'Wir meinen es ernst': Konzern blamiert sich mit 'Zurück ins Büro!'-Video
Die Pandemie hat Angestellte weltweit ins Homeoffice befördert. Viele haben das auch zu schätzen gelernt und sie wollen nicht mehr zurück ins Büro. Die Unternehmen selbst versuchen, Überzeugungsarbeit zu leisten und üben auch Druck aus. Das klappt mal - mal weniger.
Vermutlich dachte sich Internet Brands, dass sich ohnehin kaum jemand für das Werk interessieren wird, und man beschloss, es nicht nur intern zu zeigen, sondern veröffentlichte es auch extern, genauer gesagt auf Vimeo. Nun wäre es dort vermutlich wohl tatsächlich nicht weiter aufgefallen, wenn es sich dabei um eines der schier unzähligen Corporate-Videos gehandelt hätte, die Mitarbeiter über bestimmte und für Außenstehende langweilige Interna in Kenntnis setzt.
Doch Internet Brands dachte sich, dass es eine gute Idee ist, aggressive Drohungen in Humor (oder was man dafür hält) zu verpacken. Das Ergebnis ist ein Video, für das das Wort Fremdschämen nicht ausreicht. CEO Bob Brisco droht seinen Homeoffice-Mitarbeitern offen und meint unter anderem: "Wir fragen oder verhandeln zu diesem Zeitpunkt nicht. Wir informieren nur."
Medien wie Vice entdeckten das Video und man kann sich dem Urteil der Seite nur anschließen: Die Produktion und die Leistungen der auftretenden Manager sind teilweise regelrecht bizarr. Man sieht, neben weiteren, Stock-Aufnahmen eines Homeoffice-Arbeiters, der in Boxershorts am Küchentisch sitzt sowie eine Web-Konferenz ohne Teilnehmer.
Am Ende hört man den fröhlichen Song "Iko Iko" und sieht tanzende Internet Brands-Mitarbeiter. Den Songtext Joc-a-mo-fee-no-ah-nah-nay" übersetzt man auch gleich selbst und schrieb: "Wir meinen es ernst" und "Leg dich nicht mit uns an". Man muss wohl nicht betonen, dass das Video weder intern noch extern besonders gut ankam - und löschte es (natürlich war da bereits zu spät).
Siehe auch:
Zurück ins Büro - Angestellte wollen aber nicht
Internet Brands, die Muttergesellschaft der bekannten und beliebten US-amerikanischen Gesundheitsseite WebMD, bemüht sich darum, ihre Mitarbeiter zurück in die Büros zu bringen. Offenbar fruchten diese Bemühungen aber nicht besonders, da man eigenen Angaben nach über zahlreiche verwaiste Räume und Besprechungszimmer zu klagen hat. Das jedenfalls ist der Eindruck, den das kalifornische Unternehmen in einem Video erzeugt.Vermutlich dachte sich Internet Brands, dass sich ohnehin kaum jemand für das Werk interessieren wird, und man beschloss, es nicht nur intern zu zeigen, sondern veröffentlichte es auch extern, genauer gesagt auf Vimeo. Nun wäre es dort vermutlich wohl tatsächlich nicht weiter aufgefallen, wenn es sich dabei um eines der schier unzähligen Corporate-Videos gehandelt hätte, die Mitarbeiter über bestimmte und für Außenstehende langweilige Interna in Kenntnis setzt.
Doch Internet Brands dachte sich, dass es eine gute Idee ist, aggressive Drohungen in Humor (oder was man dafür hält) zu verpacken. Das Ergebnis ist ein Video, für das das Wort Fremdschämen nicht ausreicht. CEO Bob Brisco droht seinen Homeoffice-Mitarbeitern offen und meint unter anderem: "Wir fragen oder verhandeln zu diesem Zeitpunkt nicht. Wir informieren nur."
Medien wie Vice entdeckten das Video und man kann sich dem Urteil der Seite nur anschließen: Die Produktion und die Leistungen der auftretenden Manager sind teilweise regelrecht bizarr. Man sieht, neben weiteren, Stock-Aufnahmen eines Homeoffice-Arbeiters, der in Boxershorts am Küchentisch sitzt sowie eine Web-Konferenz ohne Teilnehmer.
Am Ende hört man den fröhlichen Song "Iko Iko" und sieht tanzende Internet Brands-Mitarbeiter. Den Songtext Joc-a-mo-fee-no-ah-nah-nay" übersetzt man auch gleich selbst und schrieb: "Wir meinen es ernst" und "Leg dich nicht mit uns an". Man muss wohl nicht betonen, dass das Video weder intern noch extern besonders gut ankam - und löschte es (natürlich war da bereits zu spät).
Zusammenfassung
- Pandemie hat Mitarbeiter ins Homeoffice verschoben
- Viele Angestellte bevorzugen das Arbeiten von zu Hause
- Unternehmen Internet Brands will Mitarbeiter zurückholen
- Versuche, Angestellte zu überreden, scheitern teilweise
- Video mit Drohungen gegen Homeoffice-Mitarbeiter veröffentlicht
- Medien kritisieren das bizarre und peinliche Video
Siehe auch:
- Nordkorea bekommt durch Homeoffice-Trend Zugang zu "Westgeld"
- Homeoffice in Daten sichtbar: Autoverkehr in den Städten sinkt deutlich
- Homeoffice-Aus: Amazon-Mitarbeiter wollen nicht zum Büro umziehen
- Homeoffice: Fast ein Viertel der Deutschen bleibt zu Hause
- "Experiment gescheitert": OpenAI-Chef schimpft über Homeoffice
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