Krasse Kampfansage: ARM-Chef will die Hälfte des Windows-Marktes

"Wo sehen sie sich in fünf Jahren?" ist eine beliebte Frage unter Personalern. Rene Haas, Chef des britischen Chip-Designers ARM, würde hier dann wohl dadurch auffallen, seine Antwort mit besonders breiter Brust in den Raum zu stellen.
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Endlich der Durchbruch?

Die Prozessor-Architekturen aus seinem Hause treiben seit geraumer Zeit den größten Teil mobiler Geräte an. In den klassischen PCs und Notebooks spielten sie hingegen lange keine herausragende Rolle - wenn man vom jüngsten Schub durch den Umstieg Apples auf ARM-Chips absieht. Insbesondere im Windows-Segment kam die Plattform trotz vielfältiger Bemühungen nicht recht voran.

Das soll sich nun aber ändern. Angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um die KI-PCs, bei denen Microsoft ARM-basierte Notebooks als Grundlage seiner Copilot-Anwendungen hinstellt, hofft man bei ARM, die klassische x86-Plattform auch in diesem Segment endlich zurückdrängen zu können.


"Ich denke, dass der Marktanteil von ARM bei Windows in den nächsten fünf Jahren bei über 50 Prozent liegen könnte", sagte Haas in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Unterfüttert wird diese Aussage nicht nur dadurch, dass Microsofts Anforderungen an KI-PCs und die ARM-Chips der Snapdragon X-Plattform Qualcomms nahezu perfekt zueinanderpassen.

Redmond liefert

Haas sieht bei Microsoft auch ein viel größeres Engagement für ARM-basierte Systeme, als man es bisher vorfand. "Sie (Microsoft) sind weit über das hinausgegangen, was sie (bei den Entwickler-Tools) hatten, und sie haben in den letzten paar Jahren wirklich aufgeholt", sagte der ARM-Chef. "Sie sind von einem Software-Standpunkt aus sehr, sehr engagiert."

Grundsätzlich wird ARM von Microsoft schon lange unterstützt. Allerdings kaufte kaum jemand entsprechende Geräte, weil man auf diesen deutlich weniger Software als auf den klassischen x86-Rechnern nutzen konnte. Das hat sich nun allerdings geändert und Intel wird sich strecken müssen, um die ARM-Plattform in ihre Schranken zu weisen - was aktuell auch versucht wird.
Zusammenfassung
  • Personalfrage: "Wo sehen sie sich in fünf Jahren?" beliebt bei Personalern
  • Rene Haas, Chef von ARM, antwortet selbstbewusst auf diese Frage
  • ARM-Prozessoren dominieren mobile Geräte, weniger in klassischen PCs
  • Apples Umstieg auf ARM-Chips brachte jüngsten Schub in Notebooks
  • ARM hofft, mit KI-PCs und Microsofts Unterstützung Marktanteile zu gewinnen
  • Haas erwartet ARM-Marktanteil bei Windows in fünf Jahren über 50 Prozent
  • Microsoft zeigt großes Engagement für ARM-basierte Systeme und Entwickler-Tools

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