Microsoft-Veteran: So kam Windows NT zu seinem geliebten Startmenü
Der frühere Microsoft-Entwickler Dave W. Plummer sorgt mit seinen Anekdoten immer mal wieder für Unterhaltung. Jetzt hat er berichtet, wie er einst mit erstaunlich wenig Aufwand und einem frisch entdecktem Kniff dafür sorgte, dass Windows NT mit dem von ihm programmierten Startmenü von vielen Nutzern geliebt wurde.
Startmenü von Windows NT
Windows NT erschien in einer Vielzahl von Varianten und Sprachen, weshalb Bitmaps für die Anzeige des Betriebssystem-Namens links der normalen Startmenüeinträge nicht verwendet werden konnten, erklärte der Entwickler in seinem Post. Plummer machte sich also auf die Suche nach einer Methode, mit der die grafische Gestaltung im Startmenü mit dem vertikal verlaufenden Schriftzug mit dem Betriebssystem-Namen und dem Farbverlauf programmiert werden konnte.
Plummer stellte zunächst fest, dass es nicht möglich war, unter Windows NT Text vertikal rotiert rendern zu lassen, was er aber durch das "Drehen des Gerätekontexts" dennoch erzielen konnte. Letztlich gelang es ihm so, den Produktnamen ohne großen Aufwand im Startmenü anzeigen zu lassen.
Bei der Gestaltung des Startmenüs von Windows NT war laut Plummers Erinnerung kein Grafikdesigner involviert. Natürlich hatten die Designer zuvor entschieden, wie das Startmenü von Windows 95 aussehen sollte, an dem sich Plummer bei NT orientierte, aber für das Workstation- und Server-Betriebssystem selbst gab es in diesem Fall keinen Einfluss des Design-Teams.
Letztlich sorgte Plummer mit seiner Arbeit dafür, dass das Startmenü von Windows NT und daher auch Windows 2000 mit einer selten erreichten Performance dargestellt werden konnte. Lange Entscheidungswege gab es damals übrigens bei Microsoft wohl nicht: die Aufgabe habe erledigt werden müssen und er habe einfach eines Tages entschieden, sie zu übernehmen und umzusetzen, so der frühere Microsoft-Mitarbeiter.
Für mich waren Windows NT und später Windows 2000 viele Jahre die bevorzugte Wahl, liefen sie doch meist stabiler und waren oft auch visuell weniger überladen und "verspielt" als Windows 95, 98 und XP. Wart ihr eher mit den Consumer-Versionen unterwegs oder eher in der "Workstation"-Welt von NT & Co zuhause?
Siehe auch:
Herr Plummer plaudert aus dem Nähkästchen
Dave Plummer hat auf X/Twitter mal wieder eine Geschichte aus einer Zeit bei Microsoft veröffentlicht, in der er schilderte, wie er einst dafür sorgte, dass Windows NT ein neu programmiertes Startmenü bekam. Statt der unter Windows 95 verwendeten Bitmap-Bilddateien sollte nach seinem Willen unter Windows NT 4.0 Programmiercode für die Darstellung des Startmenüs in allen Details verwendet werden.
Startmenü von Windows NT
Windows NT erschien in einer Vielzahl von Varianten und Sprachen, weshalb Bitmaps für die Anzeige des Betriebssystem-Namens links der normalen Startmenüeinträge nicht verwendet werden konnten, erklärte der Entwickler in seinem Post. Plummer machte sich also auf die Suche nach einer Methode, mit der die grafische Gestaltung im Startmenü mit dem vertikal verlaufenden Schriftzug mit dem Betriebssystem-Namen und dem Farbverlauf programmiert werden konnte.
Plummer stellte zunächst fest, dass es nicht möglich war, unter Windows NT Text vertikal rotiert rendern zu lassen, was er aber durch das "Drehen des Gerätekontexts" dennoch erzielen konnte. Letztlich gelang es ihm so, den Produktnamen ohne großen Aufwand im Startmenü anzeigen zu lassen.
Simple Tricks ohne Beteiligung von Designern
Mittels einfacher "GDI-Calls", also Anfragen an das Rendering-System der alten Windows-Versionen, war es außerdem möglich, den Farbverlauf hinter der Schrift von Blau zu Schwarz mit wenigen Handgriffen zu realisieren. Bei diesem Design orientierte sich Plummer nach eigenen Angaben an der auch auf der Verpackung von Windows NT verwendeten Darstellung eines Himmels, der in eine schwarze Fläche übergeht.Bei der Gestaltung des Startmenüs von Windows NT war laut Plummers Erinnerung kein Grafikdesigner involviert. Natürlich hatten die Designer zuvor entschieden, wie das Startmenü von Windows 95 aussehen sollte, an dem sich Plummer bei NT orientierte, aber für das Workstation- und Server-Betriebssystem selbst gab es in diesem Fall keinen Einfluss des Design-Teams.
Letztlich sorgte Plummer mit seiner Arbeit dafür, dass das Startmenü von Windows NT und daher auch Windows 2000 mit einer selten erreichten Performance dargestellt werden konnte. Lange Entscheidungswege gab es damals übrigens bei Microsoft wohl nicht: die Aufgabe habe erledigt werden müssen und er habe einfach eines Tages entschieden, sie zu übernehmen und umzusetzen, so der frühere Microsoft-Mitarbeiter.
Für mich waren Windows NT und später Windows 2000 viele Jahre die bevorzugte Wahl, liefen sie doch meist stabiler und waren oft auch visuell weniger überladen und "verspielt" als Windows 95, 98 und XP. Wart ihr eher mit den Consumer-Versionen unterwegs oder eher in der "Workstation"-Welt von NT & Co zuhause?
Zusammenfassung
- Dave W. Plummer teilt Anekdoten aus seiner Zeit bei Microsoft
- Er entwickelte das Startmenü für Windows NT neu
- Unter Windows NT 4.0 wurde Code statt Bitmaps verwendet
- Plummer ermöglichte die Anzeige des Betriebssystem-Namens im Menü
- Er nutzte GDI-Calls für Farbverläufe im Startmenü
- Kein Grafikdesigner war an der Gestaltung des NT-Menüs beteiligt
- Plummers Arbeit verbesserte die Performance von Windows NT und 2000
Siehe auch:
- Windows 11: Neues Startmenü bringt App-Gruppen wie bei Apple
- Windows 11 Beta: Neues Startmenü jetzt mit Android-Integration
- Microsoft zeigt neues Windows 11-Startmenü und Android-Freigabe
- Windows 11: Und plötzlich sind Hinweise auf Startmenü-Werbung weg
- Windows 11: Startmenü testet nach "Empfehlungen" jetzt "Companions"
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