Windows 11 mit neuen lokalen KI-Features:
ohne Internet geht doch nix

Die neuen ARM-basierten Windows-PCs sollen viele KI-Inhalte auch direkt auf dem Gerät erstellen können. Jetzt zeigt sich, dass viele Dinge wie die Bild-Generierung per Co-Creator aber dennoch offenbar nicht ohne Internetverbindung funktionieren.
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Microsoft

Großes Tamtam um lokal arbeitende KI

Microsoft und Qualcomm bewerben Geräte wie das Surface Pro 11 und das Surface Laptop 7 unter anderem damit, dass man in der Lage sein soll, KI-Aufgaben direkt auf dem jeweiligen PC zu erledigen. Dabei gibt es allerdings eine große Einschränkung, die Microsoft durchaus öffentlich erwähnt, aber eben nicht an die große Glocke hängt - selbst bei der Verwendung der lokal arbeitenden KI-Modelle wird eine Internetverbindung vorausgesetzt.

Mit der Verfügbarkeit der ersten neuen ARM-basierten PCs bekommen nun auch die ersten Pressevertreter und Endkunden Kontakt zu den Geräten - und machen erste Erfahrungen mit den KI-Features. Weil Microsoft das Flaggschiff-Feature Recall aber kastriert und aufgrund der massiven Bedenken im Hinblick auf Privatsphäre erst einmal hintenan gestellt hat, bleiben aber nur die KI-Features einzelner Apps, um die lokal arbeitenden Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu testen.

Microsoft lässt lokal erstellte Bilder online prüfen

Dabei zeigt sich, wie unter anderem Windows-Tüftler Longhorn und die Kollegen vom amerikanischen Magazin PCWorld feststellten, dass die lokal arbeitenden KI-Features trotz allem nicht ohne Internet auskommen. Wer etwa den NPU-gestützten Co-Creator in Paint benutzen möchte, kann zwar damit die Neural Processing Unit der neuen Snapdragon X-Prozessoren verwenden, doch wird immer eine Internetverbindung vorausgesetzt.

So wird laut X/Twitter-User Longhorn die Erstellung von KI-Inhalten in Cocreator in Paint zwar tatsächlich mithilfe der lokalen NPU durchgeführt, doch erfolgt danach zwangsweise eine Prüfung des erstellten Bilds über einen Cloud-Service von Microsoft. Wie Microsoft schon vor einiger Zeit deutlich machte, wird so die "Sicherheit" der jeweils generierten Inhalte gewährleistet. Erst dann bekommt der Nutzer des lokal generierte, aber online geprüfte Bild auch angezeigt.

Microsoft will auf diese Weise offensichtlich verhindern, dass man, wie etwa Google Gemini, mit zweifelhaften oder gar illegalen Inhalten in die Schlagzeilen gerät. Im Hintergrund wird eine Variante von Stable Diffusion für die Erstellung der Bilder genutzt. Wie man bei PCWorld beim Ausprobieren des Surface Pro 11 feststellte, funktioniert Cocreator ohne Internetverbindung schlichtweg gar nicht.

Ist das Gerät mit dem Internet verbunden, arbeitet Cocreator normal. Doch sobald die Verbindung weg ist, stellt das Tool einfach jegliche Funktion ein. Es gibt dabei - zumindest bisher - keine Warnung oder einen anderen Hinweis. Bei dem in der Windows-eigenen Photos-App integrierten neuen Feature Restyle, das ebenfalls mit KI-Funktionen aufwartet, gibt es hingegen eine Warnung.

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Zusammenfassung
  • ARM-basierte Windows-PCs sollen KI-Inhalte direkt auf dem Gerät erstellen können
  • Bild-Generierung per Co-Creator funktioniert nicht ohne Internetverbindung
  • Microsoft und Qualcomm bewerben Geräte mit lokal arbeitenden KI-Modellen
  • Microsoft erwähnt, dass eine Internetverbindung für KI-Modelle erforderlich ist
  • Erste Pressevertreter und Endkunden testen nun die neuen ARM-basierten PCs
  • Flaggschiff-Feature Recall wurde wegen Privatsphäre-Bedenken zurückgestellt
  • KI-Features einzelner Apps können lokal getestet werden, benötigen aber Internet
  • Co-Creator in Paint nutzt lokale NPU, prüft Inhalte aber über Microsofts Cloud
  • Microsoft will durch Online-Prüfung zweifelhafte Inhalte verhindern
  • Cocreator funktioniert ohne Internetverbindung gar nicht, keine Warnung
  • Restyle-Feature in Photos-App gibt hingegen eine Warnung bei fehlendem Internet

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