Eisprobleme im All gelöst:
ESA-Teleskop Euclid sieht wieder klar
Bei Weltraummissionen gilt es oft, spannende Herausforderungen zu lösen. So jetzt auch bei der ESA, die feststellen musste, dass das Weltraumteleskop Euclid im All vereist war und weniger Licht einfangen konnte. Jetzt hat man das Eis entfernt und wieder volle Leistung.
Wie Knud Jahnke, Astronom am Max-Planck-Institut in einem Beitrag erläutert, ist so auch zu erklären, warum sich um das Weltraumteleskop Euclid über die letzten Monate im Orbit eine dünne Eisschicht gebildet hatte. Das Wasser war demnach auf der Erde in die "Mehrschichtdämmung" der Sonde eingedrungen. Die besteht aus vielen dünnen Kunststoffschichten und kann bis zu 1 Prozent ihrer Masse an Wasser aufnehmen.
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Im All kann dieses Wasser dann langsam ausgasen, das ist ein Phänomen, das unter anderem von der ESA Mission GAIA bereits bekannt ist. Und so hatte man auch für Euclid schon bei der Konstruktion Pläne zur "Dekontaminierung" berücksichtigt. An wichtigen Bauteilen des Teleskops sind Elemente verbaut, die erhitzt werden können, so unter anderem in der Instrumentenbucht und um den Spiegel.
Als die Wissenschaftler nach 9 Monaten im All die Anzeichen für eine Vereisung feststellen konnten - ein Abfall der Lichtempfindlichkeit um 15 Prozent - wurde der Enteisungsprozess eingeleitet. "Es dauerte nur wenige Minuten, um einen der Spiegel in Euclid von -143°C auf -113°C zu erwärmen, genug, um Wassereis im Vakuum zu verdampfen", so Jahnke zu einem Teil der Prozedur.
Siehe auch:
Lichtblick für Euclid: ESA löst Eisproblem im Orbit
Auf der Erde sorgen wir mit speziellen Laboren dafür, dass Sonden bei ihrem Flug ins All möglichst kein ungewolltes Gepäck mitnehmen. Doch genau diese Reinräume sind schuld daran, dass eine Substanz in kleinen Mengen unvermeidlich mit an Bord ist: Wasser. Rund 50 % relative Luftfeuchtigkeit sind in den speziellen Räumlichkeiten erforderlich, um Funkenbildung in der Elektronik zu verhindern.Wie Knud Jahnke, Astronom am Max-Planck-Institut in einem Beitrag erläutert, ist so auch zu erklären, warum sich um das Weltraumteleskop Euclid über die letzten Monate im Orbit eine dünne Eisschicht gebildet hatte. Das Wasser war demnach auf der Erde in die "Mehrschichtdämmung" der Sonde eingedrungen. Die besteht aus vielen dünnen Kunststoffschichten und kann bis zu 1 Prozent ihrer Masse an Wasser aufnehmen.
Auf YouTube ansehenIm All kann dieses Wasser dann langsam ausgasen, das ist ein Phänomen, das unter anderem von der ESA Mission GAIA bereits bekannt ist. Und so hatte man auch für Euclid schon bei der Konstruktion Pläne zur "Dekontaminierung" berücksichtigt. An wichtigen Bauteilen des Teleskops sind Elemente verbaut, die erhitzt werden können, so unter anderem in der Instrumentenbucht und um den Spiegel.
Als die Wissenschaftler nach 9 Monaten im All die Anzeichen für eine Vereisung feststellen konnten - ein Abfall der Lichtempfindlichkeit um 15 Prozent - wurde der Enteisungsprozess eingeleitet. "Es dauerte nur wenige Minuten, um einen der Spiegel in Euclid von -143°C auf -113°C zu erwärmen, genug, um Wassereis im Vakuum zu verdampfen", so Jahnke zu einem Teil der Prozedur.
Zusammenfassung
- ESA-Teleskop Euclid hatte Eisprobleme
- Herkunft: 50 % Luftfeuchtigkeit in Reinräumen üblich
- Wasser gelangt in Sonden-Isolierung auf Erden
- Euclid-Design berücksichtigt Enteisungsmöglichkeit
- Erwärmung des Spiegels behebt Vereisung im All
Siehe auch:
- Straßennetz auf dem Mond: ESA-Team hat simple Idee für schnellen Bau
- ESA veröffentlicht Bilder, die das Verglühen eines Satelliten zeigen
- Neue ESA-Rakete Ariane 6: Teuer, aber endlich auf Erfolgskurs
- Weltraumschrott-Räumung der ESA von Weltraumschrott zerstört
- ESA startet heute Euclid-Teleskop zur Erforschung von dunkler Materie
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