Dr Disrespect blamiert sich mit gefälschter Event-Einladung

Der Streamer Dr Disrespect sorgte mit einem gefälschten Ausweis für ein Event zum Start des Shooters Highguard für Aufruhr. Ent­wick­ler Wildlight dementierte eine Einladung, während der In­flu­en­cer die Aktion nun als Scherz abtut.
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Dr. Disrespect

Wirbel um gefälschten Event-Ausweis

Der umstrittene Streamer Guy Beahm, besser bekannt unter seinem Pseudonym Dr Disrespect, hat sich zum Start des neuen Shooters Highguard ordentlich blamiert. Am 24. Januar veröffentlichte Beahm auf der Plattform X ein Foto, das angeblich einen Presseausweis für ein exklusives Vorschau-Event des Entwicklers Wildlight Entertainment in Los Angeles zeigte.

Das Bild suggerierte, dass Beahm vor Ort war, um den Titel vorab zu testen. Er kommentierte das Bild mit der Aussage, er habe "den Lambo nach LA genommen". Das Posting löste umgehend heftige Reaktionen aus, da viele Nutzer in sozialen Netzwerken den Entwickler dafür kritisierten, mit einer Person zu kooperieren, die in der Vergangenheit in schwerwiegende Kontroversen verwickelt war.

Schnell kamen Zweifel an der Echtheit des Bildes auf. Anwesende Content Creator und Journalisten berichteten, Beahm auf der Veranstaltung nicht gesehen zu haben. Um den aufkeimenden Boykottaufrufen einiger Spieler entgegenzuwirken, meldete sich Chin Pua, der Creator Manager für Highguard bei Wildlight Entertainment, zu Wort. Er stellte klar, dass der Streamer weder zu vergangenen noch zu gegenwärtigen Events eingeladen wurde und es sich bei dem gezeigten Ausweis um eine Fälschung handelte.

Während seines Livestreams zum Launch des Spiels ruderte Beahm laut Kotaku dann zurück und bezeichnete das Posting als bloßen Scherz. Er meinte, er habe nie explizit behauptet, das Spiel vor Ort gespielt zu haben. Kritiker warfen ihm jedoch schnell vor, er habe die Reaktion bewusst provoziert, um im Gespräch zu bleiben.


Beahm ist für diverse Kontroversen und Skandale bekannt, allen voran für seinen Twitch-Ausschluss vom Juni 2020. Damals wurde er permanent von der Streaming-Plattform ausgeschlossen. Hintergrund waren Nachrichten an eine Minderjährige im Jahr 2017, die er selbst später als unangemessen, aber nicht illegal bezeichnete.

Ein weiterer Aspekt, der die Situation für Wildlight Entertainment brisant machte, ist Beahms Vergangenheit als Entwickler. Er war Mitbegründer des Studios Midnight Society, das an dem Shooter Deadrop arbeitet. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe bezüglich der Nachrichten an eine Minderjährige im Jahr 2024 trennte sich das Studio jedoch umgehend von ihm. Dass Beahm nun versuchte, sich künstlich mit einem neuen, prestigeträchtigen Shooter-Projekt in Verbindung zu bringen, wirkte auf viele Beobachter wie ein verzweifelter Versuch, in der Industrie wieder Fuß zu fassen.

Beahm bezeichnete die Spieleindustrie als Reaktion auf die Empörung als "hirntot", da man seinen offensichtlichen Witz für bare Münze genommen habe. Der Streamer ist mittlerweile exklusiv auf YouTube und Rumble aktiv, nachdem seine Monetarisierungsmöglichkeiten zeitweise eingeschränkt waren.

Wie bewertet ihr das Verhalten des Streamers und die schnelle Reaktion der Entwickler? Findet ihr solche PR-Stunts legitim oder schaden sie der Glaubwürdigkeit der Branche? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Dr Disrespect veröffentlichte gefälschten Presseausweis für Highguard-Event
  • Wildlight Entertainment dementierte jegliche Einladung des Streamers
  • Beahm bezeichnete die Aktion später als Scherz in seinem Livestream
  • Der umstrittene Streamer war 2020 wegen Nachrichten an eine Minderjährige
  • Sein früheres Studio Midnight Society trennte sich 2024 von ihm
  • Die Fälschung löste Kritik und Boykottaufrufe unter Spielern aus
  • Beahm bezeichnete die Spieleindustrie als 'hirntot' nach den Reaktionen

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