Kaum Zinsen aufs Tagesgeld:
Sparkassen & Volksbanken in der Kritik
Die Zinsen aufs Tagesgeld steigen. Vor allem bundesweit aktive, private Banken bieten aktuell bis zu 4 Prozent. Doch die Sparkassen und Volksbanken gelten einer neuen Analyse zufolge weiterhin als "Tagesgeld- und Zinsverweigerer" - mit den dazu passenden Ausreden.
Im Durchschnitt sollen die Tagesgeldzinsen bei Volksbanken und Sparkassen bei lediglich 0,59 Prozent respektive 0,6 Prozent liegen. Beim Festgeld werden durchschnittlich 2,4 Prozent bzw. 2,3 Prozent ermittelt, wo bundesweit aktive Banken bei zwölfmonatiger Anlage im Schnitt 3,3 Prozent Zinsen anbieten.
Interessante Tagesgeldangebote:
Hinweis: Bei einigen Banken gilt die hohe Verzinsung von Tagesgeld nur innerhalb eines Aktionszeitraums zwischen drei und sechs Monaten. Nahezu alle Konten können dafür aber auch kostenlos geführt werden.
Der Lobbyverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) gibt die "anspruchsvolle Arbeit" der Banken als Grund an, die mit der Diskrepanz zwischen täglich fälligen Einlagen und langjährigen Krediten, etwa Baufinanzierungen einhergehen. "Wir haben von Anfang an die Kundschaft auf mittelfristige Anlageformen aufmerksam gemacht, weil man sich attraktive Zinsen längerfristig sichert", sagt hingegen der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
Dass die geringe Verzinsung schleichend ihre Spuren hinterlässt, erkennt auch Sparkassenpräsident Ulrich Reuter: "Unsere Marke, unser guter Ruf schützen uns vor manchen Verwerfungen. Aber die ökonomisch begründete Zurückhaltung bei der Verzinsung von Einlagebeständen hat uns im Marktvertrauen belastet."
Über alle drei Bankengruppen hinweg (Sparkassen, Volksbanken, Private) sehen die PwC-Analysten allerdings einen Rückgang der täglich fälligen Einlagen. Mehr als 196 Milliarden Euro zogen Privatanleger von ihren Girokonten ab, um 65 Milliarden auf Tagesgeldkonten und den größten Anteil in Festgeldeinlagen zu parken. Sparkassen und Volksbanken waren dabei besonders betroffen.
Siehe auch:
In diesem Artikel sind Affiliate-Links enthalten. Durch einen Klick darauf gelangen Sie direkt zum Anbieter. Sollten Sie sich dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts.
Private und Onlinebanken geben mehr Zinsen
Wie das Vergleichsportal Verivox im Auftrag des Handelsblatts berichtet, reichen eine Vielzahl an Sparkassen und Volksbanken die seit anderthalb Jahren anhaltenden Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht an ihre Tagesgeldkunden weiter. Gleichzeitig liegen die öffentlich-rechtlichen Geldhäuser beim Festgeld teilweise deutlich hinter der privaten Konkurrenz.Im Durchschnitt sollen die Tagesgeldzinsen bei Volksbanken und Sparkassen bei lediglich 0,59 Prozent respektive 0,6 Prozent liegen. Beim Festgeld werden durchschnittlich 2,4 Prozent bzw. 2,3 Prozent ermittelt, wo bundesweit aktive Banken bei zwölfmonatiger Anlage im Schnitt 3,3 Prozent Zinsen anbieten.
Interessante Tagesgeldangebote:
- Comdirect: 4,0 Prozent Zinsen auf Tagesgeld
- Trade Republic: 4,0 Prozent Zinsen auf Verrechnungskonto
- Barclays: 3,85 Prozent Zinsen auf Tagesgeld
- Bunq: 3,85 Prozent Zinsen auf Sparkonto
- Norisbank: 3,85 Prozent Zinsen auf Top-Zinskonto
- Targobank: 3,55 Prozent Zinsen auf Tagesgeld
- Santander: 3,50 Prozent Zinsen auf Geld-Management-Konto
- Weitere Tagesgeldkonten im Vergleich
Hinweis: Bei einigen Banken gilt die hohe Verzinsung von Tagesgeld nur innerhalb eines Aktionszeitraums zwischen drei und sechs Monaten. Nahezu alle Konten können dafür aber auch kostenlos geführt werden.
Einlagen sinken, der Ruf ist geschädigt
Die kaum vorhandene Zinsweitergabe hat sich dabei negativ auf die Einlagen ausgewirkt, die erstmals seit dem Jahr 2000 sinken - laut Analysten von PricewaterhouseCoopers (PwC) bei Volksbanken um 0,8 Prozent auf 855 Milliarden Euro, bei Sparkassen um 1,7 Prozent auf 1,17 Billionen Euro. Private Banken konnten dahin gehend profitieren und ihre Einlagen um sechs Prozent auf 1,9 Billionen Euro steigern. Infografik: Bargeldnutzung bleibt stabil, Mobile Payment nimmt zu
Der Lobbyverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) gibt die "anspruchsvolle Arbeit" der Banken als Grund an, die mit der Diskrepanz zwischen täglich fälligen Einlagen und langjährigen Krediten, etwa Baufinanzierungen einhergehen. "Wir haben von Anfang an die Kundschaft auf mittelfristige Anlageformen aufmerksam gemacht, weil man sich attraktive Zinsen längerfristig sichert", sagt hingegen der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
Dass die geringe Verzinsung schleichend ihre Spuren hinterlässt, erkennt auch Sparkassenpräsident Ulrich Reuter: "Unsere Marke, unser guter Ruf schützen uns vor manchen Verwerfungen. Aber die ökonomisch begründete Zurückhaltung bei der Verzinsung von Einlagebeständen hat uns im Marktvertrauen belastet."
Über alle drei Bankengruppen hinweg (Sparkassen, Volksbanken, Private) sehen die PwC-Analysten allerdings einen Rückgang der täglich fälligen Einlagen. Mehr als 196 Milliarden Euro zogen Privatanleger von ihren Girokonten ab, um 65 Milliarden auf Tagesgeldkonten und den größten Anteil in Festgeldeinlagen zu parken. Sparkassen und Volksbanken waren dabei besonders betroffen.
Vergleich: Die besten Tagesgeldkonten 2024
Zusammenfassung
- Zinsen auf Tagegeld bei privaten Banken bis zu 4 Prozent
- Sparkassen und Volksbanken als Zinsverweigerer tituliert
- Öffentlich-rechtliche Banken geben EZB-Zinsanhebungen kaum weiter
- Durchschnittszinsen bei Sparkassen/Volksbanken unter 1 Prozent
- Einlagen bei Volksbanken und Sparkassen rückläufig
- Private Banken steigern Einlagen um sechs Prozent
- BVR und Sparkassenverband verteidigen Anlagestrategie
- Rückgang täglich fälliger Einlagen aller Bankengruppen
Siehe auch:
- Zuckerberg: Meta gibt Milliarden Dollar für KI-Chips von Nvidia aus
- Geldausfälle bei Musikern: Nächster großer Hollywood-Streik in Sicht
- Bundesnetzagentur: So teuer wird der Umbau der deutschen Stromnetze
- Update: 49-Euro-Ticket bleibt, es fehlen aber weiter Mio. in der Kasse
- Hype um Trade Republic Visa: Verbraucherschützer schlagen Alarm
In diesem Artikel sind Affiliate-Links enthalten. Durch einen Klick darauf gelangen Sie direkt zum Anbieter. Sollten Sie sich dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts.
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
DietPi 10.5: das sprichwörtliche Leichtgewicht
d-hubs - Gestern 13:39 Uhr -
Netzwerkproblem 25H2 und jetzt auch mit 24H2
Airboss - Gestern 04:45 Uhr -
Die BCON26, das größte Treffen von Blender-Experten
d-hubs - Vorgestern 14:09 Uhr -
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - 15.06. 15:26 Uhr -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - 15.06. 10:53 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen