UK schickt letztes Atom-U-Boot der Ära des Kalten Krieges in Ruhestand
Das Ende einer Ära: Die Royal Navy verabschiedet sich von der Trafalgar-Klasse. HMS Triumph, das letzte U-Boot der legendären "T-Boats", wurde nach 34 Dienstjahren außer Dienst gestellt und beendet damit eine über vier Jahrzehnte lange "Karriere".
Die sieben U-Boote der Trafalgar-Klasse - HMS Trafalgar, Turbulent, Tireless, Torbay, Trenchant, Talent und Triumph - prägten über vier Jahrzehnte die britische Unterwasserkriegsführung. Ursprünglich als Unterwasserwaffen für den Kalten Krieg konzipiert, passten sie sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erfolgreich an eine neue Weltordnung an.
Bei der Abschiedszeremonie in Devonport versammelten sich aktuelle und ehemalige U-Boot-Besatzungen aller Generationen, wie die Royal Navy mitteilte. Captain Dave Burrell, der in mehreren T-Booten diente und als Kommandant der HMS Trenchant sogar zum Nordpol fuhr, leitete die Zeremonie. Bemerkenswert und zweifellos erwähnenswert war die Anwesenheit des 102-jährigen John Harlow, eines Veteranen des Zweiten Weltkriegs, der bereits in früheren T-Klasse-U-Booten gedient hatte.
Ein besonderer Meilenstein war HMS Triumphs Fahrt nach Australien 1993, bei der sie 41.000 Seemeilen vollständig getaucht zurücklegte - die längste Solo-Fahrt eines britischen Atom-U-Boots ohne Unterstützung. Diese Leistung unterstrich die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Klasse und demonstrierte ihre globale Reichweite. Die T-Boote konnten bis zu drei Monate unter Wasser bleiben, begrenzt nur durch die Vorräte an Lebensmitteln.
Nicht alle Missionen verliefen ohne Zwischenfälle. Im November 2000 lief die HMS Triumph bei 22 Knoten in 200 Metern Tiefe vor der schottischen Westküste auf Grund, was auf Navigationsfehler zurückgeführt wurde. Tragischer war ein Unfall 2007 auf der HMS Tireless, bei dem zwei Waffenspezialisten während einer Arktis-Patrouille bei einer Explosion ums Leben kamen.
Kollektiv brachten es die T-Boote auf über 200 Dienstjahre. Captain Burrell fasste den Abschied mit bewegenden Worten zusammen: "Es ist Zeit, ruhig zu ruhen, Trafalgar, Turbulent, Tireless, Torbay, Trenchant, Talent und Triumph. Jetzt ist jemand anders an der Reihe." Die HMS Triumph wird nun einem langwierigen Rückbau unterzogen, bei dem der Reaktor sicher entfernt und das U-Boot verschrottet wird - ein Prozess, der mehrere Jahre dauern kann.
Was haltet ihr von der langen Dienstzeit der T-Boote? Teilt eure Gedanken zur britischen U-Boot-Geschichte in den Kommentaren!
Siehe auch:
Das letzte T-Boot verlässt die Bühne
Mit der feierlichen Außerdienststellung der HMS Triumph ist ein Kapitel der britischen U-Boot-Geschichte zu Ende gegangen. Das letzte U-Boot der Trafalgar-Klasse wurde nach 34 Dienstjahren im Marinestützpunkt Devonport in Plymouth verabschiedet und beendet damit die Ära der sogenannten "T-Boats".Die sieben U-Boote der Trafalgar-Klasse - HMS Trafalgar, Turbulent, Tireless, Torbay, Trenchant, Talent und Triumph - prägten über vier Jahrzehnte die britische Unterwasserkriegsführung. Ursprünglich als Unterwasserwaffen für den Kalten Krieg konzipiert, passten sie sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erfolgreich an eine neue Weltordnung an.
Bei der Abschiedszeremonie in Devonport versammelten sich aktuelle und ehemalige U-Boot-Besatzungen aller Generationen, wie die Royal Navy mitteilte. Captain Dave Burrell, der in mehreren T-Booten diente und als Kommandant der HMS Trenchant sogar zum Nordpol fuhr, leitete die Zeremonie. Bemerkenswert und zweifellos erwähnenswert war die Anwesenheit des 102-jährigen John Harlow, eines Veteranen des Zweiten Weltkriegs, der bereits in früheren T-Klasse-U-Booten gedient hatte.
Technische Meisterwerke ihrer Zeit
Die T-Boote waren mit einer Länge von 85,5 Metern und einer getauchten Verdrängung von 5200 Tonnen deutlich kompakter als ihre amerikanischen Pendants, büßten dadurch aber nichts an Leistungsfähigkeit ein. Die Trafalgar-Klasse basierte auf der bewährten Swiftsure-Klasse, erhielt jedoch modernere Sonaranlagen und verbesserte Waffensysteme. Jedes U-Boot kostete etwa 200 Millionen Pfund und war mit einem Druckwasserreaktor ausgestattet, der eine Unterwassergeschwindigkeit von über 30 Knoten ermöglichte.Ein besonderer Meilenstein war HMS Triumphs Fahrt nach Australien 1993, bei der sie 41.000 Seemeilen vollständig getaucht zurücklegte - die längste Solo-Fahrt eines britischen Atom-U-Boots ohne Unterstützung. Diese Leistung unterstrich die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Klasse und demonstrierte ihre globale Reichweite. Die T-Boote konnten bis zu drei Monate unter Wasser bleiben, begrenzt nur durch die Vorräte an Lebensmitteln.
Vielseitige Einsatzgeschichte
Nach dem Kalten Krieg entwickelten sich die T-Boote zu wahren Arbeitspferden der U-Boot-Flotte. Sie sammelten Geheimdienst-Informationen, führten Tomahawk-Marschflugkörper-Angriffe durch und dienten als Sprungbrett für Kommando-Operationen. HMS Triumph feuerte nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Tomahawk-Raketen auf Taliban-Ziele in Afghanistan ab und beteiligte sich 2011 an der Libyen-Intervention, wobei sie sechs Marschflugkörper abfeuerte.Nicht alle Missionen verliefen ohne Zwischenfälle. Im November 2000 lief die HMS Triumph bei 22 Knoten in 200 Metern Tiefe vor der schottischen Westküste auf Grund, was auf Navigationsfehler zurückgeführt wurde. Tragischer war ein Unfall 2007 auf der HMS Tireless, bei dem zwei Waffenspezialisten während einer Arktis-Patrouille bei einer Explosion ums Leben kamen.
Übergabe an nächste Generation
Seit 2009 werden die T-Boote schrittweise durch die modernere Astute-Klasse ersetzt. HMS Agamemnon, die kurz vor der Fertigstellung in Barrow steht, wird die HMS Talent ersetzen, während HMS Achilles später in diesem Jahrzehnt die Aufgaben von HMS Triumph übernehmen wird. Die neuen Astute-U-Boote sind größer, leiser und mit modernster Technologie ausgestattet.Kollektiv brachten es die T-Boote auf über 200 Dienstjahre. Captain Burrell fasste den Abschied mit bewegenden Worten zusammen: "Es ist Zeit, ruhig zu ruhen, Trafalgar, Turbulent, Tireless, Torbay, Trenchant, Talent und Triumph. Jetzt ist jemand anders an der Reihe." Die HMS Triumph wird nun einem langwierigen Rückbau unterzogen, bei dem der Reaktor sicher entfernt und das U-Boot verschrottet wird - ein Prozess, der mehrere Jahre dauern kann.
Was haltet ihr von der langen Dienstzeit der T-Boote? Teilt eure Gedanken zur britischen U-Boot-Geschichte in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Die Royal Navy stellt das letzte U-Boot der Trafalgar-Klasse nach 34 Jahren außer Dienst
- Sieben 'T-Boats' prägten über vier Jahrzehnte die britische Unterwasserkriegsführung
- Die kompakten U-Boote konnten mit Geschwindigkeiten über 30 Knoten bis zu drei Monate tauchen
- HMS Triumph legte 1993 getaucht 41000 Seemeilen nach Australien zurück
- Nach dem Kalten Krieg wurden die U-Boote für Geheimdienstaufgaben und Angriffe eingesetzt
- Die T-Boote werden schrittweise durch die modernere Astute-Klasse ersetzt
- Nach der Außerdienststellung folgt ein mehrjähriger Prozess zum Rückbau des Reaktors
Siehe auch:
- Kolumbien: Polizei stoppt Drogen-U-Boot mit Starlink-Fernsteuerung
- Nordkorea zeigt sein erstes gewaltiges atombetriebenes U-Boot
- Russland will arktisches Flüssiggas mit Atom-U-Booten transportieren
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