Homeoffice: Fast ein Viertel der Deutschen bleibt zu Hause

Wer es sich im Homeoffice erst einmal eingerichtet hat, mag kaum mehr an einen herkömmlichen Büro-Arbeitsplatz zurückkehren. Obwohl die Infektionsschutz-Maßnahmen längst weg sind, kehren kaum noch Beschäftigte an die Firmen-Schreibtische zurück.
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Wie das IFO-Institut mitteilte, hätten im April noch 24 Prozent aller Beschäftigten von zu Hause aus gearbeitet. Gegenüber dem Februar, als es 24,7 Prozent waren, ist das nur ein sehr geringer Rückgang. Vor der Coronakrise im Jahr 2019 lagen die Werte gerade einmal bei 10 Prozent. Dies zeigt, welch einen großen Sprung die zurückliegenden Jahre in dem Bereich gebracht haben.

Die Werte unterscheiden sich in den einzelnen Branchen natürlich deutlich - immerhin ist es in einigen Jobs wesentlich einfacher, die Arbeit allein von zu Hause aus zu erledigen, als in anderen. Bei den Computerdienstleistern und -technikern sowie in der Unternehmensberatung wird besonders häufig im Homeoffice gearbeitet - zu rund 70 Prozent. Auch in der Werbung und Marktforschung ist das Heimbüro stark verbreitet. 57,2 Prozent der Beschäftigten arbeiten von zuhause, dreimal so viel wie im Jahr 2019.


Anwälte zieht es nach draußen

Völlig entgegen dem Trend entwickelt sich hingegen die Branche der Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Hier sank der Homeoffice-Anteil im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit von 47,1 auf 40,1 Prozent. Woran dies genau liegt, wurde bei der Erhebung der Daten nicht erforscht.

Ganz anders sieht es natürlich in Bereichen aus, in denen eine Arbeit von Zuhause aus überhaupt nicht möglich ist - oder nur in sehr begrenzten Aufgaben-Feldern. Etwa in der Gastronomie blieb der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice unverändert bei 1,6 Prozent. In der Beherbergung stieg er auf 0,9 Prozent, von 0,6 Prozent vor der Krise.

Viele Arbeitgeber gehen durchaus bereitwillig auf den Wunsch nach Heimarbeit ein. Denn selbst wenn die Beschäftigten zumindest an bestimmten Tagen doch ins Büro kommen, lässt sich häufig viel teure Fläche einsparen. Den Mitarbeitern spart die Entwicklung vor allem die Zeit, die man mit dem Pendeln zum Arbeitsplatz verbrachte. Und das geringere Verkehrsaufkommen ist auch noch gut für die Umwelt.

Zusammenfassung
  • Homeoffice-Anteil in Deutschland durch Corona stark gestiegen
  • Unterschiedliche Werte in verschiedenen Branchen
  • Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: Homeoffice-Anteil gesunken
  • Gastronomie und Beherbergung: Homeoffice-Anteil gering
  • Arbeitgeber erkennen Vorteile von Heimarbeit
  • Mitarbeiter spart Zeit und Kosten, Umwelt profitiert
  • Homeoffice-Trend bleibt wahrscheinlich bestehen

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