Streik bei Microsoft: Bethesda-Mitarbeiter machen jetzt Druck
Die Arbeit an Spiele-Titeln wie Fallout 76 und Elder Scrolls ruhte gestern zum Teil. Denn viele Beschäftigte des zu Microsoft gehörenden Bethesda-Studios ZeniMax verließen ihre Arbeitsplätze und traten in einen eintägigen Streik.
Die Gewerkschaft erklärte, dass Microsoft in den bisherigen Verhandlungen Fortschritte gemacht habe, dennoch seien viele Forderungen unbeantwortet geblieben, was nun zum eintägigen Streik führte. Bereits im Oktober hatte die Gewerkschaft wegen unfairer Arbeitsbedingungen eine Beschwerde gegen ZeniMax eingereicht.
Seitens des Redmonder Konzerns versucht man die Wogen zu glätten und die Auseinandersetzung nicht eskalieren zu lassen. Microsoft-Sprecherin Becca Dougherty erklärte laut des US-Magazins Inverse: "Wir respektieren das Recht unserer Angestellten, ihre Meinung zu äußern, wie sie es heute tun. Wir werden weiterhin zuhören und ihre Anliegen am Verhandlungstisch berücksichtigen."
Die Angestellten der Gewerkschaft setzen sich für eine stärkere Begrenzung der Auslagerung von Arbeiten in der Qualitätssicherung zu externen Auftragnehmern ein. Dadurch sollen mehr Stellen intern und langfristig gesichert bleiben. Aktuell müssen die Angestellten auch mindestens zweimal pro Woche ins Büro kommen. Hier wünschen sich die Mitarbeiter mehr Flexibilität. Viele Anträge auf flexiblere Homeoffice-Regelungen wurden laut der Gewerkschaft aber bislang abgelehnt.
Für die Angestellten geht es bei den Homeoffice-Regelungen nicht einfach nur um etwas mehr Bequemlichkeit - vielmehr steht für so manchen Mitarbeiter viel auf dem Spiel, da sich die Lebenssituationen in den letzten Jahren an die Möglichkeit der Heimarbeit angepasst haben. Sollte Microsoft die Pflicht-Präsenztage im Büro weiter ausweiten, wären viele gezwungen, umzuziehen oder sich einen neuen Job zu suchen.
Siehe auch:
Es geht um Outsourcing und Homeoffice
Hunderte Mitarbeiter in Maryland und Texas folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA), um auf ungelöste Konflikte bei flexibleren Homeoffice-Regelungen und die zunehmende Auslagerung von Qualitätssicherungsarbeiten (QA) hinzuweisen.Die Gewerkschaft erklärte, dass Microsoft in den bisherigen Verhandlungen Fortschritte gemacht habe, dennoch seien viele Forderungen unbeantwortet geblieben, was nun zum eintägigen Streik führte. Bereits im Oktober hatte die Gewerkschaft wegen unfairer Arbeitsbedingungen eine Beschwerde gegen ZeniMax eingereicht.
Seitens des Redmonder Konzerns versucht man die Wogen zu glätten und die Auseinandersetzung nicht eskalieren zu lassen. Microsoft-Sprecherin Becca Dougherty erklärte laut des US-Magazins Inverse: "Wir respektieren das Recht unserer Angestellten, ihre Meinung zu äußern, wie sie es heute tun. Wir werden weiterhin zuhören und ihre Anliegen am Verhandlungstisch berücksichtigen."
Die Angestellten der Gewerkschaft setzen sich für eine stärkere Begrenzung der Auslagerung von Arbeiten in der Qualitätssicherung zu externen Auftragnehmern ein. Dadurch sollen mehr Stellen intern und langfristig gesichert bleiben. Aktuell müssen die Angestellten auch mindestens zweimal pro Woche ins Büro kommen. Hier wünschen sich die Mitarbeiter mehr Flexibilität. Viele Anträge auf flexiblere Homeoffice-Regelungen wurden laut der Gewerkschaft aber bislang abgelehnt.
Es geht um viel
Die Gewerkschaft betont, dass die Firma ihre Vorschläge für mehr Flexibilität im Homeoffice bisher sogar konsequent ignoriert habe. "Sie legen uns immer wieder nur ihren ersten Vorschlag vor, und es ist offensichtlich, dass bisherige Bemühungen nicht gefruchtet haben", wird Rhyanna Eichner zitiert, die als Teamleiterin in der QA-Abteilung arbeitet.Für die Angestellten geht es bei den Homeoffice-Regelungen nicht einfach nur um etwas mehr Bequemlichkeit - vielmehr steht für so manchen Mitarbeiter viel auf dem Spiel, da sich die Lebenssituationen in den letzten Jahren an die Möglichkeit der Heimarbeit angepasst haben. Sollte Microsoft die Pflicht-Präsenztage im Büro weiter ausweiten, wären viele gezwungen, umzuziehen oder sich einen neuen Job zu suchen.
Zusammenfassung
- Eintägiger Streik bei Bethesda-Studios ZeniMax wegen Arbeitskonflikten
- Hunderte Mitarbeiter in Maryland und Texas beteiligen sich am Streik
- Forderungen: Flexiblere Homeoffice-Regelungen und weniger QA-Auslagerung
- Microsoft zeigt sich gesprächsbereit, ignoriert aber bisherige Vorschläge
- Gewerkschaft CWA reichte im Oktober Beschwerde gegen ZeniMax ein
- Mitarbeiter fürchten Jobverlust bei Ausweitung der Büropräsenzpflicht
- Verhandlungen zwischen Microsoft und Gewerkschaft bisher erfolglos
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