Sex-Chats mit Minderjähriger:
Dr Disrespect gibt Vorwürfe teilweise zu

Dr Disrespect war und ist eine Streaming-Szenegröße, wurde vor Jahren aber von Twitch gebannt. Bisher war nicht bekannt, warum, doch seit Kurzem ist klar: Es ging dabei um sexuelle Nachrichten an eine Minderjährige. Der Streamer hat bisher alles bestritten - bis jetzt.
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Dr. Disrespect

Sexting mit einer Minderjährigen

Herschel "Guy" Beahm, wie Dr Disrespect im bürgerlichen Namen heißt, hat alle kürzlich aufgetauchten Vorwürfe kategorisch bestritten. Konkret wurde vor einigen Tagen bekannt, warum Beahm von Twitch gefeuert und gebannt wurde, obwohl er kurz zuvor einen millionenschweren Zwei-Jahres-Exklusivvertrag mit der Spiele-Streaming-Plattform unterschrieben hat.

Beahm soll über eine mittlerweile eingestellte Chat-Funktion namens Whisper sexuelle Nachrichten an eine Minderjährige geschickt haben, außerdem hieß es, dass er versucht hat, sie auch persönlich zu treffen. Diese Vorwürfe hat Beahm bisher kategorisch bestritten - auch wenn man seine bisherigen Statements durchaus so lesen konnte, dass er sich nicht auf den Inhalt der Vorwürfe bezieht, sondern in erster Linie deren Aufarbeitung bzw. Konsequenzen.

Denn Beahms erste Statements lauteten: "Es wurde kein Fehlverhalten eingeräumt, und sie zahlten den gesamten Vertrag aus" sowie "Ich habe nichts Falsches getan, das wurde alles untersucht und geklärt, es wurde nichts Illegales oder Fehlverhalten festgestellt, und ich wurde bezahlt."

Gab es Nachrichten? Ja

Nun aber hat sich Beahm noch einmal dazu geäußert und gab auch Fehlverhalten zu. In einem "schnellen", aber dennoch langen Beitrag auf Twitter/X spricht er die Vorwürfe an und ist auch in so mancher Hinsicht konfrontativ, aber auch widersprüchlich: "Lass uns mit dem verdammten Scheiß aufhören, ihr wisst, dass ich keinen Filter habe", schreibt Beahm zu Beginn. "Ich war immer ehrlich und offen zu euch, wenn ich etwas offen sagen konnte, und ich bin immer bereit, Verantwortung zu übernehmen ... deshalb bin ich jetzt hier."


Er entschuldigt sich zunächst bei Fans und auch den Mitarbeitern des von ihm mitgegründeten Spielestudios Midnight Society und sagt, dass er sich in den vergangenen Jahren aus vertraglichen Gründen nicht dazu äußern durfte. Da die Katze nun aus dem Sack sei, wolle Beahm aber seine Sicht der Dinge darlegen.

Beahm: "Gab es 2017 mit einer minderjährigen Person 'Twitch Whisper'-Nachrichten? Die Antwort lautet ja. Gab es echte Absichten hinter diesen Nachrichten, lautet die Antwort absolut nein. Es handelte sich um beiläufige, gegenseitige Gespräche, die manchmal zu sehr in Richtung Unangemessenheit gingen, aber das war auch schon alles. Es ist nichts Illegales passiert, es wurden keine Bilder geteilt, keine Verbrechen begangen, ich habe die Person nie getroffen."

"Es war dumm"

Er stellt weiter klar, dass die Angelegenheit in einem langwierigen zivilrechtlichen Schlichtungsverfahren mit Twitch per Vergleich beigelegt wurde, es aber nie strafrechtliche Vorwürfe und Anklagen gab. Beahm weiter: "Nun, aus moralischer Sicht übernehme ich die volle Verantwortung. Ich hätte diese Gespräche von Anfang an nicht führen dürfen. Das ist meine Schuld. Das ist meine Schuld als Erwachsener, Ehemann und Vater. Das hätte nie passieren dürfen. Ich verstehe das. Ich bin nicht perfekt und stehe zu meiner Scheiße. Das war dumm."

Doch Dr Disrespect schießt auch zurück und meint, dass Social Media destruktiv sei und er deshalb betonen muss: "Ich bin kein verdammter Pädophiler oder Triebtäter. Machst ihr Witze? Jeder, der mich wirklich kennt, weiß verdammt noch mal, wo ich bei diesen Dingen mit diesen Typen stehe." Dem folgt ein Rant, indem Beahm auf Konfrontationskurs mit Kritikern geht.

"Wenn euch diese ganze Aussage nicht gefällt und ihr mich für einen Scheißkerl haltet, ist das in Ordnung. Aber ich werde verdammt noch mal nirgendwo hingehen. Ich bin nicht mehr derselbe Typ, der vor all den Jahren diesen Fehler gemacht hat. Ich mache, wie im Stream erwähnt, einen ausgedehnten Urlaub mit meiner Familie und komme mit einer großen Last von meinen Schultern zurück."

Zusammenfassung
  • Dr Disrespect wurde vor vier Jahren von Twitch ohne Vorwarnung gebannt
  • Der Grund für den Bann waren sexuelle Nachrichten an eine Minderjährige
  • Beahm bestritt die Vorwürfe zunächst kategorisch und gab kein Fehlverhalten zu
  • In einem aktuellen Statement auf Twitter/X räumt Beahm Fehlverhalten ein
  • Beahm entschuldigt sich bei Fans und Mitarbeitern seines Spielestudios
  • Es gab keine strafrechtlichen Vorwürfe oder Anklagen gegen Beahm
  • Beahm übernimmt moralische Verantwortung und betont, dass nichts Illegales geschah

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