Hackerangriff auf Spar:
Schweizer Supermärkte im Notfallmodus

Seit Ende letzter Woche ist der Schweizer Supermarktbetreiber Spar von einer massiven Cyberattacke betroffen. Die Kunden der Spar-Gruppe konnten in vielen Geschäften nicht mehr mit EC-Karten bezahlen. Außerdem fiel das Warenwirtschaftssystem aus.
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Wochenendeinkauf war nur noch mit Bargeld möglich

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag letzter Woche ist die Schweizer Spar-Gruppe Opfer eines Angriffs durch Cyber-Kriminelle geworden. Das Unternehmen teilte über seine Social-Media-Kanäle mit, dass die Kunden vielerorts nicht mehr per Kartenzahlung einkaufen konnten.

Mittlerweile hat man laut Schweizer Medienberichten in vielen Supermärkten der Kette die Kartenzahlung wieder ermöglicht, indem als Ersatz für die normalen Karten-Terminals mobile Geräte des Dienstleisters SumUp zum Einsatz kommen. Zunächst konnten die Kunden nur noch mit Bargeld oder über das Zahlungssystem TWINT ihre Einkäufe bezahlen.

Produkte in den Regalen könnten knapp werden

Noch sind die Probleme für die Spar-Gruppe wohl nicht überwunden. Das Unternehmen ließ gegenüber der Presseagentur Keystone-SDA verlauten, dass auch das Warenwirtschaftssystem von Spar nicht mehr nutzbar ist. Bestellungen und Wareneingänge konnten demnach nicht ausgelöst bzw. verbucht werden.

Deshalb sei es möglich, dass verschiedenen Produkte in den Supermärkten von Spar derzeit nicht mehr verfügbar sein könnten. Das Unternehmen habe umgehend Hilfe von Sicherheitsexperten angefragt, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Spar hat außerdem Anzeige erstattet und die zuständigen Behörden informiert, hieß es weiter.

Die Spar-Gruppe betreibt in der Schweiz insgesamt 143 sogenannte "Nachbarschaftsmärkte", 97 Express-Convenience-Märkte, 10 Minimärkte und 11 Großmärkte unter der Marke TopCC. Nach Angaben des Unternehmens waren auch die Großmärkte von dem Ausfall der Kartenzahlung und den Problemen mit dem Warenwirtschaftssystem betroffen. Einzig die unter der Marke Spar betriebenen Shops an Tankstellen hatten keine Probleme.

Bisher ist unklar, wer hinter dem Angriff auf die Spar-Gruppe in der Schweiz steckt.

Zusammenfassung
  • Schweizer Spar-Gruppe seit Ende letzter Woche von Cyber-Attacke betroffen
  • Kartenzahlung und Warenwirtschaftssystem in vielen Geschäften ausgefallen
  • Mobile Geräte von SumUp als Ersatz für normale Karten-Terminals im Einsatz
  • Bestellungen und Wareneingänge konnten nicht ausgelöst oder verbucht werden
  • Sicherheitsexperten angefordert und Anzeige bei zuständigen Behörden erstattet
  • 143 Nachbarschaftsmärkte, 97 Express-Convenience-Märkte und weitere betroffen
  • Urheber des Angriffs auf die Schweizer Spar-Gruppe bisher unbekannt

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