Signal-Affäre: Pentagon warnt, dass App im Visier russischer Hacker ist

Geheime Militärpläne, ein versehentlich eingeladener Journalist und russische Hacker - im US-Verteidigungsministerium sorgt ein fataler Signal-Fehler für Aufruhr. Die US-Militärs warnen vor dem Messenger - nicht zum ersten Mal wohlgemerkt.
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Sicherheitspanne im US-Verteidigungsministerium

Eine schwerwiegende Sicherheitspanne hat die US-Regierung in Erklärungsnot gebracht: Hochrangige Regierungsvertreter nutzten den Messenger-Dienst Signal für vertrauliche Gespräche über Militäroperationen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Dabei fügten sie versehentlich Jeffrey Goldberg, Chefredakteur des Magazins The Atlantic, zur Gruppe hinzu.

Das Pentagon reagierte mit einer dringenden Warnung an alle Mitarbeiter. In der internen Mitteilung heißt es: "Eine Schwachstelle wurde in der Signal-Messenger-Anwendung identifiziert. Russische professionelle Hacker-Gruppen nutzen die 'Linked Devices'-Funktion, um verschlüsselte Gespräche auszuspähen." Google habe bereits entsprechende Aktivitäten russischer Hacker identifiziert, die Signal gezielt für die Überwachung bestimmter Personen einsetzen.

Wie NPR berichtet, warnte das Pentagon seine Mitarbeiter bereits vor der Affäre explizit davor, die App selbst für nicht geheime Informationen zu verwenden. Signal selbst betont, dass nicht die Plattform selbst unsicher sei, sondern "nur" ein Phishing-Szenario.

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Signal-Sprecher Jun Harada erklärte: "Nachdem wir erfahren haben, dass Signal-Nutzer ins Visier genommen wurden, haben wir zusätzliche Schutzmaßnahmen und In-App-Warnungen eingeführt, um Menschen davor zu schützen, Opfer von Phishing-Angriffen zu werden. Diese Arbeit wurde vor Monaten abgeschlossen."

Vorschriften missachtet

Besonders brisant ist, dass das nicht das erste Mal ist, dass es eine Warnung vor Signal gegeben hat: Bereits 2023 untersagte das Verteidigungsministerium die Nutzung mobiler Apps für "kontrollierte, nicht klassifizierte Informationen". Die jetzt in der Signal-Gruppe geteilten militärischen Planungen waren deutlich sensibler.

Das Weiße Haus versucht, den Vorfall herunterzuspielen. Pressesprecherin Karoline Leavitt beteuerte, dass keine Kriegspläne oder klassifizierten Materialien in der Gruppe diskutiert wurden. Eine Untersuchung zur versehentlichen Aufnahme des Journalisten läuft noch. Goldberg selbst erklärte gegenüber CNN, er habe bestimmte Informationen aus der Gruppe nicht veröffentlicht, da sie "zu vertraulich" und "zu technisch" seien und US-Soldaten gefährden könnten.

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Zusammenfassung
  • US-Regierungsvertreter nutzten Signal für vertrauliche Militärgespräche
  • Journalist versehentlich zu geheimer Signal-Gruppe hinzugefügt
  • Pentagon warnt vor russischen Hackern, die Signal-Schwachstelle ausnutzen
  • Google identifizierte gezielte Überwachungsaktivitäten russischer Hacker
  • Weißes Haus: Keine Kriegspläne oder klassifizierten Infos in Gruppe geteilt
  • Bereits 2023 warnte das Pentagon vor Nutzung mobiler Apps für sensible Daten

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