom 11. bis 15. März an
  • Versehentliche Aufnahme eines Journalisten in geheime Signal-Gruppe
  • Experten weisen Trumps Zweifel an Signal-Technologie zurück
  • Kontaktdaten von Regierungsmitgliedern waren öffentlich im Internet auffindbar
  • Debatte über digitale Sicherheitspraxis der US-Regierung entfacht
  • Fragen zum Umgang mit verschlüsselter Kommunikation in der Politik

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