Solarindustrie: Meyer Burger vor dem Aus - andere steigen aber ein
Die Abwanderung des aktuell einzigen Solarzellen-Herstellers in Europa, Meyer Burger, in die USA, ist kaum noch aufzuhalten. Der Kontinent steht dann aber wohl nicht komplett blank da - denn in Italien wird eine neue Fertigung hochgezogen.
Seitens des Unternehmens wurde nun verkündet, dass die Produktion im sächsischen Freiberg in der ersten Märzhälfte gestoppt werden soll. Laut eines Handelsblatt-Berichtes hänge es dann von eventuellen politischen Entscheidungen ab, ob dieser Schritt dauerhaft oder nur vorübergehend ist. Meyer Burger spekuliert dabei nach Angaben von Firmenchef Gunter Erfurt nicht unbedingt auf Subventionen, sondern eher auf Anreize für den Verbraucher.
Erfurt regte beispielsweise an, dass im kommenden Solarpaket der Bundesregierung auch eine Regelung verankert wird, dass Verbraucher eine höhere Förderung bekommen können, wenn sie beim Bau ihrer Solaranlage auf in Europa hergestellte Systeme setzen. Ob dies allerdings in den kommenden Tagen umgesetzt werden könnte, ist fraglich.
Firmenchef Stefano Lorenzi erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass er hoffe, dass dieses Beispiel Schule mache. Denn sowohl der EU-Kommission als auch den Mitgliedsstaaten ist klar, dass die Energiewende in Europa nicht davon abhängig sein kann, dass China zuverlässig Solarzellen liefert. Potenziale sehen daher auch andere Unternehmen. So gibt es selbst Interessenten, die das Meyer Burger-Werk gern übernehmen würden.
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Das Aus steht quasi fest
Meyer Burger macht seit Monaten Schlagzeilen, weil eine Verlagerung der Produktion immer wahrscheinlicher wird. Das Unternehmen wirft der hiesigen Politik vor, schlicht nicht genug dafür zu tun, die wichtige Zukunftsbranche vor den Dumpingpreisen der chinesischen Konkurrenz zu schützen.Seitens des Unternehmens wurde nun verkündet, dass die Produktion im sächsischen Freiberg in der ersten Märzhälfte gestoppt werden soll. Laut eines Handelsblatt-Berichtes hänge es dann von eventuellen politischen Entscheidungen ab, ob dieser Schritt dauerhaft oder nur vorübergehend ist. Meyer Burger spekuliert dabei nach Angaben von Firmenchef Gunter Erfurt nicht unbedingt auf Subventionen, sondern eher auf Anreize für den Verbraucher.
Erfurt regte beispielsweise an, dass im kommenden Solarpaket der Bundesregierung auch eine Regelung verankert wird, dass Verbraucher eine höhere Förderung bekommen können, wenn sie beim Bau ihrer Solaranlage auf in Europa hergestellte Systeme setzen. Ob dies allerdings in den kommenden Tagen umgesetzt werden könnte, ist fraglich.
Eine neue Hoffnung
Auch wenn sich Meyer Burger aber komplett in die USA verabschiedet, würde das nicht bedeuten, dass in Europa gar keine Solarzellen mehr hergestellt werden. Denn im April will der italienische Energiekonzern Enel auf Sizilien die Produktion aufnehmen. Es würde sich um die größte Fertigung dieser Art in Europa handeln.Firmenchef Stefano Lorenzi erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass er hoffe, dass dieses Beispiel Schule mache. Denn sowohl der EU-Kommission als auch den Mitgliedsstaaten ist klar, dass die Energiewende in Europa nicht davon abhängig sein kann, dass China zuverlässig Solarzellen liefert. Potenziale sehen daher auch andere Unternehmen. So gibt es selbst Interessenten, die das Meyer Burger-Werk gern übernehmen würden.
Zusammenfassung
- Meyer Burger plant Abwanderung in die USA
- Italien baut neue Solarzellen-Fertigung auf
- Unternehmenskritik an mangelndem Schutz vor China
- Produktionsstopp in Freiberg für März geplant
- Meyer Burger setzt auf Anreize statt Subventionen
- Enel startet im April mit Solarzellenproduktion auf Sizilien
- EU muss unabhängig von chinesischen Solarzellen werden
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Christian Kahle
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