Trump: E-Auto-Förderung soll weg und Elon Musk in die Regierung

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat im Unternehmer Elon Musk inzwischen zwar einen finanzkräftigen Unter­stützer. Eine staatliche Förderung für Musks Hauptgeschäft mit Elektroautos plant er trotzdem abzuschaffen.
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Anreize abschaffen

Trump erklärte am Montag, dass er im Falle eines Wahlsiegs die Abschaffung des Steuerguthabens von 7500 Dollar, die Verbraucher beim Kauf eines Elektroautos erhalten, in Betracht ziehen würde. Zudem zeigte er sich aber offen dafür, den Tesla-Chef Musk in eine beratende Rolle oder sogar in ein Kabinettsamt zu berufen.

"Steuergutschriften und Steueranreize sind im Allgemeinen keine besonders gute Sache", sagte Trump nach einer Wahlkampfveranstaltung in York, Pennsylvania, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.


Auf die Frage, ob er erwäge, Musk in eine beratende Funktion oder in ein Kabinettsamt zu berufen, antwortete Trump: "Er ist ein sehr kluger Mann. Ich würde es auf jeden Fall tun, wenn er dazu bereit wäre. Er ist ein brillanter Kerl." Elon Musk hatte Trump erst kürzlich öffentlich in der Präsidentschafts-Kandidatur unterstützt und will für den Wahlkampf monatlich 45 Millionen Dollar bereitstellen.

Sollte Trump gewählt werden, könnte er Maßnahmen ergreifen, um Regeln des Finanzministeriums rückgängig zu machen, die es Autoherstellern erleichtern, von dem Steuervorteil in Höhe von 7.500 Dollar zu profitieren. Er könnte auch den US-Kongress auffordern, das Steuerguthaben vollständig abzuschaffen. Während seiner Präsidentschaft hatte Trump bereits versucht, den Steuervorteil für Elektrofahrzeuge zu streichen, der später von seinem Nachfolger Joe Biden im Jahr 2022 ausgeweitet wurde.

Ich liebe doch alle Autos

"Ich habe noch keine endgültige Entscheidung dazu getroffen", sagte Trump über das Steuerguthaben für Elektrofahrzeuge. "Ich bin ein großer Fan von Elektroautos, aber ich bin auch ein Fan von benzinbetriebenen Autos, Hybriden und allem, was sonst noch kommt."

Er fügte hinzu, dass er die Regeln der Biden-Administration, die Autohersteller dazu drängen, mehr Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride zur Einhaltung strengerer Emissionsstandards zu produzieren, zurücknehmen würde. Außerdem sehe er aufgrund von Kosten- und Reichweitenproblemen nur einen "wesentlich kleineren Markt" für Elektrofahrzeuge.

Zusammenfassung
  • Trump erwägt Abschaffung des Steuerguthabens für Elektroautos
  • Möchte Elon Musk in beratender Rolle oder Kabinettsamt sehen
  • Trump kritisiert Steuergutschriften als generell schlecht
  • Elon Musk unterstützt Trumps Kandidatur mit 45 Millionen Dollar monatlich
  • Trump plant Rücknahme von Bidens Regeln für Elektrofahrzeugförderung
  • Sieht nur kleinen Markt für Elektroautos wegen Kosten und Reichweite
  • Trump offen für verschiedene Autotechnologien, inklusive Benziner und Hybride

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