Neuer Kartellprozess: Apple hat iOS zum illegalen Monopol gemacht
Apple gerät immer stärker unter Beschuss. Aus Sicht des US-Justizministeriums hat der Konzern rund um seine iPhone-Plattform ein illegales Monopol aufgebaut. Die Juristen der Behörde haben daher nun eine Klage gegen den kalifornischen Konzern eingereicht.
Dies wird von Apple auch gar nicht direkt abgestritten. Trotzdem ist das mögliche Ergebnis des Verfahrens nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Justiziare des Konzerns möchten hingegen an der Perspektive auf die ganze Situation ansetzen. Demnach kann es nicht einfach darum gehen, wie gut sich einige Apps und Services in die iOS-Plattform integrieren können.
Vielmehr sei es wichtig, die Stellung Apples in dem hart umkämpften Mobile-Markt zu betrachten, in dem Android eine klar beherrschende Stellung innehat. Hier versucht Apple mit seinem Rundum-Glücklich-Paket dafür zu sorgen, dass seine Produkte aus der Sicht des Kunden auf dem Markt herausstechen.
Wie das Verfahren ausgeht, steht somit trotz inzwischen vieler anderer Beispiele in den Sternen. Für Europa dürfte ein Urteil aber ohnehin kaum Folgen haben - denn hier hat die Gesetzgebung mögliche Auflagen ohnehin schon voraus genommen und Apple muss anderen Anbietern einen leichteren Zugang auf der iOS-Plattform gewähren.
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Behinderung der Konkurrenz
Wie aus der Klageschrift hervorgeht, habe Apple aus Sicht des Justizministeriums verschiedene Maßnahmen getroffen, um mögliche Konkurrenten für eigene Services, die auf dem iPhone und iOS angesiedelt sind, kaltzustellen. So hätten Wettbewerber keinen Zugang zu bestimmten Informationen über verschiedene Hard- und Softwarefunktionen erhalten, wodurch diese nicht den gleichen Feature-Umfang bieten konnten, wie die entsprechenden Angebote Apples, berichtet die Nachrichtenagentur AP.Dies wird von Apple auch gar nicht direkt abgestritten. Trotzdem ist das mögliche Ergebnis des Verfahrens nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Justiziare des Konzerns möchten hingegen an der Perspektive auf die ganze Situation ansetzen. Demnach kann es nicht einfach darum gehen, wie gut sich einige Apps und Services in die iOS-Plattform integrieren können.
Vielmehr sei es wichtig, die Stellung Apples in dem hart umkämpften Mobile-Markt zu betrachten, in dem Android eine klar beherrschende Stellung innehat. Hier versucht Apple mit seinem Rundum-Glücklich-Paket dafür zu sorgen, dass seine Produkte aus der Sicht des Kunden auf dem Markt herausstechen.
Ausgang ungewiss
Die Auseinandersetzung um den Missbrauch der eigenen Kontrolle über eine Plattform zugunsten anderer eigener Produkte hatte vor vielen Jahren zur ersten großen Kartellauseinandersetzung in der IT-Branche geführt, bei der es um Microsofts Verquickung von Windows und Internet Explorer ging. Microsoft musste damals hohe Strafen zahlen und Änderungen umsetzen. Apple hat im Vergleich aber zwar eine große, aber eben nicht die marktbeherrschende Stellung im Mobile-Bereich inne.Wie das Verfahren ausgeht, steht somit trotz inzwischen vieler anderer Beispiele in den Sternen. Für Europa dürfte ein Urteil aber ohnehin kaum Folgen haben - denn hier hat die Gesetzgebung mögliche Auflagen ohnehin schon voraus genommen und Apple muss anderen Anbietern einen leichteren Zugang auf der iOS-Plattform gewähren.
Zusammenfassung
- US-Justizministerium klagt Apple wegen Monopolbildung an
- Apple soll Konkurrenten bei iPhone-Services behindert haben
- Wettbewerber erhielten keinen Zugang zu wichtigen Informationen
- Apple streitet Vorwürfe nicht direkt ab, verteidigt aber seine Strategie
- Marktposition im Vergleich zu Android wird von Apple betont
- Ausgang des Verfahrens ungewiss, in Europa andere rechtliche Lage
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