BYD: Festhalten am Verbrenner wird Europas Autobauer "umbringen"

Der chinesische Autobauer BYD plant eine rasche Expansion in Deutschland. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten erwartet das Unternehmen binnen sechs Monaten steigende Verkaufszahlen. Die Europachefin warnt zugleich vor dem Festhalten an Verbrennungsmotoren.
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BYD

BYD setzt auf schnellen Erfolg in Deutschland

Der chinesische Elektroautohersteller BYD will den deutschen Markt im Sturm erobern. Trotz eines holprigen Starts zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, hierzulande innerhalb kurzer Zeit Fuß zu fassen. Stella Li, Europachefin von BYD, prognostiziert in einem Interview mit der FAZ eine deutliche Absatzsteigerung innerhalb der nächsten sechs Monate.

Li betont die Qualität der BYD-Technologie und das positive Feedback der Kunden. "Die Konsumenten lieben die BYD-Technologie, die Geschwindigkeit, das Fahrgefühl", erklärt sie. Allerdings räumt sie ein, dass es Zeit brauche, um das Vertrauen der deutschen Verbraucher zu gewinnen. BYD sieht sich als langfristiger Marktteilnehmer und plant, sein Händlernetz in Deutschland auszubauen. Li übte aber gleichzeitig scharfe Kritik am Festhalten europäischer Hersteller an Verbrennungsmotoren.

Langfristig ist das sehr gefährlich. Das wird diese Autohersteller umbringen
Stella Li, Europachefin von BYD
Die BYD-Managerin fordert von der europäischen Politik eine klare Strategie für die Elektromobilität, ähnlich wie in China, um Planungssicherheit für die Industrie zu schaffen.

Preis- und Modellstrategie

Preislich positioniert sich BYD im mittleren Segment. Li schloss deshalb - entgegen früherer BYD-Aussagen - Modelle unter 20.000 Euro aus und gab an, dass der Einstiegspreis in Europa über 25.000 Euro liegen wird. Das Unternehmen sieht sich als Premium-Technologieanbieter und möchte seine Marke entsprechend aufbauen.

BYD setzt nicht nur auf reine Elektrofahrzeuge, sondern auch auf Plug-in-Hybride. Li begründet dies mit der Zurückhaltung europäischer Kunden gegenüber neuen Technologien und dem Wunsch nach Sicherheit in Bezug auf Reichweite und Lademöglichkeiten.

Expansion in Europa

Um die geplanten EU-Importzölle auf chinesische E-Autos zu umgehen, plant BYD den Aufbau einer Produktionsstätte in Ungarn. Die Fertigung soll Ende 2025 anlaufen, ein weiteres Werk in der Türkei könnte 2026 folgen. Diese Schritte unterstreichen die Ernsthaftigkeit der europäischen Expansionspläne des Unternehmens.

Zusammenfassung
  • BYD strebt rasche Expansion in Deutschland an
  • Stella Li prognostiziert Absatzsteigerung in sechs Monaten
  • Kritik an europäischen Verbrennungsmotoren durch Li
  • BYD plant Ausbau des Händlernetzes in Deutschland
  • Unternehmen positioniert sich im mittleren Preissegment
  • BYD setzt auf Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride
  • Planung einer Produktionsstätte in Ungarn bis Ende 2025

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