25 Meter lang: Deutschland baut die größte U-Boot-Drohne der Welt
Der Fortschritt bei der Entwicklung von U-Boot-Drohnen verläuft deutlich langsamer als bei den Vettern in der Luft. In den letzten Jahren ist durch Projekte von den USA, UK und China aber mehr Bewegung in den Meeren. Jetzt taucht Deutschland auf der Bildfläche auf.
Modifiable Underwater Mothership (MUM) wird die größte U-Boot-Drohne
Nach der Vorstellung des Konzepts im Jahr 2017 war es ruhig um das Projekt geworden, jetzt nimmt man bei TKMS aber deutlich Fahrt auf und liefert weitere Details. Neben dem Namen MUM etabliert man gleich noch einen weiteren Begriff. Die neue U-Boot-Drohne wird als "Extra-large unmanned underwater vehicles (XLUUV)" klassifiziert. Als solches soll es dank einer modularen Bauweise genug Raum für eine ganze Reihe an möglichen maritimen Anwendungsfeldern bieten. Die Hülle enthält dabei unverzichtbare "Basis-Module" wie Brennstoffzellen und Li-Ionen Batterien zur Energieversorgung, der restliche Raum kann frei mit "Missions-Modulen" gefüllt werden. Der Clou: Alle Module sind als zehn oder zwanzig Fuß lange Standardcontainer konzipiert.
Baukasten für Unterwasser-Missionen
Siehe auch:
Die bisher größte U-Boot-Drohne wird in Deutschland gebaut
Modifiable Underwater Mothership (MUM): Schon der Name weist darauf hin, dass der deutsche Schiffsbauer TKMS (Thyssenkrupp Marine Systems) hier kein kleines Projekt plant. Wie Navalnews berichtet, bereit sich das Unternehmen darauf vor, das größte autonome Unterwasserfahrzeug der Welt zu konstruieren. Nach den Vorbereitungen soll der Aufbau des ersten Prototyps demnach im Sommer in Kiel beginnen. Mit einer Gesamtlänge von 25 Metern liegt man auf Augenhöhe des aktuellen Rekordhalters, das amerikanische System Orca XLUUV, MUM ist aber rund doppelt so breit.
Modifiable Underwater Mothership (MUM) wird die größte U-Boot-Drohne
Nach der Vorstellung des Konzepts im Jahr 2017 war es ruhig um das Projekt geworden, jetzt nimmt man bei TKMS aber deutlich Fahrt auf und liefert weitere Details. Neben dem Namen MUM etabliert man gleich noch einen weiteren Begriff. Die neue U-Boot-Drohne wird als "Extra-large unmanned underwater vehicles (XLUUV)" klassifiziert. Als solches soll es dank einer modularen Bauweise genug Raum für eine ganze Reihe an möglichen maritimen Anwendungsfeldern bieten. Die Hülle enthält dabei unverzichtbare "Basis-Module" wie Brennstoffzellen und Li-Ionen Batterien zur Energieversorgung, der restliche Raum kann frei mit "Missions-Modulen" gefüllt werden. Der Clou: Alle Module sind als zehn oder zwanzig Fuß lange Standardcontainer konzipiert.
Baukasten für Unterwasser-Missionen
Standardisiertes Baukastensystem
TKMS betont, dass der großen Nutzen der Plattform darin liegt, benutzerdefinierte Nutzlasten aufnehmen zu können, die auf bisherigen U-Booten dieser Art keinen Platz fanden und auf ihre Anwendung zugeschnitten sind. Als Beispiele nennt man Transport und Stationierung von Nutzlasten, Anwendungen in der Offshore-Wind-, Öl- und Gasindustrie sowie die Erkundung von schwer zugänglichen Meeresgebieten, wie den arktischen Eisregionen.
Zusammenfassung
- TKMS entwickelt MUM: größtes autonomes U-Boot der Welt
- Genauso lang, doppelt so breit wie bisheriger Rekordhalter
- Modulare Bauweise: Basis- & Missions-Module als Standardcontainer
- Für Offshore-Wind-, Öl- & Gasindustrie & Erkundung arktischer Eisregionen
- Prototyp-Aufbau im Sommer in Kiel
Siehe auch:
- Dmitri Donskoi: Russland verschrottet das größte U-Boot der Welt
- Ach, das hält schon: Atom-U-Boot-Reaktor mit Superkleber repariert
- Kurioser Spionage-Fall zwischen Atom-U-Booten und Erdnussbutter
- Elon Musk: Tesla hat ein Konzept für U-Boot-Autos wie bei James Bond
- Günstig & besser: Das erste US-U-Boot mit Xbox-Controller sticht in See
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