Elon Musk verklagt Sam Altman wegen "Vertragsbruchs" von OpenAI

Elon Musk und Sam Altman haben einst zusammen OpenAI mitge­grün­det, der Tesla-Chef ist aber später wegen eines möglichen Interessen­konflikts aus­ge­stie­gen. Dennoch verklagt Musk seinen ehemaligen Mitstreiter und andere OpenAI-Mitarbeiter nun auf Vertragsbruch.
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Musk zunächst mit und nun gegen OpenAI

OpenAI wurde Ende 2015 von einer Reihe an Experten und Personen aus der Wirtschaft gegründet, dazu zählten auch Sam Altman und Elon Musk. Das auf KI spezialisierte Unternehmen hat als Non-Profit-Organisation begonnen, 2019 folgte dann eine Öffnung in Richtung Kommerz. Kurz zuvor verabschiedete sich Musk und gab als Grund einen "potenziellen künftigen Interessenkonflikt" an, gemeint war damit die Arbeit Teslas am Autopilot sowie dem Full Self-Driving.

Allerdings gab es wohl auch interne Streitigkeiten. Sam Altman behauptet, dass Musk überzeugt war, dass OpenAI den Anschluss an Mitbewerber wie Google verloren habe und selbst die Leitung über die KI-Schmiede übernehmen wollte - was der Aufsichtsrat von OpenAI aber ablehnte.

Das ist als Hintergrund wohl von großer Bedeutung, denn nun hat Elon Musk Sam Altman und andere OpenAI-Manager verklagt. Die Kernbehauptung der Klage ist, dass Mitgründer Greg Brockman ursprünglich an Musk herangetreten sei, um ein quelloffenes und gemeinnütziges Unternehmen zu gründen.


Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, meint Musk, dass der kommerzielle Fokus, der sich spätestens seit dem milliardenschweren Einstieg von Microsoft als Investor ergeben habe, einen Vertragsbruch darstelle. Musks Anwälte verwiesen außerdem darauf, dass OpenAI GPT-4, sein bisher fortschrittlichstes KI-Modell, "völlig geheim" gehalten habe.

xAI ist wohl wahrer Grund

Das wahre Motiv Musks für die Klage ist allerdings leicht durchschaubar: Denn der 52-Jährige hat mit xAI mittlerweile sein eigenes KI-Unternehmen am Start, da ist OpenAI natürlich vor allem eines: ein Konkurrent.

Eine Musk-Klage bedeutet übrigens nicht, dass diese automatisch Aussicht auf Erfolg hat: Denn erst kürzlich hat der Twitter/X-Chef eine Non-Profit-Organisation verklagt, weil diese Hassrede aufgezeigt hat - auf unfaire Weise, wie Musk meint.

Demnach habe die Organisation ihren Nutzungsvertrag gebrochen, indem sie in unzulässiger Weise Daten sammelte und auswählte, um falsche und irreführende Berichte zu erstellen, so Musks Anwälte. In einer ersten Vorverhandlung per Videokonferenz machte der zuständige Richter allerdings klar, dass er die Klage wohl erst gar nicht zulassen wird.

Zusammenfassung
  • Elon Musk verklagt Ex-Partner Sam Altman
  • Musk wirft OpenAI-Mitarbeitern Vertragsbruch vor
  • OpenAI startete 2015 als Non-Profit-Organisation
  • 2019 ging OpenAI den kommerziellen Weg
  • Musk sieht in OpenAI einen Konkurrenten seines KI-Unternehmens
  • Klage gegen OpenAI wegen kommerziellem Fokus
  • Musk-Anwälte kritisieren Geheimhaltung von GPT-4

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