Und ewig grüßt das Murmeltier:
Das Ozonloch wächst wohl wieder
Das weltweite Verbot von Substanzen, die der Ozonschicht schadeten, gilt bis heute als einer der größten Erfolge der internationalen Umweltpolitik. Doch nun stellt sich heraus, dass die Freude wohl von kurzer Dauer ist und das Ozonloch wieder kräftig wächst.
Das allerdings stellt sich nach jüngeren Messungen als völlig illusorisch heraus. Denn in den letzten Jahren vergrößerte sich das Problem sogar wieder, wie jetzt vorgestellte Forschungsergebnisse zeigen. Die zugrundeliegenden Daten wurden von neuseeländischen Forschern im Journal Nature Communications publiziert.
"In sechs der letzten neun Jahre gab es sehr niedrige Ozonwerte und extrem große Ozonlöcher", sagte die Mitautorin der Studie, Annika Seppala von der neuseeländischen Universität Otago, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Es könnte sein, dass jetzt etwas anderes in der Atmosphäre vorgeht - möglicherweise aufgrund des Klimawandels - und dass dies einen Teil der Erholung überdeckt", sagte sie.
Auch wenn vieles noch unklar ist, dürfte zumindest sicher sein, dass die Situation weiterer Forschung bedarf. Denn die Ozonschicht ist für das Leben auf dem Planeten essenziell, da sie einen großen Teil der schädlichen ultravioletten Strahlung aus dem Sonnenlicht herausfiltert.
Siehe auch:
Es sah so gut aus
Nach dem weltweiten Verbot der besonders schädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) im Jahr 1987, begann die Ozonschicht in den oberen Schichten der Atmosphäre sich tatsächlich zu erholen. Es gab sogar Prognosen, nach denen der Zustand bis voraussichtlich 2066 wieder das Niveau des Jahres 1980 erreichen könnte.Das allerdings stellt sich nach jüngeren Messungen als völlig illusorisch heraus. Denn in den letzten Jahren vergrößerte sich das Problem sogar wieder, wie jetzt vorgestellte Forschungsergebnisse zeigen. Die zugrundeliegenden Daten wurden von neuseeländischen Forschern im Journal Nature Communications publiziert.
"In sechs der letzten neun Jahre gab es sehr niedrige Ozonwerte und extrem große Ozonlöcher", sagte die Mitautorin der Studie, Annika Seppala von der neuseeländischen Universität Otago, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Es könnte sein, dass jetzt etwas anderes in der Atmosphäre vorgeht - möglicherweise aufgrund des Klimawandels - und dass dies einen Teil der Erholung überdeckt", sagte sie.
Viele offene fragen
Aber auch andere Faktoren können laut den Forschern eine Rolle spielen. So wurde das Ozonloch im Jahr 2020 besonders groß - dem gingen damals die verheerenden Waldbrände in Australien voraus. Im Oktober, wenn das Loch oft am größten ist, ist der Ozongehalt in der mittleren Stratosphärenschicht von 2004 bis 2022 um 26 Prozent gesunken, so die Studie, die sich auf Satellitendaten beruft.Auch wenn vieles noch unklar ist, dürfte zumindest sicher sein, dass die Situation weiterer Forschung bedarf. Denn die Ozonschicht ist für das Leben auf dem Planeten essenziell, da sie einen großen Teil der schädlichen ultravioletten Strahlung aus dem Sonnenlicht herausfiltert.
Zusammenfassung
- Ozonloch wächst trotz FCKW-Verbot
- Erholung der Ozonschicht bis 2066 fraglich
- Neuseeländische Studie zeigt Probleme auf
- Klimawandel könnte Ozonerholung stören
- Waldbrände beeinflussen Ozonschicht negativ
- Ozongehalt sank von 2004 bis 2022 um 26%
- Weitere Forschung zur Ozonschicht nötig
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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