Musk zu Trump: "Wir sollten die Gas- und Ölindustrie nicht verteufeln"
Es ist längst klar, auf welcher politischen Seite Elon Musk steht und so war es nicht überraschend, dass dieser Donald Trump zu einem Livestream auf X eingeladen hat. Dabei gab es einerseits technische Probleme, andererseits aber auch erstaunliche Aussagen.
Denn Musk, der Donald Trump mittlerweile offen und auch aggressiv unterstützt, lud den Bewerber der Republikaner zu einem Live-Gespräch auf X ein. Der X Spaces genannte Kanal startete auch sofort mit einer großen Panne: Denn wie The Verge berichtet, stürzte alles unmittelbar nach Start ab und konnte erst mit einer 42-minütigen Verspätung beginnen.
Musk behauptete, dass das an einer "massiven DDoS-Attacke" gelegen habe. Gegenüber der bekannten Technik-Seite sagten aber Quellen innerhalb des Unternehmens, dass das nicht der Wahrheit entspreche. Ein X-Mitarbeiter sagte, dass es eine "99-prozentige" Wahrscheinlichkeit gebe, dass Musk über den Angriff "lügt".
Nachdem man die Technik in den Griff bekommen hat, gab es die erwarteten Themen wie Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik, nach einer Weile kamen auch Energie und Klimawandel zur Sprache. Und hier hatte Musk durchaus Erstaunliches zu bieten, denn er sprang der fossilen Industrie überraschend zur Seite.
Der Tesla-Chef meinte, dass man den Planeten innerhalb von "50 bis 100 Jahren" auf nachhaltige Energieformen umstellen könne, auch wenn sich die Klimaforschung weitgehend einig ist, dass wesentlich früher Handlungsbedarf besteht - Trump sprach selbst später von "500 bis 1000 Jahren", was Musk aber nicht korrigierte.
Es war klar, dass Musk versuchte, die Argumentation an seinen Gesprächspartner anzupassen: "Es ist also nicht so, dass das Haus sofort in Flammen steht. Aber ich denke, wir müssen uns darauf zubewegen ... Es ist wahrscheinlich besser, sich schneller als langsamer dorthin zu bewegen. Aber ohne die Öl- und Gasindustrie zu verunglimpfen und ohne kurzfristige Härten zu verursachen."
Trump indes sah im Anstieg des Meeresspiegels sogar Vorteile: "Dann haben wir mehr Grundstücke am Meer." Diese Vorlage griff der politische Gegner natürlich sofort in einem Tweet auf. Laut Trump müsse man sich vielmehr über die "nukleare Erwärmung" sorgen, darüber spreche niemand, so Trump. Er meinte damit vermutlich die nukleare Aufrüstung von Staaten wie Russland, China und Nordkorea - was das mit dem Klimawandel zu tun hat, ist aber unklar.
Siehe auch:
Elon Musk: Von Weltenretter zum Ölindustrieversteher
Elon Musk ist der Chef eines Unternehmens für Elektroautos, will die Menschheit zu einer vollständig nachhaltigen Erde führen und hat sich in Vergangenheit auch gegen Donald Trump gewandt, als dieser mitteilte, das Pariser Klimaabkommen zu verlassen. Doch mittlerweile hat sich Musk so sehr radikalisiert, dass er seine politischen Interessen über seine früheren Meinungen und auch wirtschaftlichen Interessen stellt.Denn Musk, der Donald Trump mittlerweile offen und auch aggressiv unterstützt, lud den Bewerber der Republikaner zu einem Live-Gespräch auf X ein. Der X Spaces genannte Kanal startete auch sofort mit einer großen Panne: Denn wie The Verge berichtet, stürzte alles unmittelbar nach Start ab und konnte erst mit einer 42-minütigen Verspätung beginnen.
Musk behauptete, dass das an einer "massiven DDoS-Attacke" gelegen habe. Gegenüber der bekannten Technik-Seite sagten aber Quellen innerhalb des Unternehmens, dass das nicht der Wahrheit entspreche. Ein X-Mitarbeiter sagte, dass es eine "99-prozentige" Wahrscheinlichkeit gebe, dass Musk über den Angriff "lügt".
Nachdem man die Technik in den Griff bekommen hat, gab es die erwarteten Themen wie Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik, nach einer Weile kamen auch Energie und Klimawandel zur Sprache. Und hier hatte Musk durchaus Erstaunliches zu bieten, denn er sprang der fossilen Industrie überraschend zur Seite.
"Nicht verteufeln"
"Ich denke nicht, dass wir die Öl- und Gasindustrie und die Menschen, die in diesen Bereichen sehr hart gearbeitet haben, um die notwendige Energie für die Wirtschaft bereitzustellen, verteufeln sollten", sagte Musk. Er meinte, dass die Wirtschaft kollabieren würde, wenn man die Öl- und Gasindustrie zum Schließen zwänge.Der Tesla-Chef meinte, dass man den Planeten innerhalb von "50 bis 100 Jahren" auf nachhaltige Energieformen umstellen könne, auch wenn sich die Klimaforschung weitgehend einig ist, dass wesentlich früher Handlungsbedarf besteht - Trump sprach selbst später von "500 bis 1000 Jahren", was Musk aber nicht korrigierte.
Es war klar, dass Musk versuchte, die Argumentation an seinen Gesprächspartner anzupassen: "Es ist also nicht so, dass das Haus sofort in Flammen steht. Aber ich denke, wir müssen uns darauf zubewegen ... Es ist wahrscheinlich besser, sich schneller als langsamer dorthin zu bewegen. Aber ohne die Öl- und Gasindustrie zu verunglimpfen und ohne kurzfristige Härten zu verursachen."
Trump indes sah im Anstieg des Meeresspiegels sogar Vorteile: "Dann haben wir mehr Grundstücke am Meer." Diese Vorlage griff der politische Gegner natürlich sofort in einem Tweet auf. Laut Trump müsse man sich vielmehr über die "nukleare Erwärmung" sorgen, darüber spreche niemand, so Trump. Er meinte damit vermutlich die nukleare Aufrüstung von Staaten wie Russland, China und Nordkorea - was das mit dem Klimawandel zu tun hat, ist aber unklar.
Zusammenfassung
- Elon Musk lud Donald Trump zu einem Livestream auf X ein
- Technische Probleme verzögerten den Start um 42 Minuten
- Musk beschuldigte eine DDoS-Attacke, Mitarbeiter widersprachen
- Themen waren Einwanderung, Wirtschaft, Energie und Klimawandel
- Musk verteidigte die fossile Industrie und deren Bedeutung
- Er schlägt vor, in 50-100 Jahren auf nachhaltige Energie umzustellen
- Trump sieht im Anstieg des Meeresspiegels sogar Vorteile
Siehe auch:
- Twitter/X: Musk zerrt abgesprungene Werbekunden jetzt vor Gericht
- Rossmann boykottiert Tesla: Musks politische Ansichten kosten Kunden
- Rückschlag für Elon Musk: Tesla-Roboter Optimus verzögert sich
- Tesla gescheitert? Musk wohl kurz vor Aufgabe konzerneigener Akkus
- Elon Musk: SpaceX und Twitter/X ziehen von Kalifornien nach Texas
Thema:
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