Peking vertuscht, dass Chinas modernstes Atom-U-Boot gesunken ist

Chinas neuestes Nuklear-U-Boot ist gesunken. Der Vorfall, der sich im Frühjahr ereignet haben dürfte, wirft Fragen über die Gründe und die Sicherheit der chinesischen Flotte auf. Die Volksbefreiungs­armee versuchte jedenfalls, den Zwischenfall zu vertuschen.
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WinFuture/KI-generiert

Rückschlag für Chinas militärische Ambitionen

Chinas Bemühungen, mit den USA im Hinblick auf seine Seestreitkräfte gleichzuziehen, haben einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Wie das Wall Street Journal berichtet, ist das neueste nuklear betriebene U-Boot der Volksrepublik vermutlich schon im Frühjahr dieses Jahres gesunken. Der Vorfall ereignete sich laut Beamten des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zwischen Mai und Juni an einem Pier der Wuchang-Werft nahe Wuhan.

Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich um ein U-Boot der neuen Zhou-Klasse, es wäre das erste seiner Art für die chinesische Marine gewesen. Es zeichnet sich durch ein charakteristisches x-förmiges Heck aus, das die Manövrierfähigkeit unter Wasser verbessern soll. Der Verlust dieses hochmodernen Schiffes ist ein herber Schlag für Chinas ambitioniertes Programm zur Modernisierung seiner Unterwasserflotte.

Vertuschungsversuch

Besonders brisant: Die chinesischen Behörden versuchten, den Vorfall zu vertuschen. Weder die Volksbefreiungsarmee noch lokale Behörden haben den Zwischenfall bislang offiziell bestätigt. Unklar bleibt, ob sich zum Zeitpunkt des Sinkens bereits nuklearer Treibstoff an Bord befand. Experten halten dies jedoch für wahrscheinlich. Amerikanische Beamte haben bislang aber keine Hinweise darauf gefunden, dass chinesische Stellen das Wasser oder die Umgebung auf Strahlung untersucht haben. Auch über mögliche Opfer ist nichts bekannt.

Die neue Zhou-Klasse ist ein zentraler Punkt der chinesischen Modernisierungspläne: Laut einem Pentagon-Bericht verfügte das Land Ende 2022 über 48 dieselbetriebene und sechs nuklear betriebene Angriffs-U-Boote. Bis 2025 soll die Gesamtzahl auf 65, bis 2035 sogar auf 80 U-Boote anwachsen.

Fragen zur Qualität

Der Zwischenfall wirft nicht nur Fragen zur Qualität der chinesischen Militärtechnologie auf, sondern auch zur chinesischen Verteidigungsindustrie. Der bereits zitierte US-Verteidigungsbeamte merkte an, dass diese "seit Langem von Korruption geplagt" sei.

Zusammenfassung
  • Chinas neuestes Nuklear-U-Boot ist, vermutlich schon im Frühjahr, gesunken
  • Der Vorfall ereignete sich an der Wuchang-Werft bei Wuhan
  • Betroffenes U-Boot war Teil der neuen Zhou-Klasse
  • Chinesische Behörden versuchten den Zwischenfall zu vertuschen
  • Unklar, ob bereits nuklearer Treibstoff an Bord war
  • Der Vorfall wirft Fragen zur Qualität der Militärtechnologie auf

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