Straßennetz auf dem Mond: ESA-Team hat simple Idee für schnellen Bau
Die Weltraumagenturen der Welt träumen von einer Zukunft auf dem Mond. Dafür müssen viele neue Technologien entwickelt werden. Jetzt hat ein Team der ESA eine interessante Idee. Straßen auf dem Mond lassen sich wohl sehr einfach bauen. Mit einer großen Lupe.
Dabei folgt das Team vom ESA-Projekt "PAVER" (Paving the road for large area sintering of regolith) dem Ansatz der "in-situ resource utilization (ISRU)", also der Idee, vor Ort vorhandene Ressourcen für die Vorhaben zu nutzen. "Rohstoffe und Energie können direkt von der Mondoberfläche gewonnen werden, sodass nur die Ausrüstung und einige Verbrauchsgüter von der Erde mitgebracht werden müssen", so das Team zu diesem Ansatz im Fachmagazin Nature.
Wie ihre Studie mit Lasern und Mond-Regolith-Simulant zeigt, könnte das Mondgestein mit intensiver Sonnenstrahlung zu dichten, festen Strukturen verschmolzen werden. Um die erforderliche Energiedichte zu erreichen, könnte das Licht demnach mit Linsen und Spiegeln gebündelt werden. Die Berechnungen ergeben, dass schon eine Linse mit rund 2,4 m² die gewünschte Lichtkonzentration leisten kann.
"Die relativ geringe Größe der erforderlichen Ausrüstung und die Einfachheit des Systems wären ein Vorteil für den Einsatz dieser Technologie bei künftigen Mondmissionen", so das Team. Vorausgegangene Studien hatten errechnet, dass mithilfe einer solchen Vorgehensweise ein 100 m² großer Landeplatz auf dem Mond in rund 55 Tagen konstruiert werden könnte.
Siehe auch:
ESA's PAVER-Projekt: Straßen aus Mondstaub?
Die Mondoberfläche ist von einer Schicht aus Mondstaub bedeckt - dem Regolith. Diese Gesteinsschicht hatte schon den ersten Mondmissionen große Probleme bereitet. Aufgrund der geringen Schwerkraft entstehen durch jede Bewegung feinste schwebende Staubwolken, die Technik empfindlich stören können. Eine Lösung für zukünftige langfristige Missionen auf der Oberfläche: Landeflächen und Straßen.Dabei folgt das Team vom ESA-Projekt "PAVER" (Paving the road for large area sintering of regolith) dem Ansatz der "in-situ resource utilization (ISRU)", also der Idee, vor Ort vorhandene Ressourcen für die Vorhaben zu nutzen. "Rohstoffe und Energie können direkt von der Mondoberfläche gewonnen werden, sodass nur die Ausrüstung und einige Verbrauchsgüter von der Erde mitgebracht werden müssen", so das Team zu diesem Ansatz im Fachmagazin Nature.
Wie ihre Studie mit Lasern und Mond-Regolith-Simulant zeigt, könnte das Mondgestein mit intensiver Sonnenstrahlung zu dichten, festen Strukturen verschmolzen werden. Um die erforderliche Energiedichte zu erreichen, könnte das Licht demnach mit Linsen und Spiegeln gebündelt werden. Die Berechnungen ergeben, dass schon eine Linse mit rund 2,4 m² die gewünschte Lichtkonzentration leisten kann.
"Die relativ geringe Größe der erforderlichen Ausrüstung und die Einfachheit des Systems wären ein Vorteil für den Einsatz dieser Technologie bei künftigen Mondmissionen", so das Team. Vorausgegangene Studien hatten errechnet, dass mithilfe einer solchen Vorgehensweise ein 100 m² großer Landeplatz auf dem Mond in rund 55 Tagen konstruiert werden könnte.
Zusammenfassung
- ESA-Team entwickelt Konzept für Straßenbau auf dem Mond
- Mondstaub (Regolith) könnte für Infrastruktur genutzt werden
- In-situ-Ressourcennutzung minimiert Materialtransport von der Erde
- Sonnenstrahlung könnte Mondgestein zu festen Strukturen verschmelzen
- Lichtbündelung zur Erreichung der Energiedichte
- Relativ kleine und einfache Ausrüstung für den Einsatz geeignet
- 100 m² Landeplatz könnte in 55 Tagen erstellt werden
Siehe auch:
- NASA-Astronauten werden im Prada-Anzug auf dem Mond landen
- Stille nach der Mondnacht: Indischer Lander antwortet nicht mehr
- Lebensbaustein auf Jupitermond Europa: Webb macht Entdeckung
- Moon Sniper: Japan will eine Punktlandung auf dem Mond schaffen
- Der Mond hat einen neuen Krater: NASA findet russische Absturzstelle
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