75 Prozent der US-Wissenschaftler erwägen, ihr Land zu verlassen
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 75 Prozent der US-Wissenschaftler es sich vorstellen können, das Land zu verlassen. Die massiven Kürzungen der Trump-Regierung bei Forschungsgeldern und das politische Klima treiben viele nach Europa und Kanada.
Die Finanzierungskürzungen betreffen zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen. Besonders hart getroffen wurden die National Institutes of Health (NIH), wo alle Zuschüsse für Projekte zu Gleichstellungsfragen sowie HIV-Forschung gestrichen wurden. Auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) musste Entlassungen hinnehmen. Es gibt kaum eine wissenschaftliche Einrichtung, die ungeschoren davonkommt.
Die französische Aix-Marseille-Universität hat bereits auf die Situation reagiert und eine Initiative gestartet, um US-Wissenschaftlern eine neue Heimat zu bieten. Laut Nature haben nach nur wenigen Tagen mehrere Dutzend Forscher von renommierten Institutionen wie Stanford, Yale, NASA und den NIH ihr Interesse bekundet.
Die Maßnahmen der Trump-Regierung erfolgen im Rahmen einer umfassenden Kostensenkungsinitiative unter der Leitung von Elon Musk und dem Department of Government Efficiency. Zehntausende Bundesangestellte, darunter viele Wissenschaftler, wurden bereits entlassen - vorzugsweise in Fachgebieten, die Trump und Co. ideologisch nicht passen, darunter Gleichstellung, Klimawandel, Entwicklungshilfe und Ähnliches.
Die ehemalige Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius äußerte sich gegenüber The Hill besorgt über die jüngsten Kürzungen: "Ich mache mir in vielerlei Hinsicht Sorgen. Die Art der Kürzungen, die gerade angekündigt wurden, sind verheerend und werden die Wissenschaft und die Forschung zurückwerfen."
Eine Doktorandin, die in der Pflanzengenomik und Landwirtschaft arbeitet, verlor ihre Forschungsunterstützung, als die Trump-Administration die Finanzierung für die US-Agentur für internationale Entwicklung einstellte. "Dies ist meine Heimat - ich liebe mein Land wirklich", sagte sie. "Aber viele meiner Mentoren haben mir geraten, jetzt zu gehen."
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Könnte Europa von diesem "Brain-Drain" profitieren, oder schadet die Abwanderung von Wissenschaftlern der globalen Forschungsgemeinschaft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Exodus der Forscher aus den USA droht
Drei Viertel aller US-Wissenschaftler ziehen dieser Tage einen Umzug ins Ausland in Betracht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, an der mehr als 1.650 Forscher teilgenommen haben. Der Hauptgrund: Die drastischen Kürzungen von Forschungsgeldern durch die Trump-Regierung. Besonders betroffen sind Nachwuchswissenschaftler - von 690 befragten Postdoktoranden erwägen 548 (79,4 Prozent) einen Weggang, bei den Doktoranden sind es immer noch 255 von 340, also 75 Prozent.Die Finanzierungskürzungen betreffen zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen. Besonders hart getroffen wurden die National Institutes of Health (NIH), wo alle Zuschüsse für Projekte zu Gleichstellungsfragen sowie HIV-Forschung gestrichen wurden. Auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) musste Entlassungen hinnehmen. Es gibt kaum eine wissenschaftliche Einrichtung, die ungeschoren davonkommt.
Europa und Kanada als bevorzugte Ziele
Wie das Fachmagazin Nature in seiner Umfrage berichtet, stehen Europa und Kanada ganz oben auf der Liste der bevorzugten Zielregionen. Viele Wissenschaftler suchen nach Ländern, in denen sie bereits Kooperationspartner, Freunde oder Familienangehörige haben. Doch viele sind nicht wählerisch: "Überall, wo Wissenschaft unterstützt wird", schrieb ein Befragter als Antwort auf die Frage nach seinem Wunschziel.Die französische Aix-Marseille-Universität hat bereits auf die Situation reagiert und eine Initiative gestartet, um US-Wissenschaftlern eine neue Heimat zu bieten. Laut Nature haben nach nur wenigen Tagen mehrere Dutzend Forscher von renommierten Institutionen wie Stanford, Yale, NASA und den NIH ihr Interesse bekundet.
"Einmalige Chance"
Ein befragter Arzt und Wissenschaftler einer großen US-Universität berichtete, dass viele ausländische Hochschulen die aktuelle Situation als "einmalige Gelegenheit" betrachten. "Ich denke, es hat sich von 'Können wir ein paar Leute rekrutieren?' zu 'Wie viele Leute können wir tatsächlich aufnehmen?' entwickelt - denn die Nachfrage ist da", erklärte er gegenüber Nature.Die Maßnahmen der Trump-Regierung erfolgen im Rahmen einer umfassenden Kostensenkungsinitiative unter der Leitung von Elon Musk und dem Department of Government Efficiency. Zehntausende Bundesangestellte, darunter viele Wissenschaftler, wurden bereits entlassen - vorzugsweise in Fachgebieten, die Trump und Co. ideologisch nicht passen, darunter Gleichstellung, Klimawandel, Entwicklungshilfe und Ähnliches.
Die ehemalige Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius äußerte sich gegenüber The Hill besorgt über die jüngsten Kürzungen: "Ich mache mir in vielerlei Hinsicht Sorgen. Die Art der Kürzungen, die gerade angekündigt wurden, sind verheerend und werden die Wissenschaft und die Forschung zurückwerfen."
Wissenschaftler im Zwiespalt
Viele der Befragten befinden sich in einem Dilemma: "Ich bin Fakultätsmitglied und möchte so lange wie möglich bleiben, um mein Labor und meine Studenten zu unterstützen, aber wenn die NIH-Mittel drastisch gekürzt werden, haben wir vielleicht keine andere Wahl, als die USA zu verlassen", schrieb ein Teilnehmer.Eine Doktorandin, die in der Pflanzengenomik und Landwirtschaft arbeitet, verlor ihre Forschungsunterstützung, als die Trump-Administration die Finanzierung für die US-Agentur für internationale Entwicklung einstellte. "Dies ist meine Heimat - ich liebe mein Land wirklich", sagte sie. "Aber viele meiner Mentoren haben mir geraten, jetzt zu gehen."
Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Könnte Europa von diesem "Brain-Drain" profitieren, oder schadet die Abwanderung von Wissenschaftlern der globalen Forschungsgemeinschaft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- 75 Prozent der US-Wissenschaftler erwägen Weggang ins Ausland
- Drastische Kürzungen der Forschungsgelder durch Trump-Regierung
- Nachwuchswissenschaftler besonders stark von Kürzungen betroffen
- Europa und Kanada sind bevorzugte Zielregionen für Auswanderer
- Französische Universität startet Initiative zur Aufnahme von Forschern
- Ausländische Hochschulen sehen Situation als 'einmalige Gelegenheit'
- Viele Wissenschaftler befinden sich in einem moralischen Dilemma
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