Google Chrome: Der Cookie-Tod muss wohl endgültig abgesagt werden
Seit bereits Jahren plant Google die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies, doch so richtig gelang dieser Schritt bisher nicht. Doch nun muss diese Web-Revolution offenbar abgesagt werden, zumindest in Form der Standardeinstellung.
Es sah also schon bisher nicht besonders gut aus und nun hat der für die Privacy Sandbox zuständige Vice President of Product Management, Anthony Chavez, per Blog einen weiteren Sargnagel eingeschlagen: Denn nach Bedenken von Konkurrenten, Regulierungsbehörden und Datenschutzexperten schlägt Google nun einen "aktualisierten Ansatz" vor: "Anstatt Cookies von Drittanbietern abzuschaffen, würden wir eine neue Erfahrung in Chrome einführen, die es den Nutzern ermöglicht, eine informierte Entscheidung zu treffen, die für ihr gesamtes Surfen im Internet gilt, und die sie jederzeit anpassen können." Infografik Tracking: Die Cookie-Skepsis ist in Finnland besonders groß
Laut Chavez will man diesen neuen Weg mit Regulierungsbehörden erörtern, außerdem wird man sich diesbezüglich mit der Branche austauschen. Wie The Verge erklärt, könnte die neue Google-Lösung eher wie jene von Apple funktionieren, dort hat man eine Opt-in-Variante gewählt - sehr zum Missfallen und Schaden von Social-Media-Unternehmen, die das Ganze rund zehn Milliarden Dollar gekostet haben dürfte.
Siehe auch:
Cookies schlecht, Alternativen schlechter
Das Thema Drittanbieter-Cookies und Browser ist seit Jahren ein großes, denn diese erlauben es, Nutzer über unterschiedliche Seiten hinweg zu erfassen und eben zu tracken. An deren Stelle sollte die sogenannte Privacy Sandbox treten, doch diese Initiative droht schon seit Jahren zur Vaporware zu werden.Es sah also schon bisher nicht besonders gut aus und nun hat der für die Privacy Sandbox zuständige Vice President of Product Management, Anthony Chavez, per Blog einen weiteren Sargnagel eingeschlagen: Denn nach Bedenken von Konkurrenten, Regulierungsbehörden und Datenschutzexperten schlägt Google nun einen "aktualisierten Ansatz" vor: "Anstatt Cookies von Drittanbietern abzuschaffen, würden wir eine neue Erfahrung in Chrome einführen, die es den Nutzern ermöglicht, eine informierte Entscheidung zu treffen, die für ihr gesamtes Surfen im Internet gilt, und die sie jederzeit anpassen können." Infografik Tracking: Die Cookie-Skepsis ist in Finnland besonders groß
Bestätigung anklicken
Die Google-Variante wäre zwar nicht so dramatisch wie das Ändern der Voreinstellung, dennoch dürfte ein Prompt bzw. eine anzuklickende Bestätigung viele Nutzer dazu bringen, derartige Cookies (kategorisch) abzulehnen. Die Details zur Umsetzung sind bisher nicht bekannt gegeben worden. An dieser Stelle muss man anmerken, dass Regulatoren und Datenschützer nicht per se Fans von Drittanbieter-Cookies sind, die Pläne zu Nachfolgern bzw. Anzeigen-trackenden Alternativen sind ihnen aber noch suspekter und werden auch entsprechend kritisiert.
Zusammenfassung
- Google plant seit Jahren die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies
- Privacy Sandbox als geplante Alternative droht zu scheitern
- VP Anthony Chavez kündigt neuen Ansatz in einem Blog an
- Neuer Ansatz ermöglicht Nutzern informierte Entscheidungen beim Surfen
- Google will neuen Weg mit Regulierungsbehörden und Branche diskutieren
- Lösung könnte ähnlich der Opt-in-Variante von Apple sein
- Details zur Umsetzung der neuen Cookie-Politik noch unbekannt
Siehe auch:
- Google Chrome: Abschaffung von Drittanbieter-Cookies verzögert sich
- Cookies: Webseiten ignorieren vielfach Nutzer-Einstellungen
- Google: Das Ende von Drittanbieter-Cookies in Chrome startet endlich
- Cookies & Co.: US-Konzerne ignorieren EU-Gesetz gegen Design-Tricks
- Chrome: Google zeigt Plan zur Abschaffung von Drittanbieter-Cookies
Thema:
Aktuelle Chrome-Downloads
Videos über den Chrome-Browser
- Chrome: Das sind die neun Feineinstellungen für das Werbetracking
- Chrome und Edge 100: So macht man den Browser bei Problemen fit
- Screenshots kompletter Webseiten im Chrome: So klappt es einfach
- Chrome: So holt ihr "https" und "www" zurück in die Adressleiste
- Chrome 70 bringt Progressive Web Apps für Windows 10-Desktops
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