ChatGPT+BILD=? OpenAI füttert seine KI künftig mit Springer-Inhalten
Beim deutschen Axel-Springer-Verlag und dem gleichnamigen Medienkonzern will man schon länger groß auf Künstliche Intelligenz setzen. Jetzt landet das Unternehmen einen Coup, denn man verkündete als erstes "Publishing House" weltweit eine direkte Kooperation mit OpenAI.
Gemeinsam wolle man daran arbeiten, "unabhängigen Journalismus im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu stärken", heißt es. Die Nutzer von ChatGPT sollen dabei unter anderem davon profitieren, dass die KI-Systeme künftig mit aktuellen und verlässlichen Inhalten zu einer Vielzahl von Themen gefüttert werden, wobei "ausdrücklich die Rolle des Publishers rund um seine Beiträge zu den Produkten von OpenAI" wertgeschätzt werden soll.
Ein Detail, das fast schon beiläufig in der Pressemitteilung erwähnt wird: OpenAI will die Inhalte von Springer auch dazu nutzen, um seine fortgeschrittenen Sprachmodelle zu trainieren und weiterzuentwickeln. Für viele Kritiker war diese Ankündigung dann auch schnell Anlass für allerlei Befürchtungen, laut denen die reaktionären Meinungen und oft verzerrenden Darstellungen der Springer-Medien dann künftig durch ChatGPT zitiert und so verstärkt werden könnten.
Von Springer-Chef Mathias Döpfner hieß es dazu: "Wir freuen uns, diese globale Partnerschaft zwischen Axel Springer und OpenAI vorangetrieben zu haben - die erste ihrer Art. Wir werden die Möglichkeiten des durch KI gestärkten Journalismus ausloten - um Qualität, gesellschaftliche Relevanz und das Geschäftsmodell für Journalismus auf die nächste Stufe zu heben."
Siehe auch:
Für Springer ein Segen...
Das Startup OpenAI, in welches Microsoft Milliardensummen investiert hat und das uns unter anderem ChatGPT, GPT und den Windows Copilot beschert hat, arbeitet ab sofort mit Axel Springer zusammen. Der letztgenannte deutsche Medienkonzern, zu dem Marken wie Bild, Welt, Business Insider und Politico ebenso gehören wie diverse andere Publikationen aller Art, verkündete die Partnerschaft gestern auf seiner Unternehmens-Website.Gemeinsam wolle man daran arbeiten, "unabhängigen Journalismus im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu stärken", heißt es. Die Nutzer von ChatGPT sollen dabei unter anderem davon profitieren, dass die KI-Systeme künftig mit aktuellen und verlässlichen Inhalten zu einer Vielzahl von Themen gefüttert werden, wobei "ausdrücklich die Rolle des Publishers rund um seine Beiträge zu den Produkten von OpenAI" wertgeschätzt werden soll.
...für Springer-Kritiker ein dystopischer Albtraum
Im Grunde zahlt OpenAI also offenbar dafür, dass man die hauseigenen KI-Sprachmodelle mit allerhand Content von Axel Springer füttern darf. Unter anderem sollen ChatGPT-User "Zusammenfassungen von ausgewählten weltweiten Nachrichteninhalten" erhalten, die von Politico, Business Insider, Welt und Bild stammen, wobei auch Inhalte eingeschlossen sind, die sonst nur gegen Bezahlung zur Verfügung stehen würden. ChatGPT wird in seinen Antworten regelmäßig die zitierten Quellen nennen und auf die vollständigen Artikel verlinken, heißt es.Ein Detail, das fast schon beiläufig in der Pressemitteilung erwähnt wird: OpenAI will die Inhalte von Springer auch dazu nutzen, um seine fortgeschrittenen Sprachmodelle zu trainieren und weiterzuentwickeln. Für viele Kritiker war diese Ankündigung dann auch schnell Anlass für allerlei Befürchtungen, laut denen die reaktionären Meinungen und oft verzerrenden Darstellungen der Springer-Medien dann künftig durch ChatGPT zitiert und so verstärkt werden könnten.
Von Springer-Chef Mathias Döpfner hieß es dazu: "Wir freuen uns, diese globale Partnerschaft zwischen Axel Springer und OpenAI vorangetrieben zu haben - die erste ihrer Art. Wir werden die Möglichkeiten des durch KI gestärkten Journalismus ausloten - um Qualität, gesellschaftliche Relevanz und das Geschäftsmodell für Journalismus auf die nächste Stufe zu heben."
Zusammenfassung
- Axel Springer kooperiert als erstes Verlagshaus mit OpenAI
- Microsoft hat Milliarden in OpenAI investiert
- Ziel: "Unabhängigen Journalismus mit KI stärken"
- ChatGPT-User erhalten Inhalte von Springer-Medien
- OpenAI nutzt Inhalte zur Weiterentwicklung von KI
- Kritik an möglicher Verbreitung von Springer-Meinungen
- Springer-Chef sieht Chance für Journalismus durch KI
Siehe auch:
- Elon Musks KI-Chatbot Grok soll unverschämt bei OpenAI geklaut haben
- Microsoft und OpenAI: Partnerschaft ruft Kartellbehörden auf den Plan
- Microsoft bohrt KI-Copilot mit GPT-4 Turbo & Dall-E 3 von OpenAI auf
- Sam Altman zurück: Microsoft erlangt noch mehr Macht bei OpenAI
- OpenAI: War ein "Sensationsdurchbruch" bei KIs schuld am Chaos?
Thema:
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