Homeoffice-Aus: Amazon-Mitarbeiter wollen nicht zum Büro umziehen
Der US-Konzern Amazon schießt sich mit seiner Rückkehr zur Anwesenheitspflicht im Büro teilweise ins eigene Bein. Denn gerade Beschäftigte, die während der Homeoffice-Zeit eingestellt werden konnten, kündigen lieber wieder, als ihr Leben umzustellen.
Das Unternehmen hat speziell während der Coronajahre eine Reihe von Mitarbeitern eingestellt, die ihren Job direkt aus dem Homeoffice heraus aufnahmen. Da damals die Heimarbeit Standard war, kam das insbesondere Menschen zugute, die nicht in den urbanen Zentren leben und lange Arbeitswege zum Büro haben.
Nun aber verlangt Amazon auch von diesen Mitarbeitern, dass sie regelmäßig in den Büros auftauchen, von denen aus ihre jeweiligen Teams tätig sind. Wie aus einem Bericht des US-Senders CNBC hervorgeht, bedeutet das für eine Reihe von Beschäftigten, dass sie sogar in andere Bundesstaaten umziehen müssten. So wurde ein Angestellter informiert, dass er entweder in Seattle, New York, Austin oder Arlington im Büro zu erscheinen habe - all diese Standorte liegen weit vom derzeitigen Wohnort entfernt.
Denn der Aufwand des Umzugs und der Abschied vom relativ bequemen Homeoffice ist nicht das einzige Problem, das auf die Mitarbeiter zukommt. Meist ist davon auch eine ganze Familie betroffen - ein Lebenspartner bräuchte ohnehin einen neuen Job und die Kinder müssten sich in einem neuen Umfeld eingewöhnen. Die bisherigen Sozialstrukturen würden auch größtenteils wegfallen. Hinzu kommt, dass die Mieten, Hauspreise und Lebenshaltungskosten in den großen Metropolregionen, in denen Amazons größere Niederlassungen zu finden sind, deutlich höher sind als in vielen anderen Regionen, sodass ein Umzug ohne größere Lohnerhöhung letztlich ein Minusgeschäft wäre.
Siehe auch:
Ab in die Großstadt
Im engeren IT-Sektor, aber auch in verschiedenen anderen Arbeitsbereichen, müssen Fachkräfte nicht gerade befürchten, keinen Job zu bekommen. Entsprechend schwierig ist es für Unternehmen, ihre Beschäftigten zu Maßnahmen zu zwingen, die auf wenig Verständnis oder Bereitschaft stoßen. Das zeigt sich im Falle Amazons aktuell deutlich.Das Unternehmen hat speziell während der Coronajahre eine Reihe von Mitarbeitern eingestellt, die ihren Job direkt aus dem Homeoffice heraus aufnahmen. Da damals die Heimarbeit Standard war, kam das insbesondere Menschen zugute, die nicht in den urbanen Zentren leben und lange Arbeitswege zum Büro haben.
Nun aber verlangt Amazon auch von diesen Mitarbeitern, dass sie regelmäßig in den Büros auftauchen, von denen aus ihre jeweiligen Teams tätig sind. Wie aus einem Bericht des US-Senders CNBC hervorgeht, bedeutet das für eine Reihe von Beschäftigten, dass sie sogar in andere Bundesstaaten umziehen müssten. So wurde ein Angestellter informiert, dass er entweder in Seattle, New York, Austin oder Arlington im Büro zu erscheinen habe - all diese Standorte liegen weit vom derzeitigen Wohnort entfernt.
Viele Nachteile
Laut Amazon betreffe dies nur einen kleinen Teil der Belegschaft und das Unternehmen biete auch Hilfe beim Umzug an. Außerdem bestünde die Möglichkeit, im Gespräch mit Vorgesetzten nach einer Lösung zu suchen. Daran hat eine Reihe Betroffener aber wohl kein Interesse, sie wollen lieber ihren Job kündigen als für Amazon in eine andere Stadt ziehen.Denn der Aufwand des Umzugs und der Abschied vom relativ bequemen Homeoffice ist nicht das einzige Problem, das auf die Mitarbeiter zukommt. Meist ist davon auch eine ganze Familie betroffen - ein Lebenspartner bräuchte ohnehin einen neuen Job und die Kinder müssten sich in einem neuen Umfeld eingewöhnen. Die bisherigen Sozialstrukturen würden auch größtenteils wegfallen. Hinzu kommt, dass die Mieten, Hauspreise und Lebenshaltungskosten in den großen Metropolregionen, in denen Amazons größere Niederlassungen zu finden sind, deutlich höher sind als in vielen anderen Regionen, sodass ein Umzug ohne größere Lohnerhöhung letztlich ein Minusgeschäft wäre.
Zusammenfassung
- Amazon verlangt Rückkehr zur Büroarbeit, stößt auf Widerstand
- Viele Beschäftigte kündigen lieber, als Lebensstil zu ändern
- Besonders IT-Fachkräfte wehren sich gegen Anwesenheitspflicht
- Mitarbeiter, die im Homeoffice eingestellt wurden, besonders betroffen
- Amazon bietet Hilfe beim Umzug an, viele lehnen jedoch ab
- Umzug bedeutet oft höhere Lebenshaltungskosten und Umstellungen
- Amazon-Beschäftigte ziehen Kündigung dem Umzug vor
Siehe auch:
Thema:
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