Cybercrime: Banken betreiben gigantischen Aufwand für ihren Schutz

Wenn es um die Ziele von Computerkriminalität geht, denkt man oft zuerst an die großen Tech-Unternehmen. Allerdings stehen vor allem auch die großen Banken im Visier. JPMorgan Chase gibt etwa große Summen aus, um sich gegen massenhafte Attacken zu verteidigen.
Sicherheit, Sicherheitslücke, Leak, Hacker, Security, Malware, Angriff, Hack, Kriminalität, Trojaner, Virus, Schadsoftware, Cybersecurity, Exploit, Cybercrime, Hacking, Hackerangriff, Internetkriminalität, Erpressung, Code, Warnung, Darknet, Programmierung, Hacker Angriff, Quellcode, Hacker Angriffe, Hacken, Programmierer, Attack, Ransom, Hacks, Crime, Programmieren, Russische Hacker, Viren, Gehackt, Schädling, China Hacker, Security Report, Coder, Malware Warnung, Administrator, Security Bulletin, Admin, Promi-Hacker, Android Malware, nerd

Milliarden Prüfungen täglich

"Wir haben mehr IT-Experten als Google oder Amazon. Und warum? Weil wir das müssen. Die Betrüger werden immer schlauer, geschickter, schneller, hinterhältiger und bösartiger", sagte Mary Erdoes, Leiterin der Vermögensverwaltung der Bank, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, laut eines Berichtes der Financial Times. "Es ist so schwierig und es wird immer schwieriger werden".

Erdoes führte weitergehend aus, die Bank gebe jedes Jahr 15 Milliarden Dollar für Technologie aus und beschäftige 62.000 Fachkräfte, von denen sich viele ausschließlich auf die Bekämpfung der zunehmenden Internetkriminalität konzentrierten. Sie sprach auch von 45 Milliarden Angriffen, die täglich in den Systemen verzeichnet würden, allerdings korrigierte die Bank diese Zahl umgehend: Bei dieser Zahl handelte es sich um alle Daten-Aktivitäten, die von den Sicherheitssystemen täglich überprüft würden.


Diese zu analysierenden Aktionen umfassen dabei Anmeldungen von Nutzern, der Abruf virtueller Desktops durch Angestellte im Außendienst oder auch Scanning-Aktivitäten auf den Netzwerkanbindungen nach außen, die in der Regel automatisiert und nicht zielgerichtet ablaufen.

KI verschärft die Lage

Trotzdem gibt die Sache einen Eindruck davon, mit welchem Umfang die Security-Experten JPMorgans zu tun haben. Und der Trend zeigt weiterhin deutlich nach oben. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Ransomware-Angriffe in der Finanzbranche um 64 Prozent, teilte das Security-Unternehmen Sophos kürzlich mit. Aber auch zahlreiche andere Attacken richten sich gegen die Unternehmen in dem Sektor.

Ein neuer Faktor ist dabei die Verfügbarkeit neuer KI-Technologien. Diese helfen teils auch bei der Verteidigung, lassen aber auch ganz neue Formen von Angriffen zu. "Angesichts der enormen Ungewissheit über das Ausmaß der Auswirkungen dieser Technologie und der Art und Weise, wie sie sich entwickelt, müsste die Politik eine Aufholjagd starten", forderte Gita Gopinath, stellvertretende geschäftsführende Direktorin des IWF. Denn aktuell laufe es darauf hinaus, dass die Finanzbranche ein großes Schadensereignis riskiert, bevor man auch nur ansatzweise wisse, wie man mit den neuen Problemen umgehen soll.

Zusammenfassung
  • Große Banken Ziel von Cyberkriminalität, nicht nur Tech-Firmen
  • JPMorgan investiert massiv in IT-Sicherheit und Personal
  • Bank gibt jährlich 15 Mrd. Dollar für Technologie aus
  • 000 Fachkräfte bei JPMorgan, viele gegen Cyberangriffe
  • 45 Mrd. tägliche Aktionen im Netz, nicht alle sind Angriffe
  • Finanzbranche: Ransomware-Angriffe um 64% gestiegen
  • Neue KI-Technologien beeinflussen Cybersecurity-Maßnahmen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!