Huawei: Chip im neuen Mate 60 Pro nach Apple-Vorbild selbst gebaut
Die Präsentation des neuesten Huawei-Smartphones hat einige Fragen bezüglich der Herkunft des Chips aufgeworfen. Analysen des Designs zeigen nun, dass der chinesische Konzern tatsächlich in die Fußstapfen Apples tritt und wesentliche Teile selbst entwickelt.
Die anderen vier Kerne basieren ebenfalls auf einem herkömmlichen ARM-Design, weisen aber durchaus relevante Änderungen und Anpassungen durch die Ingenieure bei Huawei auf. Das erklärten sowohl Quellen, die mit der Chipentwicklung bei dem chinesischen Unternehmen vertraut sind, als auch das chinesische Technologie-Spezialist Geekerwan, das das SoC genauer unter die Lupe genommen hat.
Die Sanktionen gegen das Unternehmen verhindern im Grunde, dass diesem von den wichtigen westlichen Anbietern High Tech-Komponenten geliefert werden. Die ARM-Designs hat Huawei allerdings längst lizenziert und kann sie nutzen - auch wenn es sich hier nicht um die neuesten Entwicklungen der Briten handelt. Bei der Konzerntochter HiSilicon sorgt man dann dafür, dass die lizenzierten Designs weiterentwickelt werden, um auch auf dem Heimatmarkt mit neueren Geräten anderer Hersteller konkurrieren zu können.
Diese Ergänzungen tragen einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance bei. Allerdings dürfte die Sache auch ihren Preis haben. Denn es gibt gute Gründe, warum nur sehr wenige Unternehmen den Weg einer eigenen Chipentwicklung gehen. So erreicht man zwar teils entscheidende Vorteile, wie man am Beispiel Apples sehen kann, allerdings verschlingt die Arbeit auch eine Menge Ressourcen, da der Aufwand und der Bedarf an hochgradig ausgebildetem Personal hoch sind.
Siehe auch:
Ein Chip unter der Lupe
Die Grundlage für das SoC ist weiterhin die Architektur des britischen Chip-Designers ARM. Vier der acht zentralen Einheiten des Chips im neuen Mate 60 Pro sind auch weiterhin im Wesentlichen reine ARM-Cores, die in das Gesamtdesign eingepasst wurden. Das geht aus einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times hervor.Die anderen vier Kerne basieren ebenfalls auf einem herkömmlichen ARM-Design, weisen aber durchaus relevante Änderungen und Anpassungen durch die Ingenieure bei Huawei auf. Das erklärten sowohl Quellen, die mit der Chipentwicklung bei dem chinesischen Unternehmen vertraut sind, als auch das chinesische Technologie-Spezialist Geekerwan, das das SoC genauer unter die Lupe genommen hat.
Die Sanktionen gegen das Unternehmen verhindern im Grunde, dass diesem von den wichtigen westlichen Anbietern High Tech-Komponenten geliefert werden. Die ARM-Designs hat Huawei allerdings längst lizenziert und kann sie nutzen - auch wenn es sich hier nicht um die neuesten Entwicklungen der Briten handelt. Bei der Konzerntochter HiSilicon sorgt man dann dafür, dass die lizenzierten Designs weiterentwickelt werden, um auch auf dem Heimatmarkt mit neueren Geräten anderer Hersteller konkurrieren zu können.
Viel Aufwand
Die Entwicklungsarbeit beschränkt sich allerdings nicht auf die Modifizierung der einzelnen Kerne. Der Kirin 9000S, der im Mate 60 Pro verbaut ist, verfügt auch über einen Grafikprozessor und eine neuronale Verarbeitungseinheit, die von HiSilicon entwickelt wurden. Das Vorgängermodell Kirin 9000 hatte sich bei den CPUs und der GPU vollständig auf ARM verlassen und brachte noch keine neuronale Einheit mit.Diese Ergänzungen tragen einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance bei. Allerdings dürfte die Sache auch ihren Preis haben. Denn es gibt gute Gründe, warum nur sehr wenige Unternehmen den Weg einer eigenen Chipentwicklung gehen. So erreicht man zwar teils entscheidende Vorteile, wie man am Beispiel Apples sehen kann, allerdings verschlingt die Arbeit auch eine Menge Ressourcen, da der Aufwand und der Bedarf an hochgradig ausgebildetem Personal hoch sind.
Zusammenfassung
- Huawei entwickelt wesentliche Teile seines neuesten Smartphone-Chips selbst
- Vier der acht zentralen Einheiten basieren auf der Architektur des britischen Chip-Designers ARM
- Vier weitere Kerne basieren ebenfalls auf ARM, sind aber von Huawei modifiziert
- Trotz Sanktionen kann Huawei lizenzierte ARM-Designs nutzen und weiterentwickeln
- Der neue Kirin 9000S verfügt über einen Grafikprozessor und neuronale Verarbeitungseinheit
- Eigene Chipentwicklung bringt Vorteile, erfordert aber hohe Ressourcen und Fachpersonal
- Huawei tritt mit eigener Chipentwicklung in die Fußstapfen von Apple
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