Update: 49-Euro-Ticket bleibt, es fehlen aber weiter Mio. in der Kasse
Der Nachfolger des 9-Euro-Tickets, das Deutschlandticket, kostet aktuell 49 Euro. Weil Millionen in den Kassen fehlen, wollten einige Verkehrsminister deutlich draufschlagen. Das wurde für dieses Jahr abgewendet, die Finanzierungsfrage bleibt aber.
Nach Vereinbarung der Länder und des Bundes soll vor dem 1. Mai ein Konzept vorliegen, dass die Lücke schließen kann. Ein Teil könnte nach Wunsch der Länder durch nicht abgerufene Mittel aus dem Jahr 2023 kompensiert werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Überjährlichkeit dieser Überschüsse jüngst aber im Lichte der Haushaltskrise des Bundes infrage gestellt. Verkehrsmittel: Deutschlandticket ersetzt tägliche Autofahrten
Und so soll heute bei einer Sondersitzung der Verkehrsministerkonferenz um diesen Topf sowie den bleibenden Fehlbetrag in Millionenhöhe gerungen werden. Einen Weg, den dabei einige Länder als unausweichlich sehen, ist die Erhöhung des Preises.
Ein Vorschlag, der von mehreren Ländern unterstützt wird, will das Ticket um rund 5 Euro teurer machen, laut Tagesschau heißt es aber aus Verhandlungskreisen, dass es wohl noch deutlich mehr werden könnte - "bis zu 70 Euro monatlich."
Das Deutschlandticket wird aktuell von rund 11 Millionen Menschen genutzt und wird weitgehend als eine erfolgreiche politische Maßnahme gesehen. Allerdings gilt der Preis als entscheidende Stellschraube, um mehr Menschen von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu überzeugen.
Siehe auch:
Update, 22.01. 18:45: Ungewöhnlich schnell haben die Teilnehmer der Verkehrsministerkonferenz beschlossen, den Preis des 49-Euro-Ticket in diesem Jahr doch stabil zu halten. Allerdings bleiben viele Fragen zur Finanzierung der Budget-Lücken weiter unbeantwortet.
Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies teilt laut Tagesschau mit, dass Bund und Länder jetzt weiter über "eine flexible Finanzierung über die Jahresgrenze hinaus" verhandeln.
Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies teilt laut Tagesschau mit, dass Bund und Länder jetzt weiter über "eine flexible Finanzierung über die Jahresgrenze hinaus" verhandeln.
Kostenexplosion beim Deutschlandticket?
Im letzten November wurde beschlossen: Bund und Länder wollen kein zusätzliches Geld für das Deutschlandticket ausgeben. Damit stehen drei Milliarden Euro für das verkehrspolitische Projekt bereit. Das Problem: Laut den Experten des Dachverbands der Verkehrsunternehmen VDV werden in diesem Jahr rund 4,1 Milliarden Euro zur Finanzierung benötigt.Nach Vereinbarung der Länder und des Bundes soll vor dem 1. Mai ein Konzept vorliegen, dass die Lücke schließen kann. Ein Teil könnte nach Wunsch der Länder durch nicht abgerufene Mittel aus dem Jahr 2023 kompensiert werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat die Überjährlichkeit dieser Überschüsse jüngst aber im Lichte der Haushaltskrise des Bundes infrage gestellt. Verkehrsmittel: Deutschlandticket ersetzt tägliche Autofahrten
Und so soll heute bei einer Sondersitzung der Verkehrsministerkonferenz um diesen Topf sowie den bleibenden Fehlbetrag in Millionenhöhe gerungen werden. Einen Weg, den dabei einige Länder als unausweichlich sehen, ist die Erhöhung des Preises.
Ein Vorschlag, der von mehreren Ländern unterstützt wird, will das Ticket um rund 5 Euro teurer machen, laut Tagesschau heißt es aber aus Verhandlungskreisen, dass es wohl noch deutlich mehr werden könnte - "bis zu 70 Euro monatlich."
Das Deutschlandticket wird aktuell von rund 11 Millionen Menschen genutzt und wird weitgehend als eine erfolgreiche politische Maßnahme gesehen. Allerdings gilt der Preis als entscheidende Stellschraube, um mehr Menschen von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu überzeugen.
Zusammenfassung
- Deutschlandticket könnte 2024 teurer werden
- Preissteigerung wegen fehlender Millionen
- Bund und Länder lehnen zusätzliche Finanzierung ab
- VDV: 4,1 Milliarden Euro für 2024 nötig
- Konzept zur Schließung der Finanzlücke gefordert
- Verkehrsminister ringen um Lösungen in Sondersitzung
- Ticketpreis könnte auf bis zu 70 Euro steigen
- 11 Millionen Nutzer sehen Ticket als Erfolg
Siehe auch:
- 49-Euro-Ticket: Kauf kompliziert, Infos fehlen, Kunden haben es schwer
- Kanzler sagt, 49-Euro-Ticket kommt "zügig", Länder sehen es anders
- 9-Euro-Ticket-Nachfolger kommt: Finanzminister gibt Widerstand auf
- Christian Lindner: 9-Euro-Ticket ist "Gratismentalität" und "nicht fair"
- Klimaticket geplant: günstiger ÖPNV auch nach dem Neun-Euro-Ticket
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