Intel bereit für Gegenschlag:
Windows soll kein ARM-Gebiet werden
Der Fokus der Tech-Branche der letzten Zeit dürfte Intel nicht geschmeckt haben: Immer wieder drehte sich alles um die neuen KI-PCs mit ARM-basierten Prozessoren, die von Microsoft beworben wurden. Jetzt sieht Intel aber seine Chance zum Gegenschlag gekommen.
In Taiwan hat das Unternehmen anlässlich der Branchenmesse Computex zahlreiche Pressevertreter aus aller Welt auf seiner Intel Tech Tour versammelt und spricht dort sehr viel über seine kommenden Lunar-Lake-Chips. Diese sollen zukünftig auch ohne den Einsatz von ARM-SoCs dafür sorgen, dass Notebook-Hardware die Anforderungen Microsofts für die Nutzung lokaler KI-Algorithmen bereitstellt.
Lunar Lake soll demnächst auf den Markt kommen und dann den Gegenpol zu Qualcomms Snapdragon X-Plattform und AMDs Next-Gen bilden. Der Kernpunkt der Entwicklung bei den neuen Chips wird die dedizierte NPU sein, also die eigene Einheit für Berechnungen in neuronalen Netzen, die hier nun deutlich mehr Leistung abliefern soll.
Intel hatte hier mit der Meteor-Lake-Generation Prozessoren auf den Markt gebracht, die mit einer Spitzenleistung von 11,5 TOPS (Trillion Operations per Second) aufwarten konnten. Laut Intel soll die NPU-spezifische Performance bei den kommenden Lunar Lake-Chips auf bis zu 48 TOPS steigen. Mehr kann noch dazukommen, wenn in einem Rechner noch separate GPUs verbaut werden.
Für Intel ist dies natürlich keine besonders verlockende Aussicht, nachdem man vor einigen Jahren bereits Apple an die konkurrierende Architektur verloren hat. Entsprechend groß ist nun das Engagement, um bei den Nutzern des Microsoft-Betriebssystems die klare Nummer 1 zu bleiben.
Um dies zu schaffen, bedarf es allerdings mehr als nur einer deutlich gesteigerten KI-Performance. Letztlich muss man auch mit der enormen Energieeffizienz der ARM-Systeme mithalten, durch die Notebooks lange Akkulaufzeiten erreichen. Auch hier will Intel aber weit gekommen sein, indem die Entwickler das Leistung-pro-Watt-Verhältnis immer weiter optimierten. Wie sich all dies in der Praxis auswirkt, lässt sich abschließend erst bewerten, wenn die ersten Lunar Lake-Systeme wirklich auf dem Tisch stehen - es deutet sich aber durchaus an, dass die neue Konkurrenz-Situation ordentlich Leben in die Sache bringt.
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Lunar Lake soll demnächst auf den Markt kommen und dann den Gegenpol zu Qualcomms Snapdragon X-Plattform und AMDs Next-Gen bilden. Der Kernpunkt der Entwicklung bei den neuen Chips wird die dedizierte NPU sein, also die eigene Einheit für Berechnungen in neuronalen Netzen, die hier nun deutlich mehr Leistung abliefern soll.
Intel hatte hier mit der Meteor-Lake-Generation Prozessoren auf den Markt gebracht, die mit einer Spitzenleistung von 11,5 TOPS (Trillion Operations per Second) aufwarten konnten. Laut Intel soll die NPU-spezifische Performance bei den kommenden Lunar Lake-Chips auf bis zu 48 TOPS steigen. Mehr kann noch dazukommen, wenn in einem Rechner noch separate GPUs verbaut werden.
Weit über 40 TOPS
Microsoft verlangt von der Hardware mindestens 40 TOPS, damit kommende KI-Anwendungen wie Copilot+ mit hinreichender Performance betrieben werden können. Die Snapdragon X-Plattform kann diese Leistung bringen und ist damit endlich auch die Chance, dass ARM-basierte Systeme auch in der Windows-Welt endlich eine nennenswerte Rolle spielen könnten.Für Intel ist dies natürlich keine besonders verlockende Aussicht, nachdem man vor einigen Jahren bereits Apple an die konkurrierende Architektur verloren hat. Entsprechend groß ist nun das Engagement, um bei den Nutzern des Microsoft-Betriebssystems die klare Nummer 1 zu bleiben.
Um dies zu schaffen, bedarf es allerdings mehr als nur einer deutlich gesteigerten KI-Performance. Letztlich muss man auch mit der enormen Energieeffizienz der ARM-Systeme mithalten, durch die Notebooks lange Akkulaufzeiten erreichen. Auch hier will Intel aber weit gekommen sein, indem die Entwickler das Leistung-pro-Watt-Verhältnis immer weiter optimierten. Wie sich all dies in der Praxis auswirkt, lässt sich abschließend erst bewerten, wenn die ersten Lunar Lake-Systeme wirklich auf dem Tisch stehen - es deutet sich aber durchaus an, dass die neue Konkurrenz-Situation ordentlich Leben in die Sache bringt.
Zusammenfassung
- Intel sieht seine Chance zum Gegenschlag gegen ARM-basierte KI-PCs gekommen
- Auf der Computex in Taiwan präsentierte Intel seine neuen Lunar-Lake-Chips
- Lunar Lake soll ohne ARM-SoCs lokale KI-Algorithmen unterstützen
- Die neuen Chips haben eine dedizierte NPU für neuronale Netzberechnungen
- Lunar Lake-Chips sollen bis zu 48 TOPS NPU-Leistung erreichen
- Microsoft verlangt mindestens 40 TOPS für kommende KI-Anwendungen
- Intel will auch die Energieeffizienz der ARM-Systeme erreichen
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