Weil ihn keiner will: Dr Disrespect geht auf rechte Streaming-Plattform

Dr Disrespect wechselt zur Streaming-Plattform Rumble. Der kontroverse Streamer soll exklusive Inhalte liefern und die Gaming-Sparte des Unternehmens leiten. Der Schritt folgt auf Probleme mit YouTube und Twitch. Dort ist er allerdings in dubioser Gesellschaft.
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Dr. Disrespect

Neues Zuhause für Dr Disrespect

Der bekannte Streamer Guy "Dr Disrespect" Beahm hat einen neuen Vertrag mit der Streaming-Plattform Rumble unterzeichnet. Laut einer Pressemitteilung wird Beahm nicht nur exklusive Inhalte für Rumble Premium produzieren, sondern auch als Berater fungieren und den Aufbau der Rumble Gaming Community leiten.

Der Wechsel zu Rumble kommt für viele Beobachter überraschend, nachdem Beahm zuvor hauptsächlich auf den großen Plattformen Twitch und YouTube aktiv war. Allerdings hatte der Streamer in jüngster Vergangenheit mit einigen Rückschlägen und Skandalen zu kämpfen. So wurde er 2020 von Twitch verbannt und verlor kürzlich auch die Monetarisierung seines YouTube-Kanals.

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Auf Rumble soll ihm nun ein Comeback gelingen, von dem beide profitieren sollen: "Dr Disrespect wird unserem Gaming-Bereich einen dringend benötigten Schub geben", sagte dazu Rumble-CEO Chris Pavlovski. Dr Disrespect selbst teilte auf X mit, dass er in Rumble eine Plattform sieht, die mit seinen Werten übereinstimmt und keine "Cancel Culture" betreibt.

Kontroverse Vorgeschichte

Der Wechsel zu Rumble erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Kontroversen um Dr Disrespect. Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass der Grund für seinen Twitch-Bann unangemessene Gespräche mit einer Minderjährigen gewesen waren. Beahm räumte zwar ein "unangemessenes" Verhalten ein, bestritt aber jegliche illegale Handlungen.

Diese Vorwürfe hatten weitreichende Konsequenzen für den Streamer: Er verlor seine Twitch-Partnerschaft, seine YouTube-Monetarisierung wurde entzogen, Sponsorenverträge wurden beendet und das von ihm mitgegründete Spielestudio trennte sich von ihm.

Rumble als neue Heimat

Rumble, gegründet 2013 von Chris Pavlovski, hat sich in den letzten Jahren als Alternative zu etablierten Plattformen positioniert. Das Unternehmen wirbt damit, eine neutrale Plattform zu sein, die sich gegen Zensur und für Meinungsfreiheit einsetzt. Kritiker sehen in Rumble jedoch vor allem eine Plattform für rechtsgerichtete Inhalte und Verschwörungstheorien. Zu Beahms neuen "Kollegen" gehören Rechtsausleger wie Tucker Carlson und Steve Bannon, aber auch offene Rassisten und Antisemiten wie Nick Fuentes.

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Schritt auf die Karriere von Dr Disrespect und die Entwicklung von Rumble auswirken wird. Sein erster Stream auf der neuen Plattform ist für den 2. Dezember 2024 geplant.

Zusammenfassung
  • Dr Disrespect unterzeichnet Vertrag mit Streaming-Plattform Rumble
  • Streamer produziert exklusive Inhalte und leitet Gaming-Community
  • Wechsel folgt auf Probleme mit YouTube und Twitch-Verbannung
  • Rumble positioniert sich als Alternative zu etablierten Plattformen
  • Kritiker sehen Rumble als Plattform für rechtsgerichtete Inhalte

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