Apple hat die nächste Monopol-Klage am Hals - diesmal gehts um iCloud
Apple blieb von kartellrechtlichen Vorwürfen lange relativ unbehelligt. Nun aber hat der Konzern mit einer Sache nach der anderen zu kämpfen. Aktuell steht eine neue Sammelklage ins Haus, in der ihm der Missbrauch einer Monopolstellung vorgeworfen wird.
Konkret geht es bei der Klage gegen Apple darum, dass die Betriebssysteme des Unternehmens so konzipiert sind, dass die User quasi zur Nutzung des Online-Speichers iCloud gedrängt werden. Es ist nahezu unmöglich oder zumindest sehr kompliziert, beispielsweise die gleiche Funktionalität bei der Synchronisierung auch unter Verwendung konkurrierender Speicher-Angebote hinzubekommen. Das berichtet das US-Magazin The Hill.
Diese Bevorzugung des iCloud-Dienstes gegenüber anderen Speicher-Anbietern verzerre die Wettbewerbslandschaft, heißt es in der Klage. "Als Ergebnis der Beschränkungen sind potenzielle Cloud-Konkurrenten nicht in der Lage, den Besitzern von Apples Geräten eine Full-Service-Cloud-Speicherlösung oder auch nur einen blassen Vergleich anzubieten."
Die Privilegierung des iCloud-Speichers führt laut den Klägern dazu, dass der Dienst unter den Apple-Nutzern einen Marktanteil von rund 70 Prozent erreicht. Und dies, obwohl die Preise höher liegen als bei so manchem Wettbewerber. "Apple hat seine iCloud-Preise so hoch angesetzt, dass der Dienst fast reinen Profit abwirft. Die Fähigkeit Apples, diese Preise aufrechtzuerhalten, ist ein Beweis für seine Monopolmacht", heißt es in der Klage.
Siehe auch:
- Apple sieht sich mit neuer Sammelklage konfrontiert
- Vorwurf des Missbrauchs einer Monopolstellung
- Nutzer werden zur iCloud-Nutzung gedrängt
- Konkurrenz bei Synchronisierungsdiensten benachteiligt
- Marktanteil von iCloud bei Apple-Nutzern bei 70 Prozent
- iCloud-Preise hoch, Dienst sehr profitabel
- Monopolmacht wird durch Preisgestaltung belegt
Konkurrenz ausgeschaltet
Wie schon in vielen anderen vergleichbaren Klagen gegen andere Unternehmen wie beispielsweise Microsoft, geht es in dem Fall darum, dass die Kontrolle über eine Plattform ausgenutzt wird, um ein weiteres Produkt aus eigenem Hause unter Ausschaltung der Konkurrenz zu vermarkten.Konkret geht es bei der Klage gegen Apple darum, dass die Betriebssysteme des Unternehmens so konzipiert sind, dass die User quasi zur Nutzung des Online-Speichers iCloud gedrängt werden. Es ist nahezu unmöglich oder zumindest sehr kompliziert, beispielsweise die gleiche Funktionalität bei der Synchronisierung auch unter Verwendung konkurrierender Speicher-Angebote hinzubekommen. Das berichtet das US-Magazin The Hill.
Diese Bevorzugung des iCloud-Dienstes gegenüber anderen Speicher-Anbietern verzerre die Wettbewerbslandschaft, heißt es in der Klage. "Als Ergebnis der Beschränkungen sind potenzielle Cloud-Konkurrenten nicht in der Lage, den Besitzern von Apples Geräten eine Full-Service-Cloud-Speicherlösung oder auch nur einen blassen Vergleich anzubieten."
Hohe Preise als Beweis
Die Sache wäre vielleicht noch rechtlich unproblematisch, wenn es nur um MacOS ginge - denn bei Desktops und Notebooks hat Apple einen relativ überschaubaren Marktanteil. Allerdings gilt das Gleiche auch für iOS - und bei Smartphones gehört das Unternehmen unzweifelhaft zu den Marktführern.Die Privilegierung des iCloud-Speichers führt laut den Klägern dazu, dass der Dienst unter den Apple-Nutzern einen Marktanteil von rund 70 Prozent erreicht. Und dies, obwohl die Preise höher liegen als bei so manchem Wettbewerber. "Apple hat seine iCloud-Preise so hoch angesetzt, dass der Dienst fast reinen Profit abwirft. Die Fähigkeit Apples, diese Preise aufrechtzuerhalten, ist ein Beweis für seine Monopolmacht", heißt es in der Klage.
Siehe auch:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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