Britisches U-Boot testet erfolgreich Abschuss eines Drohnen-Torpedos
Ein britisches Atom-U-Boot hat erstmals ein autonomes Fahrzeug durch seine Torpedorohre gestartet und präzise wieder eingefangen - ohne aufzutauchen. Diese neue Fähigkeit könnte die Unterwasser-Kriegsführung nachhaltig verändern.
Die HMS Astute, das erste Boot ihrer Klasse, wurde 2010 in Dienst gestellt und repräsentiert die neueste Generation britischer Angriffs-U-Boote. Mit einer Länge von 97 Metern und einer Besatzung von 98 Mann verfügt sie über einen Druckwasserreaktor, der ihr praktisch unbegrenzte Unterwasser-Ausdauer verleiht. Laut Army Recognition wurde das Projekt von der Autonomy Unit der Submarine Delivery Agency des britischen Verteidigungsministeriums in Partnerschaft mit L3Harris entwickelt.
Nach der Rückkehr an Bord können die gesammelten Daten heruntergeladen, die Batterie geladen und neue Missionsbefehle hochgeladen werden, was eine schnelle Neuprogrammierung unter Wasser ermöglicht. Die bei den Tests verwendete Drohne soll eine Variante der L3Harris Iver4 900 sein, einem modularen Unterwasserfahrzeug mit einer Länge von 3,8 Metern und einem Gewicht von etwa 90 Kilogramm.
Das Iver4 900 UUV hat eine Tiefenkapazität von 300 Metern und verfügt über 2,3 Meter lange Kohlefaserrohre, fortschrittliche Verfolgungs- und Sicherheitskommunikation sowie ein hochpräzises Navigationssystem. Das System unterstützt Laufzeiten von bis zu 20 Stunden mit einer Reichweite von 40 Seemeilen bei Standard-NiMH-Batterien.
Was haltet ihr von dieser Entwicklung in der Unterwasser-Kriegsführung? Seht ihr darin einen Vorteil oder eher Risiken für die maritime Sicherheit? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Neue Ära der Unterwasser-Kriegsführung
Die Royal Navy hat einen wegweisenden Test durchgeführt, bei dem ein autonomes Unterwasserfahrzeug (UUV) erfolgreich von einem getauchten Atom-U-Boot gestartet und wieder geborgen wurde. Der Versuch fand im Mittelmeer statt und stellt einen bedeutenden strategischen Fortschritt im Bereich der Unterwasser-Operationen dar.Die HMS Astute, das erste Boot ihrer Klasse, wurde 2010 in Dienst gestellt und repräsentiert die neueste Generation britischer Angriffs-U-Boote. Mit einer Länge von 97 Metern und einer Besatzung von 98 Mann verfügt sie über einen Druckwasserreaktor, der ihr praktisch unbegrenzte Unterwasser-Ausdauer verleiht. Laut Army Recognition wurde das Projekt von der Autonomy Unit der Submarine Delivery Agency des britischen Verteidigungsministeriums in Partnerschaft mit L3Harris entwickelt.
Innovation mit Torpedorohren
Das als "Torpedo Tube Launch and Recovery" (TTL&R) bezeichnete Verfahren ermöglicht es dem U-Boot, ein externes System zu bergen, ohne aufzutauchen und dabei seine Tarnung zu bewahren. Die Bergung stellt dabei die technisch anspruchsvollste Aufgabe dar, da die UUV präzise in die engen Grenzen eines Torpedorohrs navigieren muss, während das Boot in einer festen Position verharrt.Nach der Rückkehr an Bord können die gesammelten Daten heruntergeladen, die Batterie geladen und neue Missionsbefehle hochgeladen werden, was eine schnelle Neuprogrammierung unter Wasser ermöglicht. Die bei den Tests verwendete Drohne soll eine Variante der L3Harris Iver4 900 sein, einem modularen Unterwasserfahrzeug mit einer Länge von 3,8 Metern und einem Gewicht von etwa 90 Kilogramm.
Das Iver4 900 UUV hat eine Tiefenkapazität von 300 Metern und verfügt über 2,3 Meter lange Kohlefaserrohre, fortschrittliche Verfolgungs- und Sicherheitskommunikation sowie ein hochpräzises Navigationssystem. Das System unterstützt Laufzeiten von bis zu 20 Stunden mit einer Reichweite von 40 Seemeilen bei Standard-NiMH-Batterien.
Strategische Bedeutung für AUKUS
Der Test wurde im Rahmen von "Project Scylla" durchgeführt, einer Initiative des zweiten Pfeilers der AUKUS-Sicherheitspartnerschaft zwischen Großbritannien, den USA und Australien. Das im September 2021 gegründete AUKUS-Bündnis konzentriert sich nicht nur auf den Austausch von Atom-U-Boot-Technologie, sondern auch auf die Entwicklung fortschrittlicher Fähigkeiten in kritischen Technologiebereichen.Erweiterte Einsatzmöglichkeiten
Die TTL&R-Fähigkeit eröffnet neue Potenziale für den Einsatz der UUV als Köder, für die Nachrichtenbeschaffung, die Meeresbodenkriegsführung und verdeckte Unterwasserkommunikation. Die Iver4 kann Sonarausrüstung und Datenverbindungssysteme tragen und Langzeitmissionen durchführen, die für Aufklärung, Meeresbodenkarierung, Minenabwehrmaßnahmen und die Erkennung von Unterwasserbedrohungen vorgesehen sind.Was haltet ihr von dieser Entwicklung in der Unterwasser-Kriegsführung? Seht ihr darin einen Vorteil oder eher Risiken für die maritime Sicherheit? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Britisches Atom-U-Boot HMS Astute testete Torpedo-Drohnen-Start
- Erstmaliges Starten und Bergen eines UUV durch Torpedorohre möglich
- Die L3Harris Iver4 900 kann bis zu 20 Stunden autonom operieren
- Diese neue Fähigkeit erlaubt U-Booten verdeckte Datensammlung
- Entwickelt im Rahmen der AUKUS-Sicherheitspartnerschaft
- Unterwasserdrohnen können zur Aufklärung und Minenabwehr eingesetzt werden
- TTL&R-Technologie revolutioniert möglicherweise die Unterwasserkriegsführung
Siehe auch:
- UK schickt letztes Atom-U-Boot der Ära des Kalten Krieges in Ruhestand
- Kolumbien: Polizei stoppt Drogen-U-Boot mit Starlink-Fernsteuerung
- Nordkorea zeigt sein erstes gewaltiges atombetriebenes U-Boot
- Russland will arktisches Flüssiggas mit Atom-U-Booten transportieren
- Peking vertuscht, dass Chinas modernstes Atom-U-Boot gesunken ist
Thema:
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