Geldausfälle bei Musikern:
Nächster großer Hollywood-Streik in Sicht
Die Einigung zwischen den Produktionsfirmen und zahlreichen Schauspielern sowie Autoren erweckte den Anschein, dass in Hollywood nun wieder Ruhe einkehrt. Doch dem ist nicht so: Demnächst könnte es sogar erneut zu einem Streik kommen.
Sollte es hier nicht zu einer Einigung kommen, könnte der nächste Ausstand ins Haus stehen. Das hätte dann erneut Auswirkungen auf die Produktion neuer Filme und Serien - denn ohne Musiker kommen diese letztlich auch nicht aus. Das betrifft die Nutzer der großen Streamingdienste ganz besonders, da es in den Vertragsverhandlungen auch ganz wesentlich um die Konditionen geht, mit denen Musikschaffende finanziell beteiligt werden.
Aktuell ist es noch so, dass man an der Mitwirkung an Soundtracks für Streaming-Produktionen bis zu 75 Prozent weniger verdient, als es beispielsweise bei einem Kinofilm der Fall ist. Das resultiert noch aus einer Zeit, in der das Streaming noch die Zweit- oder Drittverwertung der meisten Inhalte ausmachte. Inzwischen werden zahlreiche Produktionen aber exklusiv für die Onlineplattformen produziert.
Ein Thema in den Verhandlungen wird neben den Entlohnungen aber auch das Thema KI sein. Denn angesichts der rasanten Entwicklung in dem Bereich ist es absehbar, dass Produktionsfirmen auch auf die billigere Möglichkeit zurückgreifen werden, musikalische Untermalung künstlich erzeugen zu lassen. Hier will die AFM bereits frühzeitig um Regelungen kämpfen, damit Musiker nicht aus dem Geschäft gedrängt werden.
Siehe auch:
Benachteiligung durch Streaming
Wohl auch ermutigt von den Erfolgen ihrer Kollegen gehen nun die Musiker, die in Diensten der Filmstudios stehen, auf die Barrikaden. Ihre Gewerkschaft, die American Federation of Musicians (AFM), will mit der Arbeitgebervertretung in Form der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) heute Verhandlungen über einen neuen Rahmenvertrag aufnehmen, berichtet der US-Sender CNN.Sollte es hier nicht zu einer Einigung kommen, könnte der nächste Ausstand ins Haus stehen. Das hätte dann erneut Auswirkungen auf die Produktion neuer Filme und Serien - denn ohne Musiker kommen diese letztlich auch nicht aus. Das betrifft die Nutzer der großen Streamingdienste ganz besonders, da es in den Vertragsverhandlungen auch ganz wesentlich um die Konditionen geht, mit denen Musikschaffende finanziell beteiligt werden.
Aktuell ist es noch so, dass man an der Mitwirkung an Soundtracks für Streaming-Produktionen bis zu 75 Prozent weniger verdient, als es beispielsweise bei einem Kinofilm der Fall ist. Das resultiert noch aus einer Zeit, in der das Streaming noch die Zweit- oder Drittverwertung der meisten Inhalte ausmachte. Inzwischen werden zahlreiche Produktionen aber exklusiv für die Onlineplattformen produziert.
Auch KI steht im Fokus
"Die Unterhaltungsindustrie hat sich grundlegend gewandelt", erklärte die Gewerkschaft in einer Stellungnahme. Aber Musiker würden für Streaming-Medien nicht entsprechend entschädigt. "Unsere Musiker mussten im letzten Jahr Lohnkürzungen hinnehmen, weil sich das Geschäftsmodell und die Art und Weise, wie unser Produkt vertrieben wird, geändert haben", sagte Tino Gagliardi, Präsident und Chefunterhändler der AFM. "Wir müssen das in Ordnung bringen, damit unsere Leute weiterhin Windeln kaufen, Miete und Hypotheken bezahlen können und einen anständigen Lohn und eine anständige Rente haben."Ein Thema in den Verhandlungen wird neben den Entlohnungen aber auch das Thema KI sein. Denn angesichts der rasanten Entwicklung in dem Bereich ist es absehbar, dass Produktionsfirmen auch auf die billigere Möglichkeit zurückgreifen werden, musikalische Untermalung künstlich erzeugen zu lassen. Hier will die AFM bereits frühzeitig um Regelungen kämpfen, damit Musiker nicht aus dem Geschäft gedrängt werden.
Zusammenfassung
- Einigung in Hollywood könnte bald zu neuem Streik führen
- Musiker fordern bessere Konditionen von Filmstudios
- AFM verhandelt heute mit AMPTP über neuen Rahmenvertrag
- Möglicher Streik würde Film- und Serienproduktionen beeinträchtigen
- Streaming-Produktionen zahlen bis zu 75% weniger für Musik
- Gewerkschaft beklagt schlechte Entlohnung für Streaming-Medien
- Verhandlungen umfassen auch Regelungen für Musik-KI-Einsatz
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen