USS Lincoln: Dramatische Zustände an Bord, Kritik wird immer lauter

Die Besatzung des US-Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln befindet sich seit über acht Monaten im Dauereinsatz im Nahen Osten. Während die physische und psychische Belastung der Matrosen steigt, wächst die politische Kritik an der Mission massiv.
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U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Clint Davis

Dauereinsatz im Nahen Osten

Die rund 5000 Seeleute und Marineinfanteristen der USS Abraham Lincoln befinden sich seit Ende November im ununterbrochenen Einsatz im Nahen Osten. Der US-Flugzeugträger patrouilliert dort im Rahmen militärischer Operationen im Konflikt mit dem Iran. Das immer größer werdende Problem: Das ursprünglich für Mai geplante Ende der Mission wurde ohne festes Rückkehrdatum auf unbestimmte Zeit verschoben. Das bringt die Besatzung zunehmend an ihre physischen und mentalen Belastungsgrenzen.

Angehörige berichten von einer starken Verschlechterung der alltäglichen Lebensbedingungen auf dem Schiff. Die Beschwerden reichen von Lebensmittelknappheit und ausbleibenden Versorgungspaketen bis hin zu defekten Toiletten und schimmeligen Duschen. Die wochenlangen, pausenlosen Kampfeinsätze ohne angemessene Erholungsphasen fordern einen hohen Tribut von den Einsatzkräften. Eine besorgte Mutter verglich die düstere Atmosphäre an Bord sogar mit der Horrorserie American Horror Story.

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Psychische Krisen häufen sich

Die anhaltende Überlastung führt offenbar zu ernsten psychischen Ausnahmezuständen. Wie die NavyTimes berichtet, hätten während der aktuellen Mission bereits mehrere Matrosen versucht, über Bord zu springen. In einigen Fällen seien die Betroffenen nur durch das schnelle und beherzte Eingreifen von aufmerksamen Kameraden im letzten Moment vor dem Sprung gerettet worden.


Genaue Zahlen zu Selbstverletzungen oder Suizidversuchen nennt die Marine offiziell nicht. Militärische Befehlshaber räumen zwar ein, dass lange Aufenthalte auf See extrem herausfordernd seien, verweisen aber auf vorhandene Betreuungsangebote. Familienmitglieder äußern dennoch große Sorge um die Sicherheit ihrer Verwandten. Die Kommunikation nach Hause sei stark eingeschränkt, was die Ungewissheit der Familien weiter verstärke.

Politische Kritik wird lauter

Der Umgang mit der erschöpften Besatzung sorgt in der Politik für heftige Debatten. Senatoren beider Lager fordern Antworten vom US-Verteidigungsministerium und drängen auf eine offizielle Untersuchung der Vorfälle. Sie werfen der Regierung vor, die Opferbereitschaft der Truppe herabzuspielen und durch schlechte Planung unnötiges Leid zu verursachen. Es fehle an kompetenter Führung für solche Langzeiteinsätze, so Vertreter der Demokraten, aber auch Republikaner.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Präsident Donald Trump weisen die Vorwürfe vehement zurück. Die Berichte über die schlechte Moral und die unzumutbaren Zustände seien absichtlich falsch dargestellt. Trump erklärte gegenüber Journalisten sogar, der Einsatz sei noch nicht lang genug gewesen. Der US-Präsident bezeichnete die (mehrfach bestätigten) Berichte über Suizidversuche als "Fake-Berichte von CNN". Dennoch bereitet die Marine derzeit offenbar einen anderen Flugzeugträger vor, um die USS Abraham Lincoln bald abzulösen.

Wie bewertet ihr die extremen Einsatzbedingungen und den politischen Umgang damit? Teilt eure Gedanken und Perspektiven zu diesem schwierigen Thema gerne unten in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Die USS Abraham Lincoln ist seit Ende November im Nahen Osten im Einsatz
  • Das Missionsende wurde auf unbestimmte Zeit verschoben und belastet Crew
  • Berichte zeigen schlechte Lebensbedingungen und psychische Krisen an Bord
  • Laut NavyTimes versuchten bereits mehrere Matrosen über Bord zu springen
  • Die US-Politik streitet über die Bedingungen und die lange Einsatzdauer
  • Donald Trump wies Berichte über Suizidversuche als Fake News zurück
  • Die US-Navy bereitet wohl die Ablösung des Flugzeugträgers vor

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