Huawei & Co: USA stoppt Materialzufuhr der chinesischen Chipindustrie
Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat offenbar begonnen, massiven Druck auf amerikanische Firmen auszuüben, die als Zulieferer der Chipindustrie auch chinesische Hersteller bedienen. Unter anderem will man so die Fertigung bei Huaweis Chip-Partner SMIC stoppen.
Eines der betroffenen US-Unternehmen ist die Firma Entegris, die nun Lieferungen im Wert von zig Millionen Dollar gestoppt hat, welche eigentlich für das Werk namens SMIC South bestimmt waren. Entegris produziert unter anderem Filter, Gase, Chemikalien und Produkte für den Umgang mit Siliziumwafern. All diese Materialien sind für die Chipfertigung essenziell und waren bisher eigentlich nicht von Exportbeschränkungen für US-Firmen an chinesische Abnehmer betroffen.
Entegris erklärte laut Reuters, dass man sich an die Vorgaben der US-Regierung halte. Es gibt nach wie vor keine Beweise, dass das Unternehmen mit der Lieferung bestimmter Produkte gegen gesetzliche Regelungen oder Exportbeschränkungen verstoßen haben könnte. Dennoch hat Entegris die Lieferung wohl gestoppt. Je nach Umfang der Lagerbestände in SMICs größtem Werk, könnte es jetzt zu einer länger andauernden Unterbrechung der Produktion kommen.
Branchenkenner gehen davon aus, dass SMIC South als einziges chinesisches Chipwerk in der Lage ist, Chips mit einer Strukturbreite zu fertigen, die dem entsprechen, was von TSMC und anderen führenden Anbietern als 7nm-Maßstab vermarktet wird. Huawei nutzt SMIC South aller Wahrscheinlichkeit, um dort seinen Kirin 9000S fertigen zu lassen.
Mit diesem 7nm-äquivalenten Chip mit integriertem 5G-Modem hatte Huawei im Zuge des Starts der Smartphone-Serie Mate 60 für großes Aufsehen gesorgt, weil es das erste Mal ist, dass man einen so gut ausgestatteten Chip in diesem Maßstab in China selbst fertigen kann. Mit dem Angriff auf die Lieferkette für die zum Bau von Wafern und Chips benötigten Materialien hat die US-Regierung offenbar einen weiteren Weg gefunden, die Chipfertigung in China zu behindern.
Siehe auch:
USA untersagen Lieferungen von US-Firmen nach China
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf mehrere Quellen aus dem Umfeld der zuständigen US-Behörden stützt, hat das Commerce Department zuletzt dutzende Briefe an US-Zulieferer des chinesischen Chipherstellers SMIC (Semiconductor Manufacturing International Corp) geschickt. Darin entzieht die US-Behörde den Firmen die Erlaubnis, das modernste Werk von SMIC mit Materialien zu beliefern.Eines der betroffenen US-Unternehmen ist die Firma Entegris, die nun Lieferungen im Wert von zig Millionen Dollar gestoppt hat, welche eigentlich für das Werk namens SMIC South bestimmt waren. Entegris produziert unter anderem Filter, Gase, Chemikalien und Produkte für den Umgang mit Siliziumwafern. All diese Materialien sind für die Chipfertigung essenziell und waren bisher eigentlich nicht von Exportbeschränkungen für US-Firmen an chinesische Abnehmer betroffen.
Entegris erklärte laut Reuters, dass man sich an die Vorgaben der US-Regierung halte. Es gibt nach wie vor keine Beweise, dass das Unternehmen mit der Lieferung bestimmter Produkte gegen gesetzliche Regelungen oder Exportbeschränkungen verstoßen haben könnte. Dennoch hat Entegris die Lieferung wohl gestoppt. Je nach Umfang der Lagerbestände in SMICs größtem Werk, könnte es jetzt zu einer länger andauernden Unterbrechung der Produktion kommen.
US-Aktion könnte Chipfertigung bei SMIC South unterbrechen
Analysten erwarten, dass es drei bis neun Monate dauern würde, bis SMIC andere Zulieferer für die wegfallenden Materialien aus den USA gefunden hat. In dieser Zeit könnte die Produktion deutlich reduziert oder ganz eingestellt werden müssen, wobei unklar ist, wie groß die Lagerbestände des Unternehmens sind. Außerdem hängt der Effekt auch davon ab, wie unvorbereitet der Chiphersteller ist.Branchenkenner gehen davon aus, dass SMIC South als einziges chinesisches Chipwerk in der Lage ist, Chips mit einer Strukturbreite zu fertigen, die dem entsprechen, was von TSMC und anderen führenden Anbietern als 7nm-Maßstab vermarktet wird. Huawei nutzt SMIC South aller Wahrscheinlichkeit, um dort seinen Kirin 9000S fertigen zu lassen.
Mit diesem 7nm-äquivalenten Chip mit integriertem 5G-Modem hatte Huawei im Zuge des Starts der Smartphone-Serie Mate 60 für großes Aufsehen gesorgt, weil es das erste Mal ist, dass man einen so gut ausgestatteten Chip in diesem Maßstab in China selbst fertigen kann. Mit dem Angriff auf die Lieferkette für die zum Bau von Wafern und Chips benötigten Materialien hat die US-Regierung offenbar einen weiteren Weg gefunden, die Chipfertigung in China zu behindern.
Zusammenfassung
- US-Regierung setzt Firmen unter Druck, China nicht zu beliefern
- Entzug der Erlaubnis für Material-Lieferungen an SMIC
- Firma Entegris stoppt Lieferungen in Millionenwert
- Keine Beweise für Verstöße von Entegris gegen Exportregeln
- Produktionsunterbrechung bei SMIC South möglich
- Suche nach neuen Zulieferern könnte Monate dauern
- SMIC South fertigt hoch entwickelte Chips für Huawei
- US-Maßnahmen zielen auf Chinas Chipfertigung ab
Siehe auch:
- Trotz Embargo: Huawei will 5nm-Chips bauen - koste es, was es wolle
- Embargo: Europäische Anlagen machen Huaweis Chip-Trickserei möglich
- Huawei: Chip im neuen Mate 60 Pro nach Apple-Vorbild selbst gebaut
- Neues Huawei-Smartphone mit 7nm-Chip hat US-Regierung geschockt
- Trotz Embargo: China-Chip mit 7nm & 5G in Huaweis neuem Top-Handy
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