Sparkassen-Kunden: Girocard sammelt ab sofort Payback-Punkte
Millionen von Sparkassen-Kunden können ab sofort ihre Girocard mit Payback verknüpfen und Bonuspunkte sammeln. Die Aktivierung läuft über das Online-Banking und diverse Apps, doch Datenschützer warnen vor den Folgen für das Konsumverhalten.
Die Aktivierung erfolgt über das Online-Banking oder die Sparkassen-App. Nach einer einmaligen Registrierung werden bei jedem Bezahlvorgang mit der Girocard automatisch Punkte gutgeschrieben. "Bezahlen gehört zum Alltag - und genau dort setzen wir mit dieser Kooperation an", erklärt Dr. Joachim Schmalzl vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Die Verknüpfung funktioniert auch bei älteren EC-Karten, neuere Ausgaben sollen sogar das Payback-Logo tragen.
Hinweise an den Fenstern regionaler Händler, die Sparkasse + Payback unterstützen
Fast alle der 343 Sparkassen-Institute beteiligen sich an der Kooperation. Die Institute dürfen künftig auch für eigene Finanzprodukte Payback-Punkte vergeben. "Welche Produkte mit wie vielen Punkten belohnt werden, entscheiden die teilnehmenden Sparkassen selbst", teilt Payback mit. Diese Flexibilität soll es den regional organisierten Sparkassen ermöglichen, individuelle Anreize zu schaffen.
Kritiker sehen dennoch problematische Aspekte: Für verhältnismäßig geringe Rabatte geben Verbraucher Einblicke in ihr Konsumverhalten preis. Die gesammelten Daten ermöglichen personalisierte Werbung und können Kaufentscheidungen beeinflussen - beispielsweise wenn Kunden gezielt bei bestimmten Händlern einkaufen, um Punkte zu sammeln. Diese Verhaltensänderung kann langfristig zu höheren Ausgaben führen, als die Rabatte selbst einsparen.
Payback ist angeblich das bekannteste Bonusprogramm in Deutschland
Die bereits im Herbst 2023 angekündigte Kooperation benötigte eine längere Vorlaufzeit für die technische Umsetzung. "Wir reden hier nicht über ein Marketing-Feature, das man mit einem Klick freischaltet - sondern über eine tiefgreifende Integration in Kassensysteme", erläutert Payback-Geschäftsführer Bernhard Brugger die Entwicklungszeit. Die komplexe Anbindung verschiedener Kassensysteme und die Sicherstellung des Datenschutzes erforderten umfangreiche Tests und Anpassungen.
Wie bewertet ihr die neue Payback-Sparkassen-Kooperation? Nutzt ihr bereits Bonusprogramme oder überwiegen für euch die Datenschutz-Bedenken? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Millionen Kunden profitieren ab sofort
Ab sofort können rund 50 Millionen Sparkassen-Kunden ihre Girocard (Sparkassen-Card) direkt mit dem Payback-Bonusprogramm verknüpfen. Die Partnerschaft zwischen dem Treueprogramm und dem Filialbanknetz soll es Verbrauchern ermöglichen, automatisch Bonuspunkte zu sammeln - ganz ohne zusätzliche Bonuskarte oder das Scannen einer App an der Kasse.Die Aktivierung erfolgt über das Online-Banking oder die Sparkassen-App. Nach einer einmaligen Registrierung werden bei jedem Bezahlvorgang mit der Girocard automatisch Punkte gutgeschrieben. "Bezahlen gehört zum Alltag - und genau dort setzen wir mit dieser Kooperation an", erklärt Dr. Joachim Schmalzl vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Die Verknüpfung funktioniert auch bei älteren EC-Karten, neuere Ausgaben sollen sogar das Payback-Logo tragen.
Hinweise an den Fenstern regionaler Händler, die Sparkasse + Payback unterstützen
Regionale Händler als Startschuss
Zunächst beschränkt sich das Punktesammeln auf teilnehmende Geschäfte der sogenannten S-Vorteilswelt. Dazu gehören lokale Einzelhändler, Restaurants und Handwerksbetriebe in verschiedenen Regionen. Perspektivisch sollen rund 12.000 regionale Händler an das System angebunden werden. Ab Herbst erweitert sich das Angebot schrittweise um die großen nationalen Partner wie Aral, DM und dem seit Januar 2025 teilnehmenden Edeka-Konzern.Fast alle der 343 Sparkassen-Institute beteiligen sich an der Kooperation. Die Institute dürfen künftig auch für eigene Finanzprodukte Payback-Punkte vergeben. "Welche Produkte mit wie vielen Punkten belohnt werden, entscheiden die teilnehmenden Sparkassen selbst", teilt Payback mit. Diese Flexibilität soll es den regional organisierten Sparkassen ermöglichen, individuelle Anreize zu schaffen.
Datenschutz im Fokus der Kritik
Verbraucherschützer äußern regelmäßig Bedenken bezüglich Bonusprogrammen, die zum "gläsernen Kunden" führen könnten. Die Kooperationspartner betonen daher, dass nur notwendige Informationen übermittelt werden: die Payback-Nummer, das Buchungsdatum, verwendete Coupons und der Punktewert. "Es werden keine weiteren Zahlungsdaten oder persönliche Informationen an Payback weitergegeben", versichert der Sparkassen-Verband.Kritiker sehen dennoch problematische Aspekte: Für verhältnismäßig geringe Rabatte geben Verbraucher Einblicke in ihr Konsumverhalten preis. Die gesammelten Daten ermöglichen personalisierte Werbung und können Kaufentscheidungen beeinflussen - beispielsweise wenn Kunden gezielt bei bestimmten Händlern einkaufen, um Punkte zu sammeln. Diese Verhaltensänderung kann langfristig zu höheren Ausgaben führen, als die Rabatte selbst einsparen.
Payback ist angeblich das bekannteste Bonusprogramm in Deutschland
Marktführer bündeln ihre Kräfte
Die Partnerschaft vereint zwei Schwergewichte des deutschen Marktes: Payback zählt nach eigenen Angaben über 34 Millionen aktive Nutzer und kooperiert mit mehr als 700 Unternehmen. Die Sparkassen verwalten über 36 Millionen private Girokonten und sind damit Marktführer unter den Kreditinstituten. Die Sparkassen-Card kommt dabei jährlich bei rund 4,2 Milliarden Transaktionen zum Einsatz - das entspricht 54 Prozent aller Girocard-Zahlungen in Deutschland.Die bereits im Herbst 2023 angekündigte Kooperation benötigte eine längere Vorlaufzeit für die technische Umsetzung. "Wir reden hier nicht über ein Marketing-Feature, das man mit einem Klick freischaltet - sondern über eine tiefgreifende Integration in Kassensysteme", erläutert Payback-Geschäftsführer Bernhard Brugger die Entwicklungszeit. Die komplexe Anbindung verschiedener Kassensysteme und die Sicherstellung des Datenschutzes erforderten umfangreiche Tests und Anpassungen.
Wie bewertet ihr die neue Payback-Sparkassen-Kooperation? Nutzt ihr bereits Bonusprogramme oder überwiegen für euch die Datenschutz-Bedenken? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Sparkassen-Girocards können ab 1. Juli mit Payback verknüpft werden
- Automatisches Punktesammeln ohne zusätzliche Karte oder App möglich
- Aktivierung erfolgt über Online-Banking oder die Sparkassen-App
- Zunächst nur bei regionalen Händlern, ab Herbst auch bei großen Partnern
- Fast alle der 343 Sparkassen-Institute nehmen an der Kooperation teil
- Es werden nur begrenzte Daten wie Payback-Nummer und Buchungsdatum übermittelt
- Die Partnerschaft vereint zwei Marktführer mit Millionen von Nutzern
Siehe auch:
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