Windows: Microsoft betont aus Versehen Vorzüge von lokalen Konten
Eigentlich möchten die Redmonder ihre Kunden dazu bewegen, ausschließlich Microsoft-Konten zur Anmeldung unter Windows zu verwenden. Jetzt hat das Unternehmen auf eine seiner Hilfe-Seiten unfreiwillig allerdings eher Werbung für lokale Konten gemacht.
Damit stellt Microsoft wohl genau die Gründe noch einmal heraus, aus denen sich Kunden für ein lokales Konto entscheiden. Viele Menschen wollen nämlich genau das: nicht immer und überall mit Microsoft und den Servern des Unternehmens verbunden sein, etliche Nutzungsdaten übersenden und persönliche Dateien in der Cloud des Softwareriesen parken. Dass keine Internetverbindung nötig ist, dürfte auch für viele relevant sein.
Natürlich hat auch ein Microsoft-Konto seine Vorteile. Zum Beispiel ist die Synchronisation von Einstellungen, Dateien in der Cloud und anderen Dingen nützlich, wenn man etwa an mehreren Geräten arbeitet. Dann kann die Arbeit an anderen Rechnern nahtlos fortgeführt werden, alle Dateien sind direkt verfügbar und es besteht Zugriff auf alle abonnierten Microsoft-Dienste, wie etwa die im Rahmen von Microsoft 365.
Siehe auch:
Kunden sollen Microsoft-Konto nutzen
Microsoft sind die lokalen Windows-Konten vieler Kunden wohl ein Dorn im Auge. In letzter Zeit versuchen die Redmonder daher wieder vermehrt Nutzer zum Verwenden eines Microsoft-Kontos zu bewegen. Dazu schaltete das Unternehmen etwa gerade Benachrichtigungen auf der Oberfläche von Windows, die zu einem entsprechenden Wechsel bewegen sollten.Unfreiwillige Werbung für lokale Konten
Auch hat Microsoft eine dedizierte Anleitung im Support-Bereich auf seiner Webseite veröffentlicht, die Nutzern erklärt, wie sie den Wechsel von einem lokalen Konto zu einem Microsoft-Konto vornehmen können. Gleichzeitig liefert das Unternehmen auch die Gründe, weshalb Anwender den Wechsel vornehmen sollten. Dabei scheint es so, als würde Microsoft unfreiwilliger Weise allerdings eher die Vorzüge des lokalen Kontos betonen."Offline" als positiver Aspekt
Denn in dem Dokument heißt es: "Ein lokales Konto wird auf dem Gerät erstellt und erfordert keine Internetverbindung, um sich anzumelden. Es ist unabhängig von anderen Diensten und nicht mit der Cloud verbunden. Ihre Einstellungen, Dateien und Anwendungen sind auf dieses einzelne Gerät beschränkt."Damit stellt Microsoft wohl genau die Gründe noch einmal heraus, aus denen sich Kunden für ein lokales Konto entscheiden. Viele Menschen wollen nämlich genau das: nicht immer und überall mit Microsoft und den Servern des Unternehmens verbunden sein, etliche Nutzungsdaten übersenden und persönliche Dateien in der Cloud des Softwareriesen parken. Dass keine Internetverbindung nötig ist, dürfte auch für viele relevant sein.
Natürlich hat auch ein Microsoft-Konto seine Vorteile. Zum Beispiel ist die Synchronisation von Einstellungen, Dateien in der Cloud und anderen Dingen nützlich, wenn man etwa an mehreren Geräten arbeitet. Dann kann die Arbeit an anderen Rechnern nahtlos fortgeführt werden, alle Dateien sind direkt verfügbar und es besteht Zugriff auf alle abonnierten Microsoft-Dienste, wie etwa die im Rahmen von Microsoft 365.
Verzicht auf Online-Konto kaum noch möglich
Für Nutzer wird es allerdings immer schwieriger, ohne Online-Konto auszukommen. Schon lange hat es der Konzern so eingerichtet, dass es ohne inoffizielle Tricks gar nicht mehr möglich ist, Windows 11 ohne Microsoft-Konto initial einzurichten. Die neue und etwas unglücklich formulierte Anleitung dürfte trotzdem keinen der Nutzer eines lokalen Kontos von einem Wechsel überzeugt haben.
Zusammenfassung
- Microsoft möchte Nutzer zu Microsoft-Konten statt lokaler Konten bewegen
- Benachrichtigungen auf Windows-Oberfläche sollen Nutzer zum Wechsel motivieren
- Anleitung im Support-Bereich erklärt Wechsel von lokalem zu Microsoft-Konto
- Microsoft beton dabei unfreiwilliger Weise die Vorzüge des lokalen Kontos
- Lokales Konto benötigt keine Internetverbindung und ist nicht mit Cloud verbunden
- Viele Nutzer bevorzugen lokale Konten wegen Datenschutz und Unabhängigkeit
- Windows 11 lässt sich aber kaum noch ohne Microsoft-Konto initial einrichten
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