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Klage gegen Valve: 14 Mio. Steam-Nutzer sollen abgezockt worden sein
Steam hat eine marktdominierende Stellung, andere Anbieter tun sich sehr schwer, eigene Angebote zu etablieren. Jetzt fordern in UK Verbraucherschützer eine gigantische Entschädigung wegen "Preismanipulation". Es geht um 14 Mio. Spieler und 776 Mio. Euro.
Die Klage greift einen alten Vorwurf gegen Valve vor dem Competition Appeal Tribunal in London neu auf. Verträge, die Publisher für die Veröffentlichung auf Steam unterschreiben müssen, würden darauf abzielen, Wettbewerb im Markt für PC-Spiele zu unterbinden. Im Zentrum der Klage steht die Verpflichtung, Spiele auf anderen Plattformen nicht günstiger anbieten zu dürfen als auf Steam.
Damit habe Valve aus Sicht der Verbraucherschützerin den Markt manipuliert und verhindert, dass Kunden in Großbritannien Spiele zu günstigeren Preisen erstehen konnten. Shotbolt erhebt den Vorwurf, dass dieser nicht zulässige Eingriff in den Markt seit mindestens sechs Jahren andauert. Mit der Klage wolle man "dieses rechtswidrige Verhalten stoppen und den Menschen helfen, das zu bekommen, was ihnen zusteht."
Siehe auch:
Verbraucherschützer: Preismanipulation bei Steam
Vicki Shotbolt ist in Großbritannien als Verbraucherschützerin bekannt, die sich mit ihrer Organisation The Parent Zone vor allem um Themen rund um Kinder- und Familienschutz bemüht. Jetzt macht Shotbolt mit einer Klage gegen Steam auf sich aufmerksam. "Valve manipuliert den Markt und nutzt die britischen Spieler aus", so die Verbraucherschützerin laut BBC. Die Forderung: umgerechnet rund 776 Millionen Euro Entschädigung.Die Klage greift einen alten Vorwurf gegen Valve vor dem Competition Appeal Tribunal in London neu auf. Verträge, die Publisher für die Veröffentlichung auf Steam unterschreiben müssen, würden darauf abzielen, Wettbewerb im Markt für PC-Spiele zu unterbinden. Im Zentrum der Klage steht die Verpflichtung, Spiele auf anderen Plattformen nicht günstiger anbieten zu dürfen als auf Steam.
Damit habe Valve aus Sicht der Verbraucherschützerin den Markt manipuliert und verhindert, dass Kunden in Großbritannien Spiele zu günstigeren Preisen erstehen konnten. Shotbolt erhebt den Vorwurf, dass dieser nicht zulässige Eingriff in den Markt seit mindestens sechs Jahren andauert. Mit der Klage wolle man "dieses rechtswidrige Verhalten stoppen und den Menschen helfen, das zu bekommen, was ihnen zusteht."
55 Euro für jeden
Die Klage gegen Valve wird als Sammelklage eingereicht und soll für bis zu 14 Millionen britische Kunden eine Entschädigung erstreiten. Im Durchschnitt versucht man hier also bei einem Urteil rund 55 Euro pro Person von Valve zurückzuerhalten. Zur Einordnung: Valve verzeichnete im Jahr 2023 einen Rekordumsatz von über 8,34 Milliarden Euro, die Klage umfasst also rund 9,3 Prozent des letzten Jahresumsatzes.
Zusammenfassung
- Steam hat eine marktdominierende Stellung im Bereich PC-Spiele
- Verbraucherschützer in UK fordern 776 Mio. Euro Entschädigung von Valve
- Vicki Shotbolt klagt gegen Steam wegen Marktmanipulation und Preiskontrolle
- Verträge zwingen Publisher, Spiele auf Steam nicht günstiger anzubieten
- Klage behauptet, Valve verhindere günstigere Spielpreise seit mindestens sechs Jahren
- Sammelklage betrifft 14 Mio. britische Kunden, fordert 55 Euro pro Person
- Valve verzeichnete 2023 einen Rekordumsatz von über 8,34 Milliarden Euro
Siehe auch:
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