Trotz Appell an Europa: USA selbst senden weiterhin Chips nach China
Kürzlich forderten die USA europäische Firmen erneut dazu auf, ihre Produkte nicht mehr an chinesische Unternehmen zu verkaufen. Doch der amerikanische Chiphersteller Intel sendet mit Genehmigung der eigenen Regierung weiterhin seine Chips nach China.
Die Erlaubnis aus dem Jahr 2020 war noch durch die damalige Trump-Regierung erteilt worden. Wohl um politische Spannungen nach dem Abschuss eines chinesischen Spionageballons über den USA im Jahr 2023 abzubauen, wurde diese Befugnis bis heute aufrechterhalten.
Im Zeitraum seit der Erteilung der Sondererlaubnis konnte Intel laut der Nachrichtenagentur Reuters den Anteil der eigenen Chips in Huawei-Notebooks von 52,9 Prozent auf unglaubliche 90,7 Prozent steigern. Auf diesem Weg erzielte der amerikanische Konzern zusätzliche Einnahmen von mehreren 100 Millionen Dollar. Warum jedoch nur Intel und nicht auch andere US-Chiphersteller wie AMD eine solche Erlaubnis erhielten, ist nicht klar.
Siehe auch:
Druck der USA auf europäische Unternehmen wächst
Seit einiger Zeit versucht die amerikanische Regierung, die Zusammenarbeit zwischen europäischen und chinesischen Unternehmen zu unterbinden. So berichteten wir letzte Woche davon, dass in Deutschland vor allem die Carl Zeiss AG dazu gebracht werden soll, keine ihrer produzierten optischen Komponenten mehr nach China zu exportieren. Doch auch andere europäische Firmen haben die Amerikaner im Auge. Auf diese Weise möchten die USA die technische Entwicklung Chinas mittelfristig ausbremsen.Sondererlaubnis für amerikanischen Konzern
Währenddessen exportiert der amerikanische Chiphersteller Intel jedoch weiterhin mit expliziter Genehmigung der eigenen Regierung seine Computerchips an die chinesische Firma Huawei.Die Erlaubnis aus dem Jahr 2020 war noch durch die damalige Trump-Regierung erteilt worden. Wohl um politische Spannungen nach dem Abschuss eines chinesischen Spionageballons über den USA im Jahr 2023 abzubauen, wurde diese Befugnis bis heute aufrechterhalten.
Im Zeitraum seit der Erteilung der Sondererlaubnis konnte Intel laut der Nachrichtenagentur Reuters den Anteil der eigenen Chips in Huawei-Notebooks von 52,9 Prozent auf unglaubliche 90,7 Prozent steigern. Auf diesem Weg erzielte der amerikanische Konzern zusätzliche Einnahmen von mehreren 100 Millionen Dollar. Warum jedoch nur Intel und nicht auch andere US-Chiphersteller wie AMD eine solche Erlaubnis erhielten, ist nicht klar.
Genehmigung läuft aus
Ende des Jahres wird allem Anschein nach aber wohl auch für Intel Schluss sein. Dann läuft die Genehmigung aus und soll nicht weiter verlängert werden. Huawei dürfte das aber nicht in allzu arge Schwierigkeiten bringen. Denn mittlerweile setzt das Unternehmen bei seinen in China verkauften Notebooks verstärkt auf die eigenen Kirin-Chips.
Zusammenfassung
- USA drängen EU-Firmen zum Exportstopp nach China
- Carl Zeiss AG soll keine Produkte nach China liefern
- Intel exportiert mit US-Erlaubnis weiter Chips nach China
- Intel steigerte Gewinn durch Exporte stark
- Erlaubnis für Intel-Exporte endet Ende des Jahres
- Huawei setzt zunehmend auf eigene Kirin-Chips
Siehe auch:
- USA fordern Lieferstopp auf Zeiss-Linsen für Chinas Chipfertiger
- Huawei & Co: USA stoppt Materialzufuhr der chinesischen Chipindustrie
- Trotz Embargo: Huawei will 5nm-Chips bauen - koste es, was es wolle
- Anti-Embargo-Maßnahme: Huawei will Android vom Thron stoßen
- Bericht: China pumpt Milliarden in Huawei, um US-Embargo zu schlagen
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