Huawei: Eigene CPU-Kerne können inzwischen mit AMDs Zen 3 mithalten
Der chinesische Konzern Huawei macht offensichtlich schnell Fortschritte bei der Entwicklung eigener Technologien, mit denen man das US-Embargo kompensieren kann. Bei den CPU-Kernen kommt man inzwischen auf Leistungen der Marktführer von vor wenigen Jahren.
Die AMD-Cores stammen aus dem Jahr 2020. Somit ist Huawei zwar durchaus noch ein gutes Stück davon entfernt, zu den derzeitigen Weltmarktführern aufzusteigen - es ist allerdings längst nicht mehr so, dass man wirklich signifikant zurückliegt. Insbesondere im Massenmarkt ist die Leistung der Taishan V120-Cores in aller Regel völlig ausreichend.
Der getestete Kern kommt beispielsweise in Huaweis neuem Kirin 9000s-SoC zum Einsatz, in dem vier von ihm arbeiten. Hinzu kommen hier noch einmal zwei ARM Cortex A510-Cores, die im Alltag die weniger leistungshungrigen Aufgaben übernehmen und besonders sparsam arbeiten. Hergestellt wird der Kirin 9000s beim Auftragshersteller SMIC auf 7-Nanometer-Anlagen der zweiten Generation.
Dieser Chip wurde von Huawei erstmals angekündigt, als das Embargo noch nicht im derzeitigen Umfang griff. Damals sollte er eigentlich noch bei TSMC auf 5-Nanometer-Linien hergestellt werden und 2021 auf den Markt kommen. Diese Planung zerschlug sich allerdings, so dass Huawei den Prozessor wohl erst jetzt mit geänderten Umsetzungen richtig in den Einsatz bringen konnte.
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Wenige Jahre Rückstand
Das zeigen zumindest aktuelle Benchmark-Daten. Laut eines Berichts des US-Magazins Toms Hardware konnten erstmals Tests mit dem Taishan V120 durchgeführt werden - dem aktuellen Kern aus der Huawei-eigenen Entwicklung. Beim Single-Core-Ergebnis kam dieser auf die gleichen Werte wie die Zen-3-Kerne von AMD.Die AMD-Cores stammen aus dem Jahr 2020. Somit ist Huawei zwar durchaus noch ein gutes Stück davon entfernt, zu den derzeitigen Weltmarktführern aufzusteigen - es ist allerdings längst nicht mehr so, dass man wirklich signifikant zurückliegt. Insbesondere im Massenmarkt ist die Leistung der Taishan V120-Cores in aller Regel völlig ausreichend.
Der getestete Kern kommt beispielsweise in Huaweis neuem Kirin 9000s-SoC zum Einsatz, in dem vier von ihm arbeiten. Hinzu kommen hier noch einmal zwei ARM Cortex A510-Cores, die im Alltag die weniger leistungshungrigen Aufgaben übernehmen und besonders sparsam arbeiten. Hergestellt wird der Kirin 9000s beim Auftragshersteller SMIC auf 7-Nanometer-Anlagen der zweiten Generation.
Chip mit Verzögerung
Im Benchmark-Test wurde aber wohl nicht der Kirin-Chip getestet, der für Smartphones gedacht ist. Ausgewiesen ist der Test als "Huawei Cloud OpenStack Nova". Dies impliziert, dass es sich um eine Kunpeng-Server-CPU handelt, bei der es sich entweder um den Kunpeng 916, 920 oder 930 handeln könnte - wahrscheinlich handelt es sich um den Kunpeng 930.Dieser Chip wurde von Huawei erstmals angekündigt, als das Embargo noch nicht im derzeitigen Umfang griff. Damals sollte er eigentlich noch bei TSMC auf 5-Nanometer-Linien hergestellt werden und 2021 auf den Markt kommen. Diese Planung zerschlug sich allerdings, so dass Huawei den Prozessor wohl erst jetzt mit geänderten Umsetzungen richtig in den Einsatz bringen konnte.
Zusammenfassung
- Huawei entwickelt Technologien gegen US-Embargo
- CPU-Kerne erreichen Leistung von Marktführern 2020
- Taishan V120-Cores für Massenmarkt ausreichend
- Kirin 9000s-SoC mit vier Taishan V120-Cores
- Kirin 9000s bei SMIC auf 7-Nanometer gefertigt
- Benchmark-Test vermutlich mit Kunpeng-Server-CPU
- Kunpeng 930 wegen Embargo verspätet im Einsatz
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