Windows 11: Und plötzlich sind Hinweise auf Startmenü-Werbung weg
Microsoft experimentiert immer wieder mit diversen Hinweisen auf eigene Produkte in seinen Betriebssystemen, diese kommen bei Nutzern selten gut an. Zuletzt tauchten Hinweise auf, dass man mehr oder weniger klassische Werbung plant. Doch die kommt doch nicht.
In jüngster Vergangenheit wurde aber bekannt, dass Microsoft wohl echte Werbung im Startmenü anzeigen will - und auch wenn es sich dabei erst um vorsichtige Hinweise in Previews handelte, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten. Sie kam selbst von jenen, die das neue Startmenü grundsätzlich nicht stört.
Im Windows 11-Canary-Build mit der Nummer 26200.5001 konnte man dann in den Einstellungen explizit lesen, dass diese "Empfehlungen" für "Tipps, Shortcuts, neue Apps, Werbung und mehr" dienen. Doch nun wurde diese Formulierung erneut geändert. Wie der Twitter-Nutzer @XenoPanther entdeckt hat (via xda), findet man diesen Wortlaut in Build 26212 nicht länger.
Denn mittlerweile liest sich der Text folgendermaßen: "Empfehlungen für Tipps, App-Promotions und mehr anzeigen". Das ist freilich auch eine Sache der Semantik, denn bei "App-Promotions" kann es sich nach wie vor um eine Form von Werbung handeln. Und dennoch: Durch die Entfernung des Wortes Werbung bleibt Nutzern wenigstens die offensichtlichste und auch breiteste Form von Reklame erspart.
Allerdings hat es Brandon LeBlanc, Senior Program Manager für das Windows Insider Program Team bei Microsoft, bereits zuvor als "super-alte Zeichenkette" bezeichnet, die Formulierung wurde nun auch in der Praxis geändert. Ob man den Worten von LeBlanc Glauben schenkt, ist eine andere Frage, denn es ist denkbar, dass er damit die Nutzer beschwichtigen wollte. Doch selbst wenn Startmenü-Werbung kommen sollte: Es wäre von Anfang an geplant gewesen, dass man das relativ einfach selbst ausschalten kann.
Siehe auch:
- Microsoft testet immer wieder Produkt-Hinweise in seinen Betriebssystemen
- Klassische Werbung in Windows stößt oft auf Nutzerkritik
- Geplante Werbung im Startmenü sorgte für schnelle negative Reaktionen
- In Build 26200.5001 waren "Empfehlungen" für Werbung vorgesehen
- Neuer Build 26212 ändert die Formulierung zu "App-Promotions"
- Senior Manager LeBlanc nennt alte Werbeformulierung "super-alt"
- Startmenü-Werbung könnte einfach deaktivierbar sein
Werbung im Windows-Startmenü
Werbung ist stets ein schwieriges Thema, vor allem dann, wenn sie auf einem Produkt erscheint, für das man bereits Geld bezahlt und regulär eine Lizenz erworben hat. Deshalb kommt es immer wieder zu Protesten, wenn Microsoft in Windows Hinweise auf eigene Dienste und Software einblendet.In jüngster Vergangenheit wurde aber bekannt, dass Microsoft wohl echte Werbung im Startmenü anzeigen will - und auch wenn es sich dabei erst um vorsichtige Hinweise in Previews handelte, ließ die Kritik nicht lange auf sich warten. Sie kam selbst von jenen, die das neue Startmenü grundsätzlich nicht stört.
Im Windows 11-Canary-Build mit der Nummer 26200.5001 konnte man dann in den Einstellungen explizit lesen, dass diese "Empfehlungen" für "Tipps, Shortcuts, neue Apps, Werbung und mehr" dienen. Doch nun wurde diese Formulierung erneut geändert. Wie der Twitter-Nutzer @XenoPanther entdeckt hat (via xda), findet man diesen Wortlaut in Build 26212 nicht länger.
Denn mittlerweile liest sich der Text folgendermaßen: "Empfehlungen für Tipps, App-Promotions und mehr anzeigen". Das ist freilich auch eine Sache der Semantik, denn bei "App-Promotions" kann es sich nach wie vor um eine Form von Werbung handeln. Und dennoch: Durch die Entfernung des Wortes Werbung bleibt Nutzern wenigstens die offensichtlichste und auch breiteste Form von Reklame erspart.
Allerdings hat es Brandon LeBlanc, Senior Program Manager für das Windows Insider Program Team bei Microsoft, bereits zuvor als "super-alte Zeichenkette" bezeichnet, die Formulierung wurde nun auch in der Praxis geändert. Ob man den Worten von LeBlanc Glauben schenkt, ist eine andere Frage, denn es ist denkbar, dass er damit die Nutzer beschwichtigen wollte. Doch selbst wenn Startmenü-Werbung kommen sollte: Es wäre von Anfang an geplant gewesen, dass man das relativ einfach selbst ausschalten kann.
Siehe auch:
- Windows 11: Startmenü testet nach "Empfehlungen" jetzt "Companions"
- Update: Microsoft verbessert die Windows 11 Freigabe-Funktion
- Microsoft blockiert Edge-Settings, wenn Windows 11 nicht aktiviert ist
- Restriktivere Systemvoraussetzungen starten mit Windows 11 24H2
- Windows 11 24H2 setzt auf aktivierte BitLocker-Verschlüsselung
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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