Großer Leak zu ChatGPT: Individuelle Chatbots, Business-Abos & mehr

Der OpenAI DevDay, die erste Entwicklerkonferenz der ChatGPT-Macher, startet heute Abend. Ein Leak gibt schon jetzt einen Ausblick auf große Anpassungen. Im Rampenlicht steht ein Baukasten für Custom-Bots und die Integration mit Google Drive und Microsoft 365.
OpenAI, ChatGPT
Wie so oft ist es die Plattform X, auf der gleich mehrere Nutzer Details zum Fahrplan der ersten OpenAI-Entwicklerkonferenz teilen. Geht es nach dem Softwareentwickler Tibor Blaho, darf heute Abend das neue Tool "Gizmo V8" eine der Hauptrollen spielen. Damit wird es OpenAI allen seinen Kunden möglich machen, angepasste Chatbots zu erstellen und zu verwalten.

Schon zum Start soll das Tool umfassende Funktionen bieten. Für die meisten Nutzer dürfte wohl der neue GPT Builder, hervorgegangen aus dem "Magic Maker", eine sehr spannende Neuerung sein. Mithilfe eines interaktiven Interface sollen unkompliziert eigene Chatbots erstellt und angepasst werden können.

OpenAI plant folgende weitere Funktionen rund um "Custom Chatbots":
  • Sandbox zum Importieren, Testen und Ändern bestehender Chatbots
  • Benutzerdefinierte Aktionen für Chatbots
  • Datenbank für zusätzliche Dateien, auf die Chatbots Bezug nehmen können
  • Schnittstellen zu Tools wie das Browsen im Internet, die Erstellung von Bildern etc.
  • Chatbot-Freigaben verwalten und Analyse von Nutzungsdaten
  • Speichern und Teilen von Entwürfen für Chatbots
  • Marktplatz für erstellte Chatbots

Verbindung mit Google Drive und Microsoft 365

Mit "Context Connectors" kommt endlich auch die Möglichkeit, externe Anwendungen mit ChatGPT zu verknüpfen. Wie in Leaks zu sehen ist, wird OpenAI zunächst ermöglichen, dem Chatbot Zugriff auf Google Drive oder Microsoft 365 zu gewähren. Das macht es möglich, Dokumente, Spreadsheets oder Präsentationen in Chats als Kontext für Unterhaltungen zu verwenden. Generative KI: Sind deutsche Unternehmen gegen den KI-Hype immun?Generative KI: Sind deutsche Unternehmen gegen den KI-Hype immun?

Neue Abos für Unternehmen

OpenAI soll außerdem einen neuen "Team Plan" einführen wollen, der sich an Unternehmen richtet. Ab einer Zahl von drei Nutzern kann das neue Abo für 30 Euro im Monat, beziehungsweise 25 Euro bei Wahl des Jahresplans, gebucht werden. Dafür bekommt man unter anderem schnellen GPT-4-Zugang, einen viermal längeren Kontextrahmen und unbegrenzte Nutzung des Daten-Analysetools.

Für Unternehmen sind dann noch einige weitere Features relevant. OpenAI sichert beim "Team Plan" zu, dass keine Daten für die Schulung von ChatGPT genutzt werden. Administratoren können außerdem Metadaten wie Rollen und Abteilungen definieren, dabei hilft auch die Integration in Tools für ERP (Enterprise Resource Planning) und CRM (Customer Relationship Management).

Anpassung für alle

Zu guter Letzt wird rund um den OpenAI DevDay wohl auch an der generellen Leistung für alle Nutzer geschraubt. Für die Nutzung der GPT-4-API wird man in Zukunft weniger bezahlen müssen, außerdem soll die aktuelle Version noch einmal an Geschwindigkeit dazugewinnen. Zu guter Letzt werden alle Nutzer dank eines größeren Token-Limits längere Texte erstellen und bearbeiten können.

Zusammenfassung
  • OpenAI DevDay startet heute, Leak gibt Ausblick auf Neuerungen
  • Neues Tool ermöglicht Erstellung und Verwaltung von Chatbots
  • "GPT Builder" bietet Interface zur Anpassung von Chatbots
  • "Context Connectors" integrieren externe Anwendungen
  • Einführung des "Team Plans" für Unternehmen mit unbegrenztem GPT-4-Zugang
  • Keine Nutzung von Unternehmensdaten von ChatGPT im "Team Plan"
  • Verbesserungen der Leistung und Senkung der Kosten für GPT-4-API

Siehe auch:


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