"Klimaneutrale" Apple Watch:
Für EU ist das illegales Greenwashing
Der Computerkonzern Apple versuchte auf seinem letzten Event, seine neuesten Smartwatches als klimaneutrale Produkte zu präsentieren. In Europa stößt dies nicht gerade auf Begeisterung und verschiedene Institutionen wollen dieses Greenwashing unterbinden.
Denn natürlich ist die Herstellung der Uhren nicht frei von umweltschädlichen Emissionen. Jede neue Smartwatch ist Schätzungen zufolge mit dem Ausstoß von 7 bis 12 Kilogramm Treibhausgasen verbunden. Apple investiert lediglich Geld in Kompensationsprogramme, um diese Emissionen vermeintlich auszugleichen.
Offiziell soll es in der EU ab dem Jahr 2026 untersagt sein, Produkte im Marketing als klimaneutral anzupreisen, wenn diese Eigenschaft lediglich durch den Kauf von Kompensationsgutschriften erreicht wird. Darauf haben sich das Europäische Parlament und der Rat im Zuge einer Novellierung der Regelungen rund um irreführende Werbung geeinigt.
So kauft Apple etwa Kompensationszertifikate von Organisationen, die das eingenommene Geld verwenden, um für die Viehzucht gerodete Flächen in Paraguay und Brasilien wieder aufzuforsten. Die dort wachsenden Bäume binden zwar tatsächlich Kohlenstoff und helfen dem Ökosystem. Teils handelt es sich aber auch um Monokultur-Plantagen, deren Holz relativ bald wieder zu Zellstoff und Papier verarbeitet wird. Dadurch wird der gespeicherte Kohlenstoff relativ schnell wieder freigesetzt.
Grundsätzlich kann man zu dem Schluss kommen, dass Apples Engagement durchaus löblich ist, da jede Initiative, Verbesserungen zu erreichen, unbedingt benötigt wird. Hier arbeitet das Unternehmen völlig anders als der Konkurrent Samsung, der lediglich vage Zielsetzungen für das Jahr 2050 hat. Das ändert aber nichts daran, dass man mit der Apple Watch schlicht kein klimaneutrales Produkt kauft.
Siehe auch:
Neutral ist anders
"Behauptungen über Kohlenstoffneutralität sind wissenschaftlich ungenau und führen die Verbraucher in die Irre", sagte Monique Goyens, die Generaldirektorin der europäischen Verbraucherorganisation BEUC, gegenüber der Financial Times. "Die jüngste Entscheidung der EU, solche Werbeaussagen zu verbieten, wird den Markt zu Recht von solchen falschen Aussagen befreien, und Apple Watches sollten da keine Ausnahme bilden."Denn natürlich ist die Herstellung der Uhren nicht frei von umweltschädlichen Emissionen. Jede neue Smartwatch ist Schätzungen zufolge mit dem Ausstoß von 7 bis 12 Kilogramm Treibhausgasen verbunden. Apple investiert lediglich Geld in Kompensationsprogramme, um diese Emissionen vermeintlich auszugleichen.
Offiziell soll es in der EU ab dem Jahr 2026 untersagt sein, Produkte im Marketing als klimaneutral anzupreisen, wenn diese Eigenschaft lediglich durch den Kauf von Kompensationsgutschriften erreicht wird. Darauf haben sich das Europäische Parlament und der Rat im Zuge einer Novellierung der Regelungen rund um irreführende Werbung geeinigt.
Zu kurzfristig gedacht
"Es ist für die Verbraucher irreführend, den Eindruck zu erwecken, dass der Kauf der Uhr keinerlei Auswirkungen auf das Klima hat", sagte Gilles Dufrasne, politischer Referent bei der gemeinnützigen Organisation Carbon Market Watch, die zum Teil von der EU finanziert wird. "Das sind Buchhaltungstricks." Denn verschiedene Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass die Kompensationsmaßnahmen, die in solchen Fällen finanziert werden, entweder gar nicht ausreichen oder sogar nur eine Verlagerung der Probleme darstellen.So kauft Apple etwa Kompensationszertifikate von Organisationen, die das eingenommene Geld verwenden, um für die Viehzucht gerodete Flächen in Paraguay und Brasilien wieder aufzuforsten. Die dort wachsenden Bäume binden zwar tatsächlich Kohlenstoff und helfen dem Ökosystem. Teils handelt es sich aber auch um Monokultur-Plantagen, deren Holz relativ bald wieder zu Zellstoff und Papier verarbeitet wird. Dadurch wird der gespeicherte Kohlenstoff relativ schnell wieder freigesetzt.
Grundsätzlich kann man zu dem Schluss kommen, dass Apples Engagement durchaus löblich ist, da jede Initiative, Verbesserungen zu erreichen, unbedingt benötigt wird. Hier arbeitet das Unternehmen völlig anders als der Konkurrent Samsung, der lediglich vage Zielsetzungen für das Jahr 2050 hat. Das ändert aber nichts daran, dass man mit der Apple Watch schlicht kein klimaneutrales Produkt kauft.
Zusammenfassung
- Apple präsentiert seine Smartwatches als klimaneutral
- EU-Institutionen und Verbraucherorganisationen kritisieren das als Greenwashing
- Jede Smartwatch verursacht 7 bis 12 kg Treibhausgase
- Apple kauft Kompensationszertifikate für Klimaneutralität
- Ab 2026 EU-Verbot für Greenwashing durch Kompensationsgutschriften
- Kritik an der Effektivität von Apples Kompensationsmaßnahmen
- Trotz Engagement: Apple Watch ist kein klimaneutrales Produkt.
Siehe auch:
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